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Havelland-Kliniken stellen ihre Berufsfelder vor

Zukunftstag in Rathenow Havelland-Kliniken stellen ihre Berufsfelder vor

Am deutschlandweiten „Girl’s Day“, dem „Zukunftstag“ im Land Brandenburg, haben die Havelland-Kliniken am Donnerstag für interessierte Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt. Jugendliche aus fünf Schulen der Region kamen in den Seniorenpark Stadtforst Rathenow, um sich zu informieren.

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Die Jugendlichen konnten Schutzbekleidung ausprobieren und sich an einem Tropf versuchen.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Der Altersdurchschnitt im Seniorenpark Stadtforst Rathenow war am Donnerstag erheblich abgesenkt. Gruppenweise zogen Schüler durchs Haus, um sich mit den Berufen vertraut zu machen, die in der Unternehmensgruppe der Havelland-Kliniken angeboten werden. Dieser Tag alljährlich Ende April, an dem Unternehmen und Einrichtungen in der ganzen Bundesrepublik Jugendlichen ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen, wird deutschlandweit „Girl’s Day“ (Mädchen-Tag) genannt. Das Land Brandenburg hat aber vor einigen Jahren schon daraus den „Zukunftstag“ gemacht, weil eben nicht nur Mädchen, sondern auch Jungs über ihre beruflichen Zukunftschancen informiert werden sollen.

Die Havelland-Kliniken boten den Jugendlichen reichlich Anlass zu steigenden Puls- und Blutdruckwerten. Eben dies wurde außergewöhnlich deutlich dadurch, dass alle jungen Besucher, die es wollten, diese Parameter von den anwesenden Fachkräften messen lassen konnten. Aufregend: Puls über 100 war keine Seltenheit. Das war nicht verwunderlich, zumal sie auch mit Spritzen, Nadeln und Kanülen hantieren konnten. Als Ausbildungsberuf vorgestellt wurden Medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Notfallsanitäter und Koch. Es gab Führungen durchs Pflegeheim. Und nicht zuletzt konnten die Jugendlichen einen Age-Man-Anzug anlegen, der sie ins Greisenalter versetzte. Seh- und Hörvermögen sowie Beweglichkeit und Körperkraft wurden erheblich herabgesetzt. Alle 30 Minuten gab es einen Wechsel der Stationen.

In den Havelland-Kliniken gibt es in den letzten Jahren durchschnittlich 90 Auszubildende. Zum Zukunftstag kamen in den Seniorenpark Schülergruppen von der Gesamtschule Bruno H. Bürgel und der Duncker-Oberschule in Rathenow, von der Koop-Schule in Friesack, vom Goethegymnasium in Nauen – sogar zwei Mädchen eines Gymnasiums in Havelberg waren erschienen.

Anett Peters und Martina Wand, die Ausbildungsbeauftragten der Havelland-Kliniken für die Kranken- und Altenpflege, hatten ein Krankenhausbett und einen Ständer mit Tropf aufgefahren und Schutzkittel samt Hauben und Handschuhen mitgebracht, um den Jugendlichen die praktischen Tätigkeiten besonders einfühlsam vorzustellen. Viele Mädchen und Jungen freuten sich, einmal die Schutzbekleidung anlegen zu können. „Wir merken es deutlich, dass es schwieriger wird, Auszubildende zu finden, die die entsprechenden Noten auf ihren Abschlusszeugnissen haben“, sagte Martina Wand. Das Leistungsniveau sei herunter gegangen.

Als gutes Beispiel in der allgemein schwieriger werdenden Situation nannte sie die Kooperation mit der Duncker-Oberschule in Rathenow. Dort gebe es seit einigen Jahren ein Praktikumsmodell, bei dem die Schüler der 8. und 9. Klassen jede Woche einen bzw. zwei Tage komplett in ihren Praktikumsbetrieben verbringen. Über diesen Weg, teilt Martina Wand mit, seien schon mehrfach Schülerinnen und Schüler gefunden worden, die sich um eine Ausbildung in den Havelland-Kliniken bewerben.

„Unserem Unternehmen ist der Zukunftstag wichtig“, sagt Silke Monte von den Havelland-Kliniken. „Wir suchen immer geeignete Auszubildende.“ Fehle manchen jungen Leuten eine realistische Vorstellung vom beruflichen Alltag in einem Krankenhaus oder Pflegeheim, so könnten andere ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz steigern, wenn sie sich am Zukunftstag informieren.

Nicht zuletzt stellten die Havelland-Kliniken auch den Koch-Beruf vor. Britta Michalek hatte dazu auch ein kleines Büfett mit Kuchen, Häppchen, Getränken und Desserts vorbereitet. „Für das Pflegeheim kochen wir anders als für die Kliniken. Die Menschen, die hier wohnen, verbringen ihren Lebensabend hier“, sagte sie.

Deshalb würden sie gern auch die Dinge essen, die sie von zu Hause gewöhnt sind. Öfter mal Eintopf, Sonntags Braten und morgens eine Milchsuppe. Bis zu 600 Essen gebe die Küche nicht selten heraus. Auch an allen Sonn- und Feiertagen habe die Küche zu arbeiten.

Von Bernd Geske

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