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Havelland Kreisbauernverband warnt vor Cyberdieben
Lokales Havelland Kreisbauernverband warnt vor Cyberdieben
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16:56 26.02.2018
Marko Banik, Leiter der zentralen Ansprechstelle Cybercrime des Landeskriminalamtes, sprach bei einer Informationsveranstaltung des Kreisbauernverbandes Havelland  zur Cyberkriminalität. Quelle: Norbert Stein
Havelland

Eine effektive und auf die Zukunft ausgerichtete Betriebsführung ist in der Landwirtschaft ohne Digitalisierung nicht möglich. Die Entwicklung bestimmt zunehmend den Alltag kleiner und großer Unternehmen in allen Branchen.

Auch in der Landwirtschaft hat die Digitalisierung in vielfältiger Form Einzug gehalten. Betriebliche Datenspeicherung, Onlinedatenbanken , Solaranlagen, Melkroboter, Überwachungssysteme sowie Traktore und Erntemaschinen mit Computerausstattung sind dafür Beispiele.

Die Entwicklung hat aber auch eine Kehrseite. Mit zunehmender Digitalisierung steigt auch die Cyberkriminalität. „Das gilt leider auch für die Landwirtschaft.“, sagte Johannes Funke, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland zum Auftakt einer Veranstaltung im Oberstufenzentrum in Friesack.

Fachmann bei den Bauern

Der Kreisbauernverband hatte mit dem Cyber-Competence-Center im Landeskriminalamt Brandenburg Leiter landwirtschaftlicher Betriebe zu einer Informationsveranstaltung zu dem Thema eingeladen.

Es war erst die zweite Veranstaltung dieser Art landesweit. Johannes Funke sprach deshalb auch von „einer gewissen Pionierarbeit“, die man mit der Veranstaltung leisten wolle.

Informationen zu dem Thema bekamen die rund 40 Teilnehmer aus Familienbetrieben, Genossenschaften und weiteren landwirtschaftlichen Einrichtungen wie Biogasanlagen von Marko Banik, dem Leiter der zentralen Ansprechstelle Cybercrime beim Landeskriminalamt.

Weltweites Problem

Cyberkriminalität ist ein weltweites Problem, das weder an Landesgrenzen noch vor verschlossenen Türen Halt macht. Sie kann überall stattfinden, wo Menschen Computer, Smartphones und andere Geräte benutzen – in Firmen, Behörden zu Hause und unterwegs. Die Besonderheit der Cyberkirminalität besteht darin,dass die Täter nahezu von jedem Ort der Welt aus agieren und ihre Spuren gut verschleiern können.

Hackerangriffe auf gespeicherte Computerdaten nannte Marko Banik als ein Problem. Rund 27 Prozent aller Unternehmen seien davon schon in verschiedener Form betroffen gewesen. Jedoch nicht einmal zehn Prozent seien rechtzeitig erkannt und angezeigt worden, so der Kriminalhauptkommissar mit 21 Jahren Ermittlererfahrung, davon fünf Jahre auf dem Gebiet der Cyberkriminalität.

Sicherung ist wichtig

Sicherungssysteme seien wichtig, betonte Banik. Er sagte den Landwirten diesbezüglich aber auch: „Sie können den Turm noch so hoch bauen.Das nützt nichts, wenn unten ein Wärter sitzt, der alle reinlässt“. Jeder Betriebsleiter sei gut beraten, genau zu wissen, wer im Unternehmen mit welchen Computerdaten arbeitet. Auch sollten sie dafür sorgen, dass Mitarbeiter die aus dem Unternehmen ausscheiden, keinen Zugriff mehr haben auf die Daten.“

Bezüglich des Onlinebankings mahnte Banik zum genauen Überprüfen aller Angaben und wer diese Zahlungsform wünscht. Betriebsprämien oder andere Anträge bei Behörden über das Internet einzureichen hält er für unproblematisch. Weil sie gesichert sind.

Traktoren oder andere Technik computergesteuert von einem Hof zu stehlen hält Banik für unwahrscheinlich. Dafür bedarf es immer des Zutuns eines Menschen, antwortete er auf eine diesbezügliche Frage eines Landwirts.

Von Norbert Stein

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