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Havelland Preise für Bauland deutlich gestiegen
Lokales Havelland Preise für Bauland deutlich gestiegen
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08:23 28.06.2018
Die Preise für Bauland steigen im Havelland immer weiter an. Quelle: Tanja M. Marotzke
Havelland

Wer in Falkensee ein Baugrundstück kaufen möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Kostete ein Quadratmeter Bauland, für den sogenannten individuellen Wohnungsbau, im Jahr 2016 im Durchschnitt noch 169 Euro pro Quadratmeter, mussten Käufer im vergangenen Jahr bereits 228 Euro ausgeben. Das geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht 2017 des Landkreises Havelland hervor.

Grundstücke sind in Falkensee am teuersten

Mit einer Steigerung von fast 40 Prozent bleibt Falkensee damit weiterhin das teuerste Pflaster im Havelland. Kreisweit wurden für den Quadratmeter Bauland im Schnitt 126 Euro fällig. Je weiter die Grundstücke vom Berliner Umland entfernt sind, desto günstiger werden sie. So kostete ein Quadratmeter in Nauen beispielsweise durchschnittlich nur noch 99 Euro, in Friesack und Nennhausen sogar nur noch 19 Euro.

Auch im ländlichen Raum steigen die Preise

„Wir beobachten jedoch, dass die Preise zunehmend auch über den Autobahnring hinaus, in den ländlicheren Regionen, steigen“, erklärte Axel Grzesik, Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes des Landkreises und Vorsitzender des Gutachterausschusses, der den Bericht jedes Jahr herausgibt. So stiegen beispielsweise die Quadratmeterpreise im Amt Nennhausen um gut 40 Prozent, auf mittlerweile 19 Euro. Auch in Premnitz, wo der Preis in den vergangenen Jahren eher stagnierte, stieg dieser im Durchschnitt von 20 Euro auf 23 Euro.

Zwischen zehn und 20 Prozent haben auch die Preise für bezugsfreie Ein- und Zweifamilienhäuser angezogen. Für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus (gebaut nach 1991) mussten Käufer in Falkensee und Dallgow-Döberitz im vergangenen Jahr im Durchschnitt 366 000 Euro bezahlen. In Brieselang und Schönwalde-Glien waren es 320 000 Euro. Im Raum Rathenow und Premnitz kostete ein Haus dieser Art im Schnitt 220 000 Euro (2016 waren es noch 145 000 Euro).

Trend setzt sich auch 2018 fort

Ein Stagnieren der Kaufpreise scheint vorerst nicht in Sicht. „Eine erste Analyse für das Halbjahr 2018 zeigt, dass Käufer im Berliner Umland im Durchschnitt 3000 Euro für den Quadratmeter bezahlen, im vergangenen Jahr waren es noch 2931 Euro“, so Grzesik. Einen Grund für die steigenden Preise sieht Axel Grzesik vor allem in den knapper werdenden Bauflächen. „Die Menschen können sich durch günstige Kredite vieles leisten, die Nachfrage bleibt daher auf einem sehr hohen Niveau“, sagte er. Für eine Entspannung der Situation könnten nur weitere Bauflächen sorgen, so dass die Nachfrage gedeckt werden kann. Andernfalls, werden die Preise weiter anziehen.

Umsätze auf dem Grundstücksmarkt

2579 Kaufverträge für Grundstücke wurden im Jahr 2017 im Landkreis Havelland abgeschlossen. Rund 40 Prozent bezogen sich dabei auf bebaute Grundstücke.

Gewerbliches Bauland kostete 2017 im Durchschnitt 37,25 Euro. Mit 55,36 Euro sind die Preise im Berliner Umland am höchsten.

Der Gesamtumsatz für gewerbliche Bauflächen belief sich rund 23 Millionen Euro, wovon allein gut 15 Millionen Euro aus dem GVZ Wustermark stammen.

Auch Forstflächen sind teurer geworden. 2017 kostete ein Quadratmeter Wald (inklusive Bäume) im Drucschnitt rund 57 Cent.

Wer sich genauer über die Bodenrichtwerte informieren möchte, kann dies im Internet unter https://boris-brandenburg.de kostenfrei tun. Dort wird zwischen Rohbauland, Bauerwartungsland und baureifem Land unterschieden. Darüber hinaus gibt auch die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Auskunft.

Steigende Preise machen auch vor den landwirtschaftlichen Flächen nicht Halt. Im Landkreis stiegen die Quadratmeterpreise für Ackerland im Durchschnitt von 94 Cent auf 1,20 Euro. Dies betrifft jedoch nicht nur begehrte Flächen im Berliner Umland, sondern auch den ländlichen Raum. Hier stiegt der Preis von 92 Cent auf 1,06 Euro. Für Grünland waren kreisweit 74 Cent statt 66 Cent fällig.

Gesamtumsatz knackt 500-Millionen-Euro-Mark

Im vergangenen Jahr wurde im Havelland zudem ein Rekord gebrochen. Das erste Mal seit 1995 lag der Umsatz aller Grundstücksverkäufe mit rund 528 Millionen Euro über der 500-Millionen-Marke. „Den größten Anteil machten dabei, mit knapp 338 Millionen Euro, bebaute Grundstücke aus“, erklärte Axel Grzesik. Auch der Umsatz bei den unbebauten Grundstücken lag mit 103 Millionen Euro erstmals über der 100-Millionen-Marke.

Von Danilo Hafer

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