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Havelland: Senioren wollen mehr Einfluss

Kreisseniorenrat: Ziele für 2016 Havelland: Senioren wollen mehr Einfluss

Mehr Einfluss auf die Kommunalpolitik nehmen, eigene Büros in den Orten einrichten und einen höheren jährlichen Zuschuss vom Kreis erhalten – das sind einige der Ziele, die sich der Kreisseniorenrat Havelland für 2016 gestellt hat.

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Der Vorstand des Kreisseniorenrates: Heinz Golze, Manuela Wolke, Peter Schneider und Thea Hoedt (v.l.)

Quelle: Jens WEGENER

Schönwalde-Glien. Nur in Brieselang sitzen derzeit zwei Mitglieder des Kreisseniorenrates auch in der Gemeindevertretung, können dort mit ihrer Stimme Politik mitbestimmen. In Falkensee, Nauen und Ketzin/Havel, Schönwalde-Glien und Wustermark finden die Sorgen der Senioren wenigstens Gehör, in dem ein Vertreter des Seniorenrates Rederecht in Ausschüssen bekommt. Aber wenn es am Ende ums Verteilen der Gelder oder das Abstimmen über Vorhaben geht, sind die Senioren außen vor. „Wir müssen mehr Einfluss in den Kommunen nehmen, unsere Interessen stärker vertreten. Wir sind oft noch zu schüchtern, “, sagte der neue Vorsitzende des Kreisseniorenrates Heinz Golze aus Rathenow am Mittwoch während einer Zusammenkunft in Schönwalde-Glien. Das fange schon damit an, dass bis auf Ketzin, nicht ein Seniorenrat ein eigenes Büro hat, wo die Bürger hinkommen können.“

Zuvor hatten sich die Vorsitzenden des Schönwalder Seniorenrates Marianne Fiebig, Margot Kleinert aus Falkensee sowie Kurt Jakob aus Brieselang darüber gewundert, dass die Sprechstunden des Seniorenrates in ihren Orten so wenig angenommen werden. „Wir haben oft zwei Stunden rumgesessen und niemand ist gekommen“, so Kleinert. Deshalb habe man fest Sprechzeiten wieder abgeschafft. Trotzdem wäre ein Büro mit Telefonanschluss und Aktenschränken sinnvoll, waren sich alle Vertreter der einzelnen Seniorenräte einig. „Auch in der Kreisstadt Rathenow werden wir dafür kämpfen“, so Heinz Golze. Bisher sei sein Wohnzimmer das Seniorenbüro.

Zwei weitere große Schritte will der Kreisseniorenrat im kommenden Jahr gehen: „Es sollte endlich gelingen, unsere Strukturen im Westhavelland zu verbessern. Heißt, wir möchten Seniorenräte in Friesack, Rhinow und Nennhausen ins Leben rufen, weil besonders im ländlichen Bereich die älteren Menschen kaum Möglichkeiten haben, mal raus zu kommen“, so Golze.

Und weil nicht alle Vorhaben auf ehrenamtlicher Basis ablaufen können, weil man mal einen Blumenstrauß kaufen oder eine Feier organsieren will, werde der Kreisseniorenrat beim Landkreis einen Antrag auf Erhöhung des jährlichen Zuschusses stellen. „Seit 2011 erhalten wir unverändert 1200 Euro pro Jahr plus eine Extra-Zuwendung zum Kreisseniorensportfest. Es sollten aber wenigstens 2500 Euro sein“, sagte Schatzmeisterin Manuela Wolke.

Im Gespräch ist außerdem, den Sitz des Kreisseniorenrats in Nauen, im Familien- und Generationenzentrum (FGZ) in der Ketziner Straße, einzurichten.

Von Jens Wegener

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