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Havelland Service above self: Rotarier jetzt auch in Falkensee
Lokales Havelland Service above self: Rotarier jetzt auch in Falkensee
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18:36 09.03.2018
Ein Teil der Rotarier auf Falkensee bei einem Treffen in Edmonds Hexenhaus. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Rathenow/Falkensee

Service above self heißt – frei übersetzt – Dienst an der Gemeinschaft steht vor eigenen Interessen. Das ist das Motto der Rotary Clubs in aller Welt. Über 32 000 gibt es davon in fast allen Nationen. Seit dem Jahr 1905 eint die Rotarier der Gedanke der Dienstbereitschaft.

Das steckt hinter dem Beinamen

Wie gut sich das auf ein Gemeinwesen auswirken kann, das erleben von nun an auch die Menschen in Falkensee und Umgebung. Denn dort gibt es seit einigen Wochen den Rotary Club Falkensee-Havel/Spree. Der Beiname ergibt sich daraus, dass hier auch Mitglieder aus Berlin und Potsdam willkommen sind, die sich entweder der Stadt Falkensee verbunden fühlen oder nah an Falkensee wohnen.

Seit einigen Monaten im Thema

Gründungspräsident ist Matthias Kremer. Gemeinsam mit seinem guten Freund Detlef Schlotzhauer hat er sich vor einigen Monaten zusammengetan, um die rotarische Welt genauer zu erkunden. „Wir wollen etwas für die Gemeinschaft bewegen, der Gedanke der Dienstbereitschaft hat uns fasziniert“, sagt Matthias Kremer, der im Landkreis Havelland der Marktdirektor der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ist.

Die engere Clubführung von links: Alexander Tiede, Detlef Schlotzhauer, Matthias Kremer und Stephan Rißmann. Quelle: Tanja M. Marotzke

Offene Ohren fanden Kremer und Schlotzhauer in Rathenow. Dort gibt es bereits seit dem Jahr 1996 den Rotary Club Havelland. Es folgten im vergangenen Herbst erste Gespräche und schnell fanden sich die Rathenower Rotarier bereit, dem neuen Club in Falkensee als Taufpate beizustehen.

Interessenten kamen sehr schnell

Weitere Interessenten fanden sich in Falkensee und Umgebung sehr schnell. Inzwischen sind es über 20 begeisterte Anhänger der rotarischen Idee, die sich zweimal im Monat, abwechselnd in Falkensee (Edmonds Hexenhaus) und Potsdam (Trattoria Toscana) treffen. Ein Arbeitsprogramm haben die Rotarier auch schon, obwohl sie zurzeit noch in der Gründungsphase sind. Offiziell anerkannt bei Rotary International ist ein Club, wenn er die so genannte Charterurkunde erhält. Das wird spätestens im Sommer so weit sein. Der Charterantrag ist schon auf dem Weg.

Jugendarbeit ist ein Schwerpunkt

Das Arbeitsprogramm also, soll die Jugendarbeit als Schwerpunkt haben. „Da waren wir uns alle einige“, sagt Detlef Schlotzhauer. Die Jugend sei die Zukunft, pflichtet Matthias Kremer bei – daher plane der Club zunächst Projekte, bei denen es um Berufswahl, Bildung und Jugendperspektiven gehe. Das interessiert auch den Governor des Distriktes 1940. Helmut Rohde, besonders. Die Rotary Clubs sind in Distrikte eingeteilt, Falkensee und Rathenow gehören zu dem Distrikt, der die Länder Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und kleine Teile von Schleswig-Holstein umfasst.

Freude im Distrikt

Die Jugendarbeit sei ein wichtiger Standpfeiler von Rotary, sagte Rohde bei der Gründungsversammlung des neuen Clubs, zu der er auch gleich seinen Nachfolger für das kommende rotarische Jahr mitgebracht hatte. In den hohen Führungspositionen wechseln die Amtsinhaber bei Rotary jedes Jahr.

Jugendarbeit passt auch deshalb zum RC Falkensee-Havel/Spree, weil es ein junger Club ist. „Das ist genau die richtige Antwort auf den Vorwurf, Rotary sei eine Altherrengemeinschaft“, so Governor Rohde. Der RC Falkensee sei jung, er sei auch weiblich und er habe gute Ideen.

Der Fahrplan für die kommenden Monate

In den kommenden Monaten wollen sich die Rotarier aus Falkensee/Havel-Spree in der Region bekannt machen. Anderen Serviceclubs, zum Beispiel den Lions, wollen sie keine Konkurrenz machen. „Wir wollen uns mit allen gut vertragen“, sagt Kremer.

Weshalb die Mitglieder des neuen Clubs auch so begeistert sind von der rotarischen Idee: der Freundschaftsgedanke steht neben der Dienstbereitschaft im Vordergrund. Das bedeutet nicht, dass alle Rotarier sofort enge Freunde sind – aber sie respektieren sich und sind bereit, auf ihr Gegenüber einzugehen.

Service above self heißt es also ab sofort auch im Osthavelland und die Rotarier aus dem Westhavelland freuen sich bereits über die gelungene Clubgründung. „Nur gemeinsam sind wir stark“, sagt die Präsidentin des RC Havelland (Rathenow), Antje Resch. Sie erhofft sich von dem neuen Club auch Initialzündungen für die westhavelländischen Rotarier.

Von Joachim Wilisch

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