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Havelland Havelland: Umzug mit Konsequenzen
Lokales Havelland Havelland: Umzug mit Konsequenzen
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19:35 31.05.2016
Grundschüler werden mit dem Umzug in eine andere Gemeinde aus ihrem Klassenverband gerissen. Quelle: dpa
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Havelland

Obwohl der Flüchtlingsstrom in den vergangenen Monaten erheblich abgenommen hat, geht die Diskussion über Unterbringung und Koordinierung in Sachen Schulbildung der derzeit im Landkreis Havelland untergebrachten 1200 Asylbewerber weiter.

150 Zugänge

Lediglich 150 Zugänge hätte es in diesem Jahr bislang gegeben, die letzten im März. Darüber informierte jetzt Sozialdezernent Wolfgang Gall (CDU). Grund genug für den Landkreis, seine insgesamt sieben Notunterkünfte, davon drei Traglufthallen, freizuziehen oder erst gar nicht in Betrieb zu nehmen. „Es ist natürlich eine Kostenfrage. Wir haben ausreichend Plätze in den festen Gemeinschaftsunterkünften“, so Gall. 650 000 Euro kostet die Unterhaltung der Notunterkünfte monatlich. „Die Brieselanger Traglufthalle und das ehemalige Agon-Möbelhaus in Falkensee sind bereits freigezogen. Die Menschen sind in der Gemeinschaftsunterkunft An der Lake untergekommen“, informierte Sozialamtsleiterin Elke Franke am Montag. Die verbleibenden Notunterkünfte in Rathenow, Elstal und Brieselang sollen bis Ende Juni freigezogen und die Mietverträge schnellstmöglich gekündigt werden. Eine künftige Umnutzung der Traglufthallen in Falkensee, Nauen und Brieselang, die der Landkreis für ein Jahr gemietet hat, sei nicht möglich. Das würde aufgrund der bestehenden Bauordnung nicht funktionieren, so Gall, der einen vorzeitigen Abbau jedoch nicht in Betracht zieht. „Niemand kann voraussehen, wie viele Menschen noch kommen werden. Wir möchten vorbereitet sein“, sagte Gall. Um Kosten zu sparen und vertragliche Abkommen einzuhalten, habe man jedoch die Betreiber der Notunterkünfte als Betreiber der festen Einrichtungen eingesetzt und die Bewachung der Objekte auf das Nötigste beschränkt.

Umzug mit Konsequenzen

Dass die Umverteilung der geflüchteten Menschen Konsequenzen hat, weiß Elke Franke: „Vor allem für die ganz Kleinen, die in ihrem bisherigen Wohnort zur Schule gehen, ist der Umzug problematisch. Aber auch für ihre Eltern, die Anwohner und Willkommensinitiativen.“ Sie hätten Kontakte geknüpft und Netzwerke gebildet, aus denen sie jetzt wieder herausgelöst würden. „Zwar bleiben die Grundschüler bis zum Ende des Schuljahres in ihren Klassen, Schultransporte und Fahrtrainigs müssen jedoch organisiert werden“, so Franke. Wie es dann weitergeht, sei unklar. „Wir haben keinen Spielraum, da alle Schulen im Landkreis voll belegt sind.“ Um in Zukunft Bildungsangebote besser koordinieren zu können, hat der Landkreis die Förderung einer Stelle beim Ministerium für Bildung und Forschung beantragt. 110 000 Euro für eine Vollzeitstelle über zwei Jahre bezahlt der Bund, lediglich für Fahrtkosten muss der Landkreis aufkommen. „Wir haben den 23 Seiten langen Antrag am Freitag abgeschickt und Haushaltsmittel für 2017 eingeplant. Die Stelle soll am 1. September besetzt werden– jetzt muss nur noch eine geeignete Person gefunden werden“, so Kreisschulamtsleiter Frank Neitzel.

Elektronische Krankenkassenkarte

Die Einführung einer elektronischen Krankenkassenkarte für geflüchtete Menschen war bis Montag nicht geklärt. „Der fehlende Handlungsspielraum im Falle eines Kartenmissbrauchs und die Zusammenarbeit mit einer uns noch unbekannten Krankenkasse müssen noch im Detail besprochen werden“, sagte Gall.

Von Laura Sander

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