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Havelland Havelland: Panzerschäden noch nicht repariert
Lokales Havelland Havelland: Panzerschäden noch nicht repariert
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07:57 09.02.2016
Karsten Ziehm am Ortsausgang Rhinow vor den Trümmern einer Verkehrsinsel nach Durchfahrt eines Teils der Kolonne. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Spur der Verwüstung, die Bundeswehrpanzer nach einem Manöver am 5. Juni im Westhavelland hinterlassen haben, ist immer noch sichtbar. Zwar wurden die abgeplatzten Stücke von Bord- und Pflastersteinen gleich nach dem Manöver weggeräumt. Aber eine Reparatur der zerfahrenen Streckenabschnitte ist noch nicht erfolgt. Karsten Ziehm, Leiter der Rathenower Straßenmeisterei, weiß selber nicht, wann die Schäden behoben werden. „Wir sind gleich nach dem Manöver rausgefahren, haben die Schäden dokumentiert und an die zuständige Stelle im Landesbetrieb Straßenwesen weitergeleitet“, sagt Ziehm. Nun warte man, dass die Reparatur-Aufträge abgearbeitet werden.

Die Bundeswehr hat durch Manöver in Brandenburg im vergangenen Jahr einen Schaden von mindestens 540.000 Euro angerichtet. Wahrscheinlich dürfte die Summe aber noch steigen. Das hat jetzt die Anfrage einer Linken-Politikerin im Brandenburger Landtag ans Licht gebracht.

Schäden haben ein Ausmaß von 450.000 Euro

Dass dies nicht sofort passiert, hat mit dem schieren Ausmaß der Verwüstung zu tun. Allein im Bereich der Straßenmeisterei Rathenow sind nach Auskunft Ziehms Schäden in Höhe von 450.000 Euro entstanden. Thomas Heyne, Vorstand im Landesbetrieb Straßenwesen und zuständig für den Bereich Betrieb und Verkehr, erläutert, dass man Reparaturen dieser Größenordnung nicht einfach mal schnell nebenbei erledige. Erst mal sei es darum gegangen, die Schäden genau zu ermitteln und zu dokumentieren und dabei auch die betroffenen Kommunen ins Boot zu holen. Derzeit werde die Ausschreibung der Reparaturarbeiten vorbereitet. Die Ausführung sei für das zweite oder dritte Quartal vorgesehen.

Die Panzer bei ihrer zerstörerischen Kolonnenfahrt am 5. Juni. Quelle: Markus Kniebeler

Bundeswehr ist in der Vergangenheit immer für Schäden aufgekommen

Die nach der zerstörerischen Panzerfahrt verschiedentlich geäußerte Vermutung, die Bundeswehr sperre sich, die Schäden zu regulieren, entbehrt laut Heyne jeglicher Grundlage. „Wenn wir die Aufträge abgearbeitet haben, werden wir sie der Bundeswehr in Rechnung stellen.“ Und die Bundeswehr werde die Reparaturen bezahlen, da habe es in der Vergangenheit keine Probleme gegeben. Tatsächlich werden große Manöver wie das vom vergangenen Sommer von einem so genannten Schadensoffizier begleitet, der Zerstörungen gleich dokumentiert, sodass beim Eintreffen der Schadensmeldungen aus den Straßenmeistereien die Daten abgeglichen werden können.

Spur der Verwüstung

180 Fahrzeuge nahmen an dem Manöver der Bundeswehr teil, das am 5. Juni des vergangenen Jahres stattfand. Bei einem Großteil der Kolonnenfahrzeuge handelte es sich um Schützenpanzer, die mit ihren schweren Ketten erhebliche Schäden an Straßen und Nebenanlagen verursachten.

Die Spur der Zerstörung zog sich von der Autobahnabfahrt Spandau über die B 5 bis nach Friesack und von dort über Kleßen, Stölln (L 17) und Rhinow bis hinter Hohennauen. (B 102)

Vor allem Verkehrsinseln mit ihren verengten Fahrbahnen wurden beschädigt. Zertrümmerte Bordsteine und herausgerissene Pflastersteine säumten den Weg der Kolonne. Selbst auf gerader Strecke rissen die Kettenfahrzeuge Asphaltteile aus der Oberfläche.

Das Verständnis für das Bundeswehr-Manöver hält sich in Grenzen

Auch wenn dieses Prozedere der Schadensregulierung funktioniert – Verständnis hat Karsten Ziehm für derartige Manöver und deren Folgen deshalb noch lange nicht. Viele der beschädigten Verkehrsinseln zwischen Friesack und Hohennauen seien in hervorragendem Zustand gewesen, die Anlage am nördlichen Ortseingang von Rhinow beispielsweise sei erst ein halbes Jahr vor dem Manöver gebaut worden, sagt Ziehm. Dass eine Zerstörung seitens der Bundeswehr wissentlich in Kauf genommen werden, könne er nicht nachvollziehen. Und vielen Bürgern, die ihn auf das Geschehen angesprochen hätten, gehe es ähnlich.

Im Vorfeld des Manövers hatte die Straßenmeisterei die Verantwortlichen der Bundeswehr bei einer Ortsbegehung auf die Engstellen der Manöverstrecke aufmerksam gemacht und gefragt, ob keine alternative Route für die Panzerkolonne gefunden werden könne. Mit dieser Bitte stieß man bekanntlich auf taube Ohren.

Von Markus Kniebeler

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