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Havelland beklagt 3 Verkehrstote in kurzer Zeit

Drei schwere Unfälle Havelland beklagt 3 Verkehrstote in kurzer Zeit

Fast jeden Tag eine Horrormeldung aus dem Havelland: Innerhalb weniger Tage sind in dem Landkreis drei Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen. Eine der Unfallstellen ist seit langem als gefährlich bekannt. Ein Bürgermeister fordert nun Konsequenzen.

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Der Unfall auf der B5 bei Retzow.

Quelle: Julian Stähle

Havelland. Ein 53 Jahre alter Cabrio-Fahrer, ein 68-Jähriger und ein 79 Jahre alter Traktorfahrer: Drei Männer haben bei Verkehrsunfällen im Havelland in den vergangenen Tagen ihr Leben verloren.

Der letzte der Unfälle ereignete sich erst am Dienstagmorgen auf der Potsdamer Straße zwischen Dallgow-Döberitz und Falkensee. Am Sonnabend kam der Traktorfahrer in Kleßen ums Leben, und am Montag verunglückte ein Autofahrer auf der B5 bei Retzow tödlich.

Der Mann hatte im Trockenwerk Futter für seine Tiere geholt und wollte anschließend über die B 5 zurück nach Retzow. Dabei übersah er offenbar ein herannahendes Auto, das aus Richtung Friesack kam. Die anschließende Kollision überlebte er nicht.

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Bei einem schweren Verkehrsunfall am Montagnachmittag auf der B5 bei Retzow (Havelland) ist ein 68-jähriger Autofahrer getötet worden. Während für den Mann jede Hilfe zu spät kam, konnte sein vierbeiniger Insasse gerettet werden. Die B5 war lange Zeit gesperrt, es gab kilometerlange Staus.

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Schon viel passiert an dieser Stelle

„Das ist für uns ein großer Schock“, sagt Retzows Bürgermeister Heinrich Stumpp, der das Opfer gut kannte. Wie er sagt, war es nicht der erste Unfall an der Stelle, „da sind schon etliche passiert“. Bis heute versteht er nicht, warum die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h aufgehoben worden ist.

Gemeinde will das Tempolimit zurück

„Jetzt muss etwas getan werden“, sagt der Bürgermeister, zumal auch viele Lkws, darunter Mautpreller, die Landesstraße durch Retzow nutzen und somit auch den Abzweig passieren. Die Gemeinde will sich jetzt für einen Antrag auf Tempolimit an die Straßenverkehrsbehörde einsetzen.

Schlimme persönliche Erinnerungen

Stumpp verbinden mit dem Abzweig zudem auch schlimme persönliche Erinnerungen. Denn seine Tochter hatte dort vor einigen Jahren einen schweren Unfall. „Danach kam dann die Linksabbiegespur, da ging es ruckzuck“, sagt er. Er versteht auch nicht, warum an den Abzweigen Senzke und Haage ebenfalls das Tempolimit von 60 aufgehoben wurde.

Viele Verkehrstote in Brandenburg

Mit den Unfällen im Havelland setzt sich die traurige Bilanz tödlicher Verkehrsunfälle im Land Brandenburg fort. Im Vorjahr starben auf den Straßen des Landes 179 Menschen – so viele wie in keinem anderen Bundesland, gemessen an der Einwohnerzahl.

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Von Andreas Kaatz

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