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Havelland startet in die 22. Seniorenwoche

Auftaktveranstaltung Havelland startet in die 22. Seniorenwoche

Das Thema Wohnen stand bei der Eröffnungsveranstaltung der 22. Brandenburgischen Seniorenwoche im Vordergrund: Landrat Burkhard Schröder verwies darauf, dass Bedingungen geschaffen werden müssen, die jeden Menschen mitnehmen müssen. Brandenburg soll lebenswert sein – und Senioren Geborgenheit und Sicherheit geben.

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Die Senioren hatten gestern viel Spaß auf der Sonnenterrasse im Katharinenhof im Falkenseer Ortsteil Falkenhöh:_ Bernhard Theil , Ursula Jagusch, Ingeborg Kargiel, Sonja Timm und Rudolf Pupke.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Für ein lebenswertes Brandenburg mit viel Geborgenheit und Sicherheit für Senioren – darum drehte sich die Eröffnungsveranstaltung der 22. Brandenburgischen Seniorenwoche im Havelland in der Wohn- und Pflegeanlage Katharinenhof in Falkenhöh.

Das Thema Wohnen stand dabei im Vordergrund: Landrat Burkhard Schröder verwies darauf, dass Bedingungen geschaffen werden müssen, die jeden älteren Menschen mitnehmen. „Wir sollten uns dieses Anspruches bewusst sein, auch auf staatlicher Ebene“, sagte er. Der Landkreis wolle verschiedene Zeichen dahingehend setzen, so beispielsweise mit dem Projekt „Barrierefreies Wohnen“ in der Rheinstraße in Falkensee, wo 22 senioren- und behindertengerechte Wohnungen entstehen sollen. Die Frage nach dem Bauherren ist noch nicht geklärt, auch private Personen und die kommunale Wohnungsverwaltungsgesellschaft können sich bewerben. Der Landkreis wolle sich vor allem um ein seniorengerechtes Wohnungsbauprogramm kümmern, das auch Bushaltestellen und die sogenannte „kleinteilige Mobilität“ wie Halte- und Ruhepunkte beinhalte. Zudem appellierte Landrat Schröder darauf, dass junge und alte Menschen in Berlin und Brandenburg zusammenarbeiten und mehr praktische Ansätze finden, auch in Bezug auf Gesundheitspolitik und stationäre Krankenhausversorgung. „Wir dürfen nicht mutlos sein aufgrund des demografischen Wandels“, erklärte er und fügte hinzu: „Niemand hat Patentrezepte, aber es gibt viele Modellprojekte“.

Auch Falkensees Bürgermeister Heiko Müller plädiert für ein Bundesprogramm mit sozialverträglichen und barrierefreien Wohnungen. In Falkensee gebe es beispielsweise viele Einfamilienhäuser, die aber auch seniorengerecht umgestaltet werden können. Für ihn steht fest, dass auch die Frage nach der zukünftigen ambulanten Betreuung geklärt werden muss, doch diese abzusichern sei eine Herausforderung der Zukunft. Denn der Fachkräftemangel schreitet unaufhaltsam voran. Waren es 2007 noch 7000 Senioren in Falkensee, sind es 2015 bereits 8500. Diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2030 fast verdoppeln. Bei dieser Entwicklung sei es auch angebracht, die Freizeit- und Kulturangebote für diese Altersgruppe zu verdoppeln, denn Senioren haben ein „Interesse am Mitgestalten“, sagte Müller. „Die Lebensqualität der Senioren muss uns einiges wert sein.“ Ein ernstes Stichwort der Veranstaltung war das Thema Vereinsamung, doch dagegen werde bereits mit einem Fahrservice und dem ehrenamtlichen Besuchsdienst angekämpft, fügte er hinzu. Auch Projekte wie das Familiencafé Falkensee sollen dazu beitragen, dass sich Senioren treffen und zusammen reden, spielen oder musizieren können, so Müller.

Das Beratungs- und Begegnungszentrum möchte ältere Menschen mit Gruppenaktivitäten wie Gymnastik, Ausflügen und Feiern auffangen. „Wir bieten ein Rundum-Sorglospaket an für Geist, Körper und Seele der älteren Menschen“, sagte die Leiterin des Zentrums Ingrid Oelschlegel. Bei den Begegnungsstätten der Volkssolidarität in Nauen, Falkensee und Brieselang stehen Nachbarschaftsshilfe und kulturelle Veranstaltungen mit Kreativzirkel und Vortragsreihen an erster Stelle, so Geschäftsführerin Gisela Herbert. Auch die Pfarrerin Gisela Dittmar fand klare Worte: „Miteinander denken schafft Geborgenheit.“ Denn die Kirchengemeinde ist für viele Senioren ein Anker, um Themen zu besprechen und eine Art offene Nachbarschaft zu pflegen. „Es geht um die Beteiligung älterer Menschen am täglichen Leben“, sagte der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates Ingo Tielker. „Sie sollen sich sicher und geborgen fühlen und hier gerne leben wollen.“ Dies gelte auch für Menschen, die im Land Zuflucht suchen, fügte er hinzu. In jedem Fall sei Toleranz gefragt.

Von Melanie Höhn

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