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Havelland weiter für Reisende attraktiv

Besuch auf der ITB Havelland weiter für Reisende attraktiv

Es bleibt dabei: Auch nach Ende der Bundesgartenschau bleibt das Havelland für Reisende attraktiv. Das zeigte eine Rundfrage am Mittwoch auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Im Trend liegen weiterhin der Rad- und Wassertourismus.

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Susanne Wunderlich (links) am Stand der Heinz-Sielmann-Stiftung in der Brandenburg-Halle.

Quelle: Philip Häfner

Berlin/Havelland.
Elstal liegt neuerdings in Italien. Dort präsentiert sich zumindest das örtliche Outletcenter auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin – zwischen Sardinien und den Dolomiten. Der Eigentümer des Centers, die britische McArthur-Glen-Gruppe, hat dort einen großen Gemeinschaftsstand für alle ihre 22 Standorte in Europa. In den Vorjahren war das Elstaler Center noch in den Berlin-Brandenburg-Halle mit einem kleinen Stand vertreten gewesen, andere Outlets der Gruppe präsentierten sich ebenfalls in ihren jeweiligen Ländern. „In diesem Jahr haben wir uns für einen gemeinsamen Auftritt entschieden, auch um zu zeigen, wie groß wir sind“, sagt Anthony Rippingale, Tourismusbeauftragter von McArthur Glen. „Auf diese Weise erzielen wir eine noch größere Wirkung.“

Dahinter steckt auch eine Neuorientierung des Unternehmens. Früher zählten vor allem die lokalen Märkte - im Falle von Elstal also insbesondere Berlin und Brandenburg, doch mittlerweile spricht man verstärkt internationale Gäste an. Russen, Chinesen und Araber sind die neue Zielgruppe. „Aber natürlich fliegt niemand um die halbe Welt, bloß um einkaufen zu gehen“, sagt Rippingale. Man arbeite daher eng mit Reiseveranstaltern und lokalen Tourismusverbänden zusammen, um gemeinsam attraktive Reiseangebote zu schnüren. Auch mit dem Tourismusverband Havelland gebe es eine gute Kooperation.

Die anderen Aussteller aus der Region zeigen sich auf der weltgrößten Reisemesse ganz traditionell in der Brandenburg-Halle 12. Erstmals vertreten in den Messehallen am Funkturm ist in diesem Jahr die Heinz-Sielmann-Stiftung, unter anderem Eigentümer der Sielmann Naturlandschaft Döberitzer Heide. „Der Name Sielmann zieht. Die Leute wollen wissen, was das mit Brandenburg zu tun hat - und wir erklären es ihnen“, sagt Susanne Wunderlich. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kristin Sendler verteilt sie Prospekte und kleine Präsente ans Publikum: DVDs, ein Vogelbestimmungsbuch oder eine Tüte mit Apfelsamen für den Wildapfelbaum im heimischen Garten. Gerne hätten sie auch mit dem Modell eines Wisents geworben, als Hingucker für die Besucher, doch das wurde von der Messeleitung untersagt. Leicht entflammbare Materialien dürften nicht ausgestellt werden.

„Früher war das Ziel der Stiftung vor allem der Naturerhalt, jetzt ist es zunehmend auch das Naturerlebnis“, sagt Sendler und verweist auf anstehende Projekte in der Döberitzer Heide wie neue Wanderwege und Aussichtstürme und einen Baumwipfelpfad. Diese Attraktionen will die Stiftung auch im kommenden Jahr wieder auf der ITB präsentieren. „2017 ist nämlich der 100. Geburtstag von Heinz Sielmann“, erinnert Sendler. „Da wird sicher einiges passieren!“

Am Stand des Tourismusverbands Havelland decken sich Hans und Sandra Hauser aus Königs Wusterhausen mit Infomaterial ein. Sie haben die Region schon seit längerem im Visier, doch während der Bundesgartenschau im vergangenen Jahr herrschte ihnen zu viel Trubel. „Wir kommen lieber in diesem Jahr und genießen ganz in Ruhe“, sagen sie. Eine Aussage ganz nach dem Geschmack von Ines Kias, der Geschäftsführerin des Tourismusverbands. Ihre Aufgabe und die ihrer Kollegen ist es das Havelland auch im Jahr eins nach der Buga als attraktive Region zu verkaufen, in die sich auch jetzt noch eine Reise lohnt. „Unsere Trümpfe sind nach wie vor das Radfahren und der Wassertourismus“, sagt sie.

Noch bis Freitag ist die ITB nur für Fachbesucher geöffnet, am Wochenende kann dann jeder die Messe besuchen. „Diese Endverbrauchertage sind für uns am wichtigsten“, berichtet Ines Kias. Anders als auf der Grünen Woche, wo die Gäste aus ganz Deutschland anreisen, kommen zur Tourismus-Börse vor allem Berliner und Brandenburger, um sich über potentielle Reiseziele zu informieren. Früher hatte der Tourismusverband dazu „eine ganze Litanei“ an Broschüren mitgebracht, so Kias, doch mittlerweile habe sich vieles ins Internet verlagert. „Und das wird sicher noch zunehmen“, sagt sie. Auf eine Teilnahme an der ITB will der Tourismusverband aber laut Ines Kias so bald nicht verzichten: „Wir haben in diesen Tagen auch immer viele Gespräche mit Reiseveranstaltern und potenziellen Investoren.“

Von Philip Häfner

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