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Havelland Havelland will schnelleres Internet
Lokales Havelland Havelland will schnelleres Internet
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06:15 27.05.2016
Zurzeit ist das Internet an vielen Orten im Havelland noch sehr langsam. Webseiten bauen sich im Schneckentempo auf. Doch damit soll bald Schluss sein. Quelle: dpa
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Havelland

Der Landkreis bemüht sich um schnelleres Internet im Havelland. Am kommenden Montag erhält der amtierende Landrat Roger Lewandowski (CDU) in Berlin aus den Händen von Alexander Dobrindt (CSU), dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, einen Fördermittelbescheid über 50 000 Euro.

Mit dem Geld soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, inwieweit ein Ausbau der Breitbandversorgung in der Region möglich ist. Eine entsprechende Ausschreibung ist laut Wirtschaftsdezernent Andreas Ernst bereits in Arbeit.

Im Zuge der 2015 verabschiedeten Breitband-Richtlinie investiert die Bundesregierung derzeit rund drei Milliarden Euro in den Ausbau der Netze, insbesondere in bislang unversorgten Gebieten, in denen ein privatwirtschaftlicher Ausbau besonders unwirtschaftlich ist und sonst noch Jahre auf sich warten ließe. Dazu zählen insbesondere großflächige Gebiete mit geringer Einwohnerzahl.

Von diesen Geldern will auch der Landkreis Havelland profitieren. „Der weitere Ausbau des Breitbandnetzes gehört zu den großen Herausforderungen der Kreisentwicklung“, sagte Andreas Guttschau, der Amtsleiter für Kreisentwicklung und Wirtschaft. Ziel sei flächendeckend eine zuverlässige Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s im Download.

„Eine gute Breitbandversorgung ha sich zu einer wesentlichen Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Kommunikation auch in den ländlichen Regionen entwickelt. Sie steigert die Lebensqualität unserer Bürger, und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen und ansiedelnden Unternehmen und somit die Attraktivität des Landkreises Havelland“, so Guttschau am Mittwochabend beim Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Kultur, Sport und Tourismus. „Die wirtschaftliche Bedeutung von leistungsstarken Kommunikationsnetzen ist mittlerweile mit der Wasser-, Strom- und Gasversorgung gleichzusetzen.“ Ausschussmitglied Rocco Buchta (SPD) ging sogar noch weiter: „Die Zukunft der Dörfer hängt von schnellem Internet ab“, sagte er.

Bislang gibt es allerdings noch viele weiße Flecken. Wenn der Tourismusverband Havelland mit Sitz in Ribbeck ein Update heruntergeladen will, dauert das derzeit noch eine halbe Ewigkeit.

Wenn die Machbarkeitsstudie erstellt ist, entscheidet das Bundesministerium über eine mögliche Förderung. Bis zu zehn Millionen Euro seien möglich, sagte Andres Guttschau, und bei Kreisen dieser Größenordnung auch durchaus realistisch. Der Landkreis müsste in diesem Fall einen Eigenanteil von einer Million Euro übernehmen. Mitte 2017 soll feststehen, ob das Havelland zu den Nutznießern der Breitband-Richtlinie gehört.

Von Philip Häfner

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