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Havelport will erweitern

Hafen in Wustermark wächst Havelport will erweitern

Havelport will seine Kapazitäten in Wustermark noch einmal vergrößern. Weitere 11 000 Quadratmeter werden speziell für die Holzhackschnitzel-Logistik erschlossen. Sie sollen die schon jetzt gute Bilanz weiter aufbessern: In diesem Jahr wurden bereits über 40 000 Tonnen an Fracht über die Kai-Kante und 120 000 Tonnen straßenseitig umgeschlagen.

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Das Geschäft brummt im Hafen Wustermark.

Quelle: Archiv

Wustermark. Havelport will seine Kapazitäten in Wustermark noch einmal vergrößern. Weitere 11 000 Quadratmeter werden speziell für die Holzhackschnitzel-Logistik erschlossen – die Arbeiten dazu haben bereits begonnen. „Für die Schaffung der zusätzlichen Fläche ist bereits der Oberboden abgeschoben worden. Bis zum Frühjahr 2016 können wir das Areal in Betrieb nehmen. Durch die freiwerdende Schwerlastfläche, die bislang für die Holzhackschnitzel genutzt wurde, gewinnen wir nun auch mehr Kapazitäten für Schwergut und Projektladung“, sagt Klaus Pietack, Geschäftsführer der HavelPort Berlin GmbH.

Im Havelport wird die gesamte Bandbreite von Gütern umgeschlagen. Neben Großaufträgen zur Zwischenlagerung, zur Verladung und dem Transport von Holzhackschnitzeln für Berliner Kraftwerke, die gerade jetzt in der kalten Jahreszeit Konjunktur haben, wurden in diesem Jahr auch Komponenten für insgesamt 18 Windkraftanlagen umgeschlagen. Von Schleswig-Holstein aus erreichten sie den Wustermarker Hafen per Binnenschiff und wurden dann mit dem Schwerlast-Lkw zu den Baustellen südlich von Berlin transportiert. Insgesamt haben 2015 rund 7500 Lastwagen und 108 Binnenschiffe den Havelport angefahren oder verlassen, über 40 000 Tonnen an Fracht wurden über die Kai-Kante und 120 000 Tonnen straßenseitig umgeschlagen. Damit konnte der Binnenhafen sein Ergebnis noch einmal deutlich steigern.

Ein besonderer Höhepunkt im Schwerlastbereich war Ende August der Transport der „Aldebaran“ gewesen. Das 14 Tonnen schwere und 15 Meter lange Forschungsschiff wurde in Wustermark aus dem Wasser gehoben und von dort mit dem Schwerlast-Lkw zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nach Berlin gebracht. Dort konnte es im Rahmen des Tages der offenen Tür der Bundesregierung besichtigt werden. „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2015 zurück“, sagt Jonathan Schünke, Prokurist der HavelPort Berlin GmbH. Dennoch gebe es Handlungsbedarf: „Um unser wasserseitiges Volumen künftig deutlich erhöhen zu können, ist der avisierte Ausbau des Havelkanals im Rahmen des Infrastrukturvorhabens ‚Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 17‘ dringend notwendig“, so Schünke. Nur so könne die Binnenschifffahrt am Standort Wustermark im Wettbewerb mit dem Lkw langfristig bestehen.

Auch Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) freut sich über die positive Entwicklung bei Havelport. „Es zeigt sich immer deutlicher, dass es 2013 die richtige und eine der wichtigsten Entscheidungen der letzten Jahre insgesamt war, den Betrieb des Binnenhafens an die Firma Havelport und damit die Kompetenz der Buss Group und Colossus Logistics zu vergeben. Das macht mich auch schon etwas stolz, da ich mich als Bürgermeister seinerzeit in erheblichem Maße für diesen Wechsel eingesetzt habe und wir als Gemeinde nun statt ehemals negativem öffentlichem Image mit unserem Hafen überregional positiv punkten.“ Schreiber ist sich daher sicher: „ Wir werden mit Havelport noch gute weitere Projekte am Standort entwickeln.“

Von Philip Häfner

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