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Haveltorkino erneut mit 7500 Euro belohnt

Rathenow Haveltorkino erneut mit 7500 Euro belohnt

Zum dritten Mal in Folge wurde das Rathenower Filmhaus mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet. Die Premiere von 7500 Euro sind für Haveltor-Geschäftsführerin Bestätigung und Anerkennung zugleich. Sie plant bereits das nächste Highlight für die Rathenower.

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Martin Gorholt (l.) und Christl Schneewind (2 v.l.) mit Mitarbeitern des Haveltokinos nach der Preisverleihung

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Zum dritten Mal in Folge wurden Christl Schneewind, Geschäftsführerin des Haveltorkinos in Rathenow und ihr Team mit dem Kinoprogrammpreis geehrt. Am Dienstagabend nahm die gebürtige Fränkin, die seit knapp zwei Jahren in Rathenow lebt, im City Kino in Berlin Wedding eine Urkunde und dazu einen Scheck in Höhe von 7500 Euro entgegen. „Das Kino macht mit vielen Kooperationen und Themen ein wirklich frisches buntes engagiertes Programm für alle“, hieß es in der Begründung der Jury.

Bereits zum 19. Mal hatte das Medienboard Berlin Brandenburg Arthouse-Kinos mit dem Kinoprogrammpreis geehrt. Insgesamt 432 500 Euro reichten Medienboard Geschäftsführerin Kirsten Niehuus und Christian Berg, Kinobeauftragter des Medienboards, an 48 Filmtheater - 32 in Berlin und 16 in Brandenburg - aus. Gewürdigt werden dabei in erster Linie vielfältiges Engagement und innovative Programmgestaltung.

Jetzt holt Schneewind „Pulse of Europe“ ins Rathenower Kino

Seit 2015 ist auch das Haveltorkino regelmäßig unter den Gewinnern. 2015 wurde das hiesige Kino mit 5000 Euro belohnt, 2016 gab es – genau wie in diesem Jahr – 7500 Euro. Obwohl es kein sogenanntes Arthouse-Kino ist - Häuser die vorwiegend Filme außerhalb des Mainstreams zeigen – bemüht sich Christl Schneewind, dem Rathenower Publikum weit mehr als nur Blockbuster zu bieten. Dazu gehören verschiedene Veranstaltungen wie der Auftakt der 800-Jahr-Feier der Stadt. Mit der Reihe „Film der Woche“ haben Arthouse-Filme einen festen Platz im Programm.

Zur Preisverleihung kam auch Martin Gorholt (SPD) als politischer Vertreter des Landes Brandenburg. Er hob in seiner Ansprache die Bedeutung von Filmhäusern im ländlichen Bereich hervor. „Die Kinobetreiber geben sich Mühe auch in Brandenburg, kulturelle Grundversorgung und Vielfalt anzubieten und zugleich die Interessen von Minderheiten zu bedienen“, so Gorholt.

Für Christl Schneewind ist der Preis Bestätigung und Ansporn zugleich. Sie will ihre Arbeit in jedem Fall fortsetzen und plant längst die nächsten Veranstaltungen. Unter anderem hat sie die Bewegung „Pulse of Europe“ in ihr Haus geholt und zeigt am 2. Juli um 10 Uhr den Film „Suite Française“.

Im Anschluss ist eine Diskussionsrunde zum Thema Europa geplant. Genau so stellt sich Kirsten Niehuus gutes Kino vor. „Das Gemeinschaftserlebnis und das Gespräch danach kann kein noch so großer Flatscreen im Wohnzimmer ersetzen“, betonte die Medienboard-Geschäftsführerin in ihrer Ansprache am Dienstag.

Christian Berg (l) und Kirsten Niehuus (r) gratulieren Christl Schneewind zum Kinoprogrammpreis

Christian Berg (l.) und Kirsten Niehuus (r.) gratulieren Christl Schneewind zum Kinoprogrammpreis.

Quelle: Christin Schmidt

Von Christin Schmidt

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