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Heiko Müller bleibt Falkensees Bürgermeister

411 Stimmen mehr Heiko Müller bleibt Falkensees Bürgermeister

In Falkensee ist am Sonntag ein langer und kräftezehrender Wahlkampf zu Ende gegangen. Amtsinhaber Heiko Müller (SPD) hat sich am Ende in einem wahren Wahlkrimi knapp gegen CDU-Herausforderin Barbara Richstein durchgesetzt. Ein paar hundert Stimmen haben in der Stichwahl den Ausschlag gegeben.

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Händedruck für den Gewinner: Barbara Richstein gratuliert Heiko Müller.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Dieser Montag wird ein ziemlich normaler Arbeitstag für Heiko Müller. Der Bürgermeister geht ins Rathaus, sichtet Papiere, geht in die Haushaltsklausur, sitzt am Abend im Bauausschuss und redet über Radwege. Und Heiko Müller ist überglücklich, dass es so ist. Am Sonntag wurde er in Falkensee für weitere acht Jahre zum Bürgermeister gewählt, wenn auch knapp. 51,3 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf den SPD-Mann, der seit 2007 im Amt war. 48,7 Prozent erreichte Barbara Richstein von der CDU. 411 Stimmen mehr konnte der Amtsinhaber für sich verbuchen.

Konkurrentin ist erste Gratulantin Müllers

Sichtlich erleichtert, abgekämpft und glücklich – so kam Heiko Müller kurz nach halb acht ins Rathaus. Er kam erst, als der Wahlkrimi entschieden war. Seine erste Gratulantin war Barbara Richstein. Sie machte den Fotografen nicht die Freude, traurig oder zerknirscht zu blicken, hatte sie doch ein achtbares Ergebnis vorzuweisen.

Beide Kandidaten hatten an dem Abend eine Achterbahn der Gefühle hinter sich. Als 18.10 Uhr das erste Wahllokal aus der Diesterweg-Schule meldete, bekam Müller 68,6 Prozent. Aber die Wahlbeteiligung im Falkenhorst war sehr gering, der Vorsprung schmolz schnell. Nach Auszählung von acht Wahllokalen war Barbara Richstein an Müller vorbeigezogen. Vier Wahllokale weiter übernahm Müller wieder die Führung – und die blieb hauchdünn bis zum Ende der Auszählung. „Heiko Müller hätte zehn Prozent Vorsprung verdient“, sagte Burkhard Schröder (SPD). Der Havelländer Landrat war am Abend zur Auszählung gekommen und gratulierte seinem Parteifreund. Der erste Gratulant am Telefon war Helmut Kleebank, der Spandauer Bezirksbürgermeister (SPD). „Auf gute Zusammenarbeit“, sagte Müller zu seinem Amtskollegen, „und nächstes Jahr bist du dran und schaffst es auch.“ Müllers Sieg ist auch einer seiner vielen Helfer, denen er dankte.

Beinahe-Panne zum Start der Auszählung

Zeit zum Jubeln bleibt dem Bürgermeister kaum. Der Resturlaub muss warten. Es wird weitergearbeitet. Immer wieder hatte Müller im Wahlkampf gesagt: In Falkensee ist viel erreicht worden, aber es bleibt viel zu tun. Dabei sieht er fünf Kernaufgaben, die er zwingend anpacken will: „Wir wollen den größten Wählerauftrag erfüllen: ein Hallenbad bauen.“ Als andere wichtige Aufgaben nennt er: die Barrierefreiheit in der Stadt, den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz verbessern, die Sanierung und den Umbau der Schulen fortsetzen und die Zentrumsentwicklung vorantreiben. Dass er daneben viele andere Aufgaben sieht, hat er im Wahlkampf deutlich gemacht: mehr altersgerechter Wohnraum, neue Begegnungsstätten, mehr Spielplätze, bessere Förderung von Vereinen, mehr Hundeauslaufplätze.

Für Falkensee war es die erste Stichwahl. Die war in der Frühe mit einer Beinah-Panne gestartet, in einem Wahllokal fehlte die gesamte Wahlmannschaft. Der Wahlvorstand hatte verschlafen, die zwei Mitstreiter hatten sich abgemeldet. Schreckminuten für Wahlleiter Sebastian Pioch, der einen Ersatzvorstand zusammentrommeln musste.

Von Marlies Schnaibel

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