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Heimatverein ist gegründet worden

Wassersuppe Heimatverein ist gegründet worden

Zwölf Einwohner von Wassersuppe haben einen Heimatverein für das Dorf gegründet. Er soll dazu beitragen, schon lange gehegte Wünsche zu erfüllen. Erste Vorhaben sind ein Frühjahrsputz, das Aufräumen des Badestelle und ein Osterfeuer.

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Wassersuppe hat eine herrliche Lage inmitten der Natur.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wassersuppe. Ein reges und geselliges Dorfleben erfordert das Engagement möglichst vieler Einwohner. Wer etwas bewegen möchte, benötigt aber auch Geld. Lediglich 200 Euro bekommt Wassersuppe noch aus dem Haushalt der Gemeinde Seeblick für kulturelle oder andere Veranstaltungen im Dorf. „Damit lässt sich nicht viel anfangen“, sagt Ortsvorsteher Thomas Later, ohne ein Klagelied anstimmen zu wollen. Er kennt die klamme Haushaltssituation der Gemeinde und ihm ist klar, dass auch in den kommenden Jahren kaum eine höhere Zuwendung für die Gestaltung eines dörflichen Freizeitlebens zu erwarten ist.

Damit das Dorfleben dennoch in Schwung bleibt und möglichst noch besser wird, haben in Wassersuppe zwölf Einwohner einen Heimatverein gegründet. Sie wählten Sylvi Schönfeld zur Vorsitzenden, Tino Schäfer zum stellvertretenden Vorsitzenden und Heike Weidner als Kassiererin. Sie bilden den Vereinsvorstand, der derzeit vordergründig noch mit Formalitäten beschäftigt ist. Damit das Amtsgericht die Wassersupper Neugründung in das Vereinsregister eintragen kann, waren noch einige Änderungen in der Vereinssatzung notwendig. Der Vorstand hat die Aufgabe erledigt und wartet nun auf die Eintragung in das Vereinsregister. So lange diese nicht erfolgt ist, bleibt der Heimatverein in Gründung.

Sylvi Schönfeld, die Vorsitzende des Heimatvereins, mit ihrem Stellvertreter Tino Schäfer (links) und Ortsvorsteher Thomas Later

Sylvi Schönfeld, die Vorsitzende des Heimatvereins, mit ihrem Stellvertreter Tino Schäfer (links) und Ortsvorsteher Thomas Later.

Quelle: Norbert Stein

Wie der Heimatverein seine zukünftige Arbeit gestalten möchte, dazu haben der Vorstand und die Mitglieder schon ziemlich klare Vorstellungen. Kümmern möchte sich der Verein im Zusammenwirken mit den Einwohnern um den Frühjahrsputz, die Dorfverschönerung und das jährlich wiederkehrende Aufräumen der Badestelle zum Saisonauftakt am See. Das Osterfeuer und die Organisation des Sommerfestes nennt Sylvi Schönfeld als weitere Vorhaben, für die sich der Heimatverein engagieren möchte. „Und wir möchten etwas für die Kinder im Dorf tun“, ergänzt sie.

Tino Schäfer nennt die Gewinnung weiterer Mitglieder und eine gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein für die Dorfkirche und der Laufgruppe Wassersuppe als weitere Schwerpunkte zukünftiger Heimatvereinsarbeit.

Der Ortsvorsteher ist auch ein Mitglieds des Heimatvereins

Wassersuppe hat derzeit 106 Einwohner. „Wir sind ein kleines Dorf. Aber gerade darin sollte unsere Stärke liegen“, meint Thomas Later, der natürlich auch Mitglied im neu gegründeten Heimatverein ist. Die Vorsitzende ist seine Freundin. Vor elf Jahren sind sie gemeinsam nach Wassersuppe gekommen und fühlen sich wohl in dem Dorf, das Tino Schäfer, ein in Brandenburg an der Havel tätiger Unternehmer, vor einem Jahr wegen seiner schönen Lage in der Natur und der netten Einwohner zum Wohnsitz auserkoren hat.

Der Heimatverein könne sich auch um Aufgaben kümmern, die in anderen Dörfern oftmals die Ortsfeuerwehren neben der Gewährleistung ihrer Einsatzbereitschaft erledigen, meint der Ortsvorsteher. Eine eigene Feuerwehr hat Wassersuppe schon seit einigen Jahren nicht mehr. Das Dorf pflegt aber eine gute Zusammenarbeit mit der Nachbarfeuerwehr in Hohennauen und deren Förderverein. So soll es auch bleiben.

Im Dorf schon lange gehegte Wünsche sollen nun erfüllt werden

Den Heimatverein sieht der Ortsvorsteher auch als gute Basis zur Umsetzung und Finanzierung neuer Projekte und Vorhaben im Dorf. „Ein Verein kann Spenden einsammeln, Sponsoren gewinnen und sich in unterschiedlicher Weise um finanzielle Unterstützungen bemühen“, sagt Thomas Later. Die Gemeinde habe solche Möglichkeiten nicht, weil viele Förderungen oftmals nur Vereinen gewährt würden.

Der Ortsvorsteher hofft so, mit Hilfe des Heimatvereins auch im Dorf schon lange gehegte Wünsche erfüllen zu können – die Anschaffung eines Ballfangnetzes für den Volleyballplatz und ein Fußballtor für die Kinder unter anderem. Zwischen 3000 und 4000 Euro sind dafür nötig. Der Heimatverein sollte nach Schaffung seiner formellen Voraussetzungen versuchen, dafür Fördermittel zu beschaffen, meinen Vorstand und Ortsvorsteher übereinstimmend. Die für eine Förderung notwendigen Eigenmittel aufzubringen sollte dem Heimatverein möglich sein, schätzt der Vorstand ein und geht zuversichtlich an die Arbeit zur Entwicklung eines regen Vereins- und Dorflebens.

Von Norbert Stein

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