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Helfen ist für sie selbstverständlich

Ehrenamtliche in Ketzin/Havel geehrt Helfen ist für sie selbstverständlich

Es ist gute Tradition, dass Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) im November Ehrenamtliche auszeichnet. Diesmal waren es zehn Männer und Frauen, die anderen Gutes tun und deshalb geehrt wurden

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Ehrenamtliche mit Bürgermeister Bernd Lück und Fischerkönigin Sofie Reinschlüssel.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. Es ist in der Havelstadt Ketzin zu einer schönen Tradition geworden. Alljährlich ehrt Bürgermeister Bernd Lück (FDP) im November Bürger aus der Stadt und aus den Ortsteilen, die sich oft bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren, und das freiwillig und unentgeltlich. Dafür hatte der Seniorenrat am Sonnabend in der „Cantina“ des Späthschen Gutshofes eine Feierstunde als würdigen Rahmen vorbereitet. Frank Haupt-Tschachtschal aus dem Ortsteil Etzin stimmte mit teils selbst komponierten Liedern über die Heimatstadt musikalisch auf die Ehrung ein, an der auch der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Jürgen Tschirch, und alle Fraktionsvorsitzenden teilnahmen. Zu den Geehrten gehört Lieselotte Senk aus Ketzin/Havel. Sie besucht das Ketziner Seniorenzentrum „Kurt Bohm“ regelmäßig seit dem Jahre 2009 und gibt den Hausbewohnern Nähe, Vertrauen und Geborgenheit. Sie könne sich auf eine wundervolle Art den teilweise depressiven, demenzkranken Hausbewohnern nähern und ernte dafür so manches Lächeln und Dankeschön, heißt es unter anderem in der Begründung. Auch Ilse Leske aus dem Ortsteil Falkenrehde gehört im Seniorenzentrum zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Seit Jahren begleitet sie Alleinstehende und allein gelassene Hausbewohner, erfreut sie mit Früchten und Blumen aus dem Garten, plaudert mit ihnen, hört sich ihre Sorgen aber auch ihre Freudenbotschaften an und lädt schon seit Jahren in die Spielegruppe ein, lobte der Bürgermeister. „Sie machen kein Aufsehen von ihrem Tun, Sie tun einfach etwas“, sagte er. „Das Seniorenzentrum ist mein zweites Zuhause. Hier kann ich oft Ältere aus ihrer Einsamkeit herausholen. Dabei empfinde ich selbst Freude“, erzählte Ilse Leske (79). Und wenn sie selbst einmal Kraft braucht, holt sie sich diese in ihrer Falkenrehder Seniorengruppe.

„Wir sollten uns einmal nur eine kurzen Moment vorstellen, wie das Leben unserer Stadt und in den Ortsteilen aussähe, wenn es kein Ehrenamt gäbe, das wäre wohl eine recht düstere Vorstellung, meinte Lück während der Ehrung. Diese wurde auch Rosemarie Skorupa zuteil. Seit sechs Jahren übt sie wöchentlich im Gemeindehaus der evangelischen Kirche mit einer Gruppe Frauen dienstags Qigong zur Regulierung der Atmung und mittwochs ist Gymnastik für Bauch, Beine und Po. Außerdem macht sie in den Sommermonaten beim Seniorenschwimmen im Strandbad leichte mit den Teilnehmern wassergymnastische Übungen. „Mir ging es vor einigen Jahren gesundheitlich selbst sehr schlecht. Ehrenamtliche haben mir geholfen, mich körperlich wieder aufzubauen. Ich habe das Bedürfnis, diese Hilfe weiter zu geben, zu helfen, dass auch andere gesund werden und bleiben“, erzählte sie am Rande der Ehrung. Und außerdem sei sie bei den Schülern auch als „Leseoma“ aktiv gewesen. Sie habe sich mit Kindern beschäftigt, die wegen ihres Verhaltens überall nur Druck bekamen und wollte herausfinden, wofür man sie auch mal loben könne. Unsere Gesellschaft könne so nur funktionieren, weil es Menschen gibt, die über ihr eigenes Ich hinausblicken und Gemeinsinn beweisen, meinte der Bürgermeister zu diesen ehrenamtlichen Aktivitäten. Eine ganz andere übt Paul Wolter in Falkenrehde aus. So loben die Erzieherinnen der Kita „Wirbelwind“ den Rentner für seine jederzeitige Hilfsbereitschaft, sei es bei der Vorbereitung von kleinen Festen, bei dringende Reparaturen wenn der Hausmeister gerade nicht vor Ort ist, baut Möbel auf, zerlegt aussortierte und ist auch der Weihnachtsmann. Er stehe uns bei Schwierigkeiten aktiv, schnell und unkompliziert zur Seite, loben die Erzieherinnen. Er selbst sieht das eher als selbstverständlich an. „Wenn man gebraucht wird, hilft man“, so sein knapper Kommentar.

Zehn verdienstvolle ehrenamtlich Tätige würdigte an diesem Tage der Bürgermeister und übergab, auch das ist traditionell, die blaue Tasse mit dem Stadtwappen und ein kleines Präsent. Der Fischerkönigin Sofie Reinschlüssel in ihrem blauen Kleid oblag es, einen weiteren Farbtupfer hinzuzufügen und das Blumengebinde zu überreichen.

Von Wolfgang Balzer

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