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Helfende Hände in Nauen

Neuer Pflegedienst Helfende Hände in Nauen

Mit den Helfenden Händen hat die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe nun auch in Nauen einen eigenen ambulanten Pflegedienst. Zum 1. Oktober nahm die Sozialstation ihre Tätigkeit auf. Neben der spezialisierten Palliativversorgung sollen dort auch die allgemeinen pflegerischen Dienstleistungen angeboten werden.

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MDZ-Geschäftsführer Sören Stolper (l.) mit dem Team der helfenden Hände (v.l.): Yvonne Arndt, Lydia Geßler, Maja Frick, Pflegedienstleiter Uwe Sarow und Sabrina Degebrodt, Pflegedienstleiterin in Rathenow.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. In Rathenow gibt es ihn schon seit länger, jetzt hat auch in Nauen der ambulante Pflegedienst Helfende Hände seine Tätigkeit unter dem Dach der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe aufgenommen. Zum 1. Oktober wurde die neue Sozialstation gegründet. „Damit komplettieren wir unser Angebot und hoffen, dass sich die Betreuung der Menschen weiter verbessern wird“, sagte am Donnerstag Sören Stolper, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstleistungszentrum Havelland GmbH.

Drei Schwestern machen zusammen mit Pflegedienstleiter Uwe Sarow den Anfang. Die drei Frauen sind spezialisiert auf die ambulante Palliativversorgung, kümmern sich seit Jahren im Osthavelland um Todkranke, derzeit sind es 20 Palliativpatienten. Künftig soll das Team jedoch weiter aufgestockt werden, da es wie andere Pflegedienste auch die allgemeinen pflegerischen und medizinischen Leistungen für die Menschen im Osthavelland anbietet. Dazu gehört die Körperpflege ebenso wie das Wechseln eines Verbandes oder die Verabreichung von Tabletten und Insulinspritzen. In Zukunft könnten ebenso viele Mitarbeiter dort tätig sein, wie schon jetzt beim Pendant im Westhavelland, wo 31 Pflegekräfte für 150 bis 160 Menschen zuständig sind.

Die Helfenden Hände sind mittlerweile der sechste Pflegedienst in Nauen. Dass dadurch eine Konkurrenzsituation entsteht, glaubt Uwe Sarow nicht. Vielmehr nehme die Nachfrage weiter zu. „Pro Jahr wächst die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Brandenburg um 4,8 Prozent. Und das Havelland liegt dabei recht weit oben“, sagt er. Nach derzeitigen Prognosen werde es hierzulande 2030 rund doppelt so viele Menschen geben, die einen Pflegedienst benötigen. Schon jetzt macht Schwester Lydia Geßler beispielsweise in Falkensee die Erfahrung, dass „wir viel herumtelefonieren müssen, um einen Pflegedienst zu finden, der den Bedarf decken kann“. Und da gebe es derzeit immerhin 23 Pflegedienste.

Für Kliniken-Personalchef Matthias Rehder besteht nun die Möglichkeit, mit den Helfenden Händen bestehende ambulante und stationäre Einrichtungen sinnvoll zu ergänzen. Er ist überzeugt: „Der ambulante Bereich wird weiter wachsen, auch weil der stationäre Bereich immer teurer wird.“

Nach Ansicht von Sarow könne man nun auch gewährleisten, dass alles aus einer Hand erfolgt und etwa bei einem Palliativpatienten künftig nicht zwei Pflegedienste und damit unterschiedliches Personal im Einsatz sind – zumindest bei neuen Patienten. Keinesfalls werde man jetzt andere Pflegedienste hinauswerfen, zumal der Patient immer die Wahlfreiheit hat.

Matthias Rehder kündigte an, dass die Havelland-Kliniken in den nächsten zwei bis drei Jahren weitere Sozialstationen in Falkensee und Premnitz einrichten wollen.

Von Andreas Kaatz

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