Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Hemberger kehrt ins Rathaus zurück
Lokales Havelland Hemberger kehrt ins Rathaus zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 28.09.2017
Jürgen Hemberger arbeitet ab dem 4. Oktober wieder als Dallgower Bürgermeister und wird so auch das neue Rathaus im kommenden Jahr eröffnen können. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Dallgow-Döberitz

Nach schwerer Krankheit und des dadurch bedingten eineinhalbjährigen Ausfalls wird Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler) in der nächsten Woche wieder ins Rathaus der Gemeinde zurückkehren. Das verkündete der 62-Jährige im nichtöffentlichen Teil der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend. Damit hat die große Ungewissheit, wie es mit dem Verwaltungschef weitergeht, endlich ein Ende. „Der Bürgermeister wird ab dem 4. Oktober langsam damit beginnen, sich einzuarbeiten“, bestätigte Peter Kristke. Der Leiter des Ordnungsamtes hatte, seit Hembergers Krebserkrankung Anfang 2016, als dessen Stellvertreter die Amtsgeschäfte übernommen. Hemberger habe den Gemeindevertretern am Mittwoch indes versichert, dass ihm sein Arzt eine Arbeitstauglichkeit bescheinigt hat. So wurde auch ein Antrag, den Bürgermeister von einem Amtsarzt untersuchen zu lassen, zurückgezogen.

Jürgen Hemberger im Januar 2016. Quelle: Tanja M. Marotzke

Jürgen Hemberger werde zunächst, ähnlich des Hamburger Modells, drei Stunden arbeiten und seine Zeiten kontinuierlich erhöhen. „Bis Jahresende, so sein Plan, möchte er dann soweit sein, dass er ab Januar die Verwaltung wieder selbst führen kann“, so Kristke.

„Er hat uns glaubhaft versichert, dass er gesundheitlich in der Lage ist, nach diesem Zeitmodell zu verfahren“, sagte Gemeindevertreter Marc Lampe (SPD). Auch, wenn ein sofort voll einsatzfähiger Bürgermeister natürlich das Beste für die Gemeinde wäre, ist Lampe mit der Entscheidung Hembergers durchaus zufrieden. „Der Bürgermeister war natürlich auch immer eine gute Stimme gegen die CDU-Fraktion, die uns in den vergangenen Monaten gefehlt hat“, so Lampe.

Auch die Christdemokraten akzeptieren die Entscheidung Hembergers weiterzumachen. „Davon profitiert vor allem die Verwaltung, da die Mitarbeiter dort seit langem an ihrer Belastungsgrenze arbeiten“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Vahl. Dennoch sei bekannt, dass Hemberger noch nicht zu 100 Prozent gesund sei. „Deshalb habe ich ihn in der Sitzung auch gefragt, ob er einen Plan B hat. Er gab zur Antwort, dass er zurücktreten werde, wenn er einen Rückschlag erleiden sollte“, so Vahl. Persönlich und auch politisch hofft Vahl jedoch, dass es dazu nicht kommt. „Seine Amtszeit geht noch bis 2021, wir können nicht ständig neu wählen“, sagte er.

Neuwahlen wären auch für die SPD derzeit keine wirkliche Option. „Wäre es zu einer Neuwahl gekommen, hätte diese frühestens im April oder Mai stattfinden können. Von daher ist der stetige Wiedereinstieg wohl der bessere Weg“, erklärte Marc Lampe. Dennoch hätte er sich eine schnellere Entscheidung gewünscht. „Ich habe schon vor einem Jahr darauf hingewiesen, einen Amtsarzt hinzuzuziehen“, sagte er.

Jürgen Hemberger stammt ursprünglich aus Tauberbischofsheim in Baden-Württemberg und zog 1995 mit seiner Frau von Berlin nach Seeburg, wo er bereits 1998 in die Kommunalpolitik einstieg.

Damals wurde ein ehrenamtlicher Bürgermeister für Seeburg gesucht. Da niemand kandidieren wollte, stellte sich Hemberger selbst zur Wahl. „Bevor ein Verwalter eingesetzt wurde, habe eben ich es gemacht“, sagte er damals. 2005, bei den ersten Bürgermeisterwahlen nach der Eingemeindung Seeburgs nach Dallgow-Döberitz, kandidierte er für die freien Wähler als hauptamtlicher Bürgermeister und setzte sich in einer Stichwahl durch. Seither leitete Hemberger die Verwaltung der Gemeinde Dallgow-Döberitz.

Wie genau der Verwaltungschef nun wieder in den Alltagsbetrieb einsteigen wird und welche Aufgaben er in den nächsten Wochen konkret übernehmen wird, dass müsse noch entschieden werden. „Solche Fragen werden wir alle in der nächsten Woche klären, wenn der Bürgermeister wieder im Rathaus ist“, sagte Peter Kristke.

Von Danilo Hafer

Lievy Hasse aus Schönwalde ist im Sommer an Diabetes erkrankt, dabei ist er gerade einmal drei Jahre alt. Mit einer Insulinpumpe und täglicher Betreuung versucht er, ein ganz normales Leben zu führen. Dazu gehört auch, dass er wieder die Kita besucht.

28.09.2017

Die Eltern in Friesack müssen ab 1. Oktober mehr Geld für den Kita-Platz bezahlen. Das geht aus der neuen Gebührensatzung hervor, die die Stadtverordneten jetzt mit knapper Mehrheit beschlossen haben. Ein wesentlicher Grund für die erneute Erhöhung nach 2016 ist die Vollverpflegung, zu der auch die Friesacker gesetzlich verpflichtet sind.

27.09.2017

In der Grundschule am Premnitzer Dachsberg ist der Platz knapp. Nach längerer Zeit der Zweizügigkeit sind seit drei Jahren drei 1. Klassen eingeschult worden und der Trend soll anhalten. Die Stadt plant zwei Varianten für einen Anbau: Die große Lösung wäre die Überdachung eines Innenhofs, als kleinere Lösung könnte es einen Anbau in einem Seitenhof geben.

24.04.2018
Anzeige