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Herausforderungen gemeinsam bewältigen

Geflüchtete im Havelland Herausforderungen gemeinsam bewältigen

Die havelländische Kreisstadt ist in den vergangenen Monaten zum politischen Brennpunkt geworden. Nun hat die Friedrich-Ebert-Stiftung in Rathenow zu einem Diskussionsabend eingeladen. Am 11. Februar soll unter dem Motto „Geflüchtete im Havelland“ über die Aufnahme von Flüchtlingen diskutiert werden.

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Die Notunterkunft für Flüchtlinge am Hasenweg in Rathenow

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Die deutlich gestiegenen Flüchtlingszahlen in Europa und Deutschland, die Berichte und Bilder über die Schicksale der Flüchtlinge, all dies führt dazu, dass dem Flüchtlingsthema innenpolitisch zentrale Bedeutung zukommt. Das haben auch die politischen Stiftungen längst erkannt. Sie laden zu Informationsveranstaltungen und Diskussionsrunden ein. So auch in Rathenow. Hier lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung am 11. Februar um 18 Uhr ins Kulturzentrum zu einer Abenddiskussion ein. Unter dem Motto „Geflüchtete im Havelland: Was sie zu uns bringt, was sie benötigen und was wir geben können“ soll mit Vertretern aus Politik, Kirche, Sozialverbänden und Geflüchteten öffentlich diskutiert werden.

Dabei ist auch Sandy Kias, sie leitet das Übergangswohnheim am Birkenweg. Eine solche Veranstaltung sei überfällig, findet Kias. „Es ist höchste Zeit Asylgegner und -befüworter an einen Tisch zu bringen und endlich über das Asylrecht aufzuklären. Denn die große Unwissenheit führt dazu, das schnelle Parolen geschwungen werden“, so Kias. Längst beschäftigen die Diskussionen um Grenzschließungen, Aufnahmekapazitäten und Obergrenzen die Menschen im Havelland. Auch hier steht die Kommunalpolitik vor einer der größten Herausforderungen der letzten Jahre. „Wir müssen über die aktuellen Kontroversen hinaus schauen. Wie gelingt Integration? Was ist an Voraussetzungen zu schaffen auf den verschiedenen Seiten? Wohnen, Bildung, Ausbildung und Arbeit sind jetzt die wichtigen Schritte, die zu gehen sind. Darüber sollten wir diskutieren“, fordert Brandenburgs Kulturstaatssekretär und Landratskandidat Martin Gorholt (SPD). Die Politik könne dabei entscheidende Rahmenbedingungen setzen, entscheidend sei aber die Integrationsbereitschaft sowohl auf Seiten der Flüchtlinge als auch der einheimische Bevölkerung.

Derzeit kommen die Geflüchteten in einer Gesellschaft an, die sich immer mehr zwischen Fremdenfeindlichkeit und Hilfsbereitschaft polarisiert. Das wird insbesondere jeden zweiten Dienstag in Rathenow sichtbar, wenn ein asylfeindliches Bündnis zu Kundgebungen aufruft und dabei einem Aktionsbündnis gegenübersteht, das Offenheit, Toleranz und Nächstenliebe propagiert. Der Diskussionsabend könnte eine Gelegenheit bieten, darüber zu sprechen, wie Herausforderungen zu bewältigen sind, wie man mit Missverständnissen umgeht und Frustration auch mal aushalten kann. Alle Bürger sind eingeladen, mit Betroffenen die Aufnahme von Geflüchteten zu diskutieren. Alle Podiumsteilnehmende werden für Fragen und Bemerkungen zur Verfügung stehen.

Geflüchtete im Havelland

Der Eintritt für die Abenddiskussion am 11. Februar ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Veranstaltung ist für die Zeit von 18 bis 20 Uhr geplant. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für persönliche Gespräche.

Anmeldung bis 8. Februar per Fax  03 31/2 75 88 18 oder E-Mail: potsdam.anmeldung@fes.de

Mehr Informationen im Internet: www.fes.de/Potsdam angenommen.

Von Christin Schmidt

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