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Havelland Herbsttagung des Landesmuseumsverbandes
Lokales Havelland Herbsttagung des Landesmuseumsverbandes
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21:05 26.09.2017
Mitglieder des Verbandes vor dem Kulturzentrum. Quelle: hoffmann, uwe
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Rathenow

Das Thema DDR spielt auch in den Museen der Region eine Rolle. „Wir stellen Spielzeug der letzten 150 Jahre aus. Jedes Jahr widmen wir uns, mit thematischen Sonderausstellungen, wie in diesem Jahr den Spielzeugautos, einem speziellem Gebiet“, sagt Frithjof Hahn, Leiter des Spielzeugmuseums Kleßen. „Dabei stehen aber die Spielzeuge aus der DDR zeitübergreifend in thematischem Zusammenhang. Eine spezifische Ausstellung zu DDR-Spielzeug gab es noch nicht und wird es in den nächsten Jahren auch nicht geben.“

Im Optik-Museum ist es ähnlich

Genauso handhabt es das Optik Industrie Museum Rathenow im Kulturzentrum. Die Exponate der Rathenower Optischen Werke werden nicht extra als DDR-Exponate herausgehoben. In Brandenburg und Berlin gibt es einige spezifische DDR-Museen, wie das in der Berliner Karl-Liebknecht-Straße. Das Kunstarchiv Burg Beeskow bewahrt 35.000 Kunstexponate aus DDR-Zeiten. In Döberitz stellt Manfred Hüsges seit 2014 in mehreren Räumen seine über 40 000 Exponate aus DDR-Zeiten, vom Spielzeugauto bis zum DDR-Transporter „Barkas“, aus.

Manfred Hüsges aus Döberitz. Quelle: hoffmann, uwe

Noch bis zum 10. Dezember widmet sich die Sonderausstellung „Die Kinderzeitschrift Bummi zwischen Spielzeugland und sozialistischer Ideologie“ im Rochow-Museum im Schloss Reckahn (Kloster Lehnin) der beliebten und einzigen DDR-Zeitschrift für Kinder im Vorschulalter. Die 1957 erstmals erschienene Zeitschrift kann man heute noch immer regelmäßig am Kiosk kaufen.

70 Vertreter in Rathenow

Jetzt trafen sich rund 70 Vertreter von Museen des Landes zur Herbsttagung des Museumsverbandes des Landes Brandenburg im Kulturzentrum Rathenow unter dem Motto „DDR-Geschichte – neue Fragen, neue Ansätze“. „Das Thema DDR gehört nicht nur in Gedenkstätten, sondern in alle, gerade auch regionale Museen, wo es reinpasst“, sagt Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Museumsverband des Landes Brandenburg. „Die Erforschung und Darstellung der DDR-Geschichte in Museen hat in den letzten zehn Jahren deutlich mehr Raum gewonnen. Nach der verstärkten Aufarbeitung von Repression und Unrecht hat sich die Perspektive mehr in Richtung DDR-Alltagskultur entwickelt. In den Museen gibt es eine stärkere Fokussierung hin zur die Alltagsgeschichte der Menschen.“

Früher viel Zeitgeschichte

Bereits zu seinen Tagungen der letzten Jahre beschäftigte sich der Museumsverband verstärkt mit zeitgeschichtlichen Themen. Er bietet beispielsweise Schulungen an, um junge Leute an diese Themen heranzuführen. „Die Menschen kommen wieder stärker in die Museen, auch zum Thema DDR. Das Land Brandenburg ist ein wichtiger Standort für das Thema DDR-Geschichte“, sagt Axel Drieschner vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt, das 160 000 alltagskulturelle Objekte und Dokumente in seiner Sammlung hat. „Schulen sind für uns ein wichtiger Partner. Mit unseren Ausstellungen richten wir uns vor allem an Schüler der 10. oder auch ab 8. Klasse. Grundschüler an dieses Thema heranzuführen ist schwierig.“

Ein Blick zurück

Der 1912 gegründete Museumsverband des Landes Brandenburg wurde 1936 durch die Nationalsozialisten aufgelöst. 1990 erfolgte dessen Neugründung. Der Fachverband, mit Sitz in Potsdam, vertritt 220 institutionelle und weitere 60 Mitglieder und steht ihnen beratend zur Seite. Neben den regelmäßigen Tagungen veranstaltet der Verband Schulungen und veröffentlicht halbjährlich die „Museumsblätter“. Mehr Informationen zum Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. findet man unter www.museen-brandenburg.de.

Frithjof Hahn (links) leitet das Spielzeugmuseum in Kleßen. Quelle: hoffmann, uwe

Von Uwe Hoffmann

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