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Hermes-Logistikcenter: Eröffnung im Herbst

Ketzin OT Etzin (Havelland) Hermes-Logistikcenter: Eröffnung im Herbst

Noch ist das neue Logistikzentrum von Hermes im Gewerbegebiet Etzin (Havelland) eine große Baustelle. Die zentrale Halle steht, die Technik wird jetzt installiert. In Betrieb gehen soll das Center am 22. November.

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Die äußere Hülle des Logistikcenters ist fertig. Innen wird auf Hochtouren gebaut.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Etzin. Das Weihnachtsgeschäft 2017 soll zu großen Teilen vom neuen Standort Etzin aus abgewickelt werden. Deshalb herrscht auf der Baustelle des Logistik-Unternehmens Hermes im Etziner Gewerbegebiet Hochbetrieb. Etwa 150 Bauarbeiter und Techniker sind im Schnitt dort täglich im Einsatz. „Es wird rund um die Uhr und teils auch an Wochenenden gearbeitet. Unser Ziel ist der scharfe Start am 22. November“, sagt Matthias Plack, General Area Manager bei Hermes. Vier Wochen vorher beginnt der Probelauf, so dass die gesamte Technik spätestens Mitte Oktober funktionieren muss.

53 Millionen Euro investiert

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Auto-Service-Unternehmen Mosolf baut Hermes eines von neun neuen Logistikzentren in Deutschland. In Etzin allein werden auf dem 8,6 Hektar-Areal rund 53 Millionen Euro investiert. Eigentümer ist die Hermes-Tochter ECE, die vermietet die Gebäude an die Hermes Germany GmbH.

Arbeit für 250 Menschen

250 Menschen sollen künftig dort arbeiten, zwei Drittel im gewerblichen und ein Drittel im kaufmännischen Bereich. Die Stellenangebote von Hermes sind bereits veröffentlicht. „Wir haben sehr guten und engen Kontakt zum Jobcenter und zur Arbeitsagentur in Nauen und werden Mitte August mehrere Bewerbertage veranstalten“, erklärt Matthias Plack. Der genaue Ort für die Veranstaltungen stehe noch nicht fest. Aber: Hermes zahle Löhne, die über den Tarifen der Logistikbranche liegen, so Plack.

Technikchef Daniel Kretschmer

Technikchef Daniel Kretschmer.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Einer der ersten neuen Beschäftigten bei Hermes ist der Ketziner Daniel Kretschmer. Er ist für die gesamte Technik verantwortlich. Im Moment kontrolliert Kretschmer den Einbau der Förderbänder und sonstigen High-Tech-Geräte wie zum Beispiel der Scanner, die später die Strichcodes auf den etwa 200 000 Paketen ablesen, die täglich in Etzin umgeschlagen werden. „Ich habe mich vor etwa einem halben Jahr direkt bei Hermes beworben, bin jetzt hier und freue mich, auf diese neue Aufgabe“, sagt der gelernte Elektroinstallateur.

„Ohren“ der Halle fehlen noch

Die zentrale, große, blaue Halle des Logistikcenters steht. Beim ersten Spatenstich im Dezember 2016 waren nur Umrisse und Stahlträger zu erkennen. Eingebaut wurden bereits die 116 Be- und Entladungstore. „Die Halle bekommt noch zwei Ohren“, wie Daniel Kretschmer sagt. Er meint ein Gebäude für die Steuerungs- und Sicherheitstechnik und eines für die Verwaltung sowie Umkleide- und Sanitärräume. Alles werde miteinander verbunden sein.

In der etwa 10 300 Quadratmeter großen Halle werden auf zwei Etagen Pakete durchgeschleust, wie die Fachleute sagen. Bei Hermes gibt es im Gegensatz zu anderen Logistikern wie Amazon oder Zalando in Brieselang kaum Lagerfläche. „Die Ware kommt auf der einen Seite an, wird sofort auf die Fahrzeuge zur Auslieferung verteilt“, erklärt Plack. Die Durchlaufzeit pro Paket sei wenige Minuten.

Arbeit in drei Schichten

Perspektivisch wird im Hermes-Umschlagcenter Etzin in drei Schichten gearbeitet, zum Start im November zunächst nur in zwei. Zur Sicherheit bleibe das bisherige Logistikcenter in Werder noch einige Monate am Netz, so Plack. Geliefert wird die Ware vor allem zu Kunden in die Region Berlin und Brandenburg, aber auch in andere Bundesländer.

Hermes befürwortet Umgehungsstraße

Um die Verkehrssituation zu entlasten, unterstütze Hermes die Bemühungen des Landkreises Havelland und der Kommunen Ketzin/Havel, Wustermark und Nauen zum Bau einer Umgehungsstraße, sagt Matthias Plack. Er rechnet beim Hermes-Logistikzentrum mit etwa 200 Lkw-Verkehren pro Tag, wobei es in den Abend- und Nachtstunden zwischen 21 und 0 Uhr sowie zwischen 2 und 6 Uhr etwa 50 sein werden. Es sei zudem im Interesse von Hermes, möglichst viele Mitarbeiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Standort zu bringen, so Plack.

Von Jens Wegener

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