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Havelland Hermes nimmt Logistikzentrum in Betrieb
Lokales Havelland Hermes nimmt Logistikzentrum in Betrieb
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22:08 13.12.2017
Der Betrieb im neuen Herms-Logistikzentrum Etzin läuft langsam an. Quelle: Danilo Hafer
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Etzin

Bereits seit vier Wochen werden die ersten Pakete im neuen Logistikzentrum des Paketdienstes Hermes im Etziner Gewerbegebiet umgeschlagen. Am Mittwoch wurde der neue Standort nun auch offizielle in Betrieb genommen. „Wir haben den Probebetrieb erfolgreich hinter uns gebracht und bauen nun nach und nach die Maximalleistung auf“, erklärte Matthias Plack, General Area Manager bei Hermes. Derzeit werden rund 122 000 Sendungen an einem Tag in dem 53 Millionen Euro teuren Neubau sortiert und weiter verschickt. Zu Spitzenzeiten sollen es einmal rund 250 000 Pakete sein.

Im neuen Hermes-Logistikzentrum in Etzin werden künftig bis zu 250 000 Sendungen voll automatisch sortiert und zum Abtransport vorbereitet. Ohne Menschenhand geht es dennoch nicht. Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

An der offiziellen Inbetriebnahme nahm auch Ketzin Bürgermeister Bernd Lück (FDP) teil. Für die Stadt sei die Ansiedlung von Hermes in erster Linie ein Segen, verbunden mit einem großen Aber. „Wir freuen uns sehr, dass sich Hermes für diesen Standort entschieden hat, sehen aber auch die Sorgen der Bürger, die durch den jetzt schon starken Lkw-Verkehr belastet werden“, betonte Lück. Bis zu 200 An- und Abfahrten am Tag sollen es am neuen Hermes-Standort einmal sein.

Anwohner fürchten stärkere Belastung

Bis spätestens Mitte 2018 soll das Zentrum unter voller Auslastung arbeiten. Schon jetzt ist es so dass sich die Lkw, auch der benachbarten Firma Mosolf, durch die umliegenden Dörfer quetschen. Viele Anwohner befürchten nun, dass sich diese Situation mit der Eröffnung des neuen Logistikzentrums noch einmal verschlimmert.

„Wenn sie hier morgens über die Straße wollen, haben sie einfach keine Chance“, sagt Ulrike Bommer. Sie lebt mit ihrer Familie in Wernitz, einem kleinen Ort der besonders von dem Verkehr aus dem Gewerbegebiet betroffen ist, da die Lkw die Strecke nutzen, um zur Bundesstraße 5 zu gelangen. „Wir haben im Ort zwar Tempo 30, aber es hält sich kaum jemand daran“, betont sie. Ihre Hoffnung beruht nun auch auf einem neuen Blitzer am Ortseingang, der bald in Betrieb gehen wird.

„Viel mehr würde ich mir aber wünschen, dass der Verkehr ganz aus dem Ort verschwindet, das geht aber nur mit einer Umgehungsstraße die wir schon seit vielen Jahren fordern. Die Umgehung wünscht sich auch Bürgermeister Lück. „Wir haben gemeinsam mit dem Landrat und den Bürgermeistern aus Nauen und Wustermark eine realisierbare Variante für eine Umgehung erarbeitet, die wir auch finanzieren können“, so Lück.

Firmen wollen sich an Umgehungsstraße beteiligen

An einer Umgehungsstraße, mit Anschluss an die B5, wollen sich auch Hermes und Mosolf, jeweils mit einem sechsstelligen Betrag, beteiligen. Das sicherten sie bereits zu. Zusätzlich gibt es Fördermittelzusagen. „Es hängt jetzt aber an der gemeinsamen Landesplanung von Berlin und Brandenburg, die noch Gutachten für den Straßenbau verlangt“, so Lück. Ginge es nach ihm, könnte sofort mit dem Bau begonnen werden, um den Unternehmen und Anwohnern bessere Bedingungen zu schaffen.

Von Danilo Hafer

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