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Havelland Hermes plant Bau eines Logistikzentrums
Lokales Havelland Hermes plant Bau eines Logistikzentrums
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21:49 02.03.2016
Hermes interessiert sich fürs GVZ Brieselang. Quelle: Andreas Kaatz
Brieselang

Noch ist es nicht ganz sicher, ob die Firma Hermes im Brieselanger Güterverkehrszentrum (GVZ) ein Logistikcenter errichten wird. Doch Alexander Reiche, Asset Manager Immobilien bei Hermes, machte am Dienstag im Gemeindeentwicklungsausschuss deutlich: „Brieselang ist einer der Top-Standorte, wo wir uns ansiedeln möchten.“ Noch aber gebe es keinen Kaufvertrag.

Geht alles wie geplant, so soll dieser im Sommer unterzeichnet werden. Im November könnte dann der erste Spatenstich erfolgen und im Februar nächsten Jahres das Richtfest. Mit der Eröffnung des neuen Standortes rechnet Alexander Reiche dann für Dezember 2017. Vorher allerdings muss unter anderem auch die Fragen des Lärmschutzes geklärt werden, da das Hauptgeschäft des Paketdienstes in der Nacht erfolgt.

Logistikhalle hat 10 000 Quadratmeter

In Brieselang sollen rund 36 Millionen Euro investiert werden. Hermes will sich dann einmieten. Auserkoren wurde ein Grundstück mit 62 000 Quadratmeter. Das sind zwar 6000 weniger als das Unternehmen gerne hätte, aber das Vorhaben ließe sich trotzdem dort realisieren, sagt Reiche. Die zu errichtende Logistikhalle mit einer Arbeitstemperatur von 17 Grad Celsius soll eine Grundfläche von rund 10 000 Quadratmeter erhalten. Kernstück wird die Fördertechnik sein. Außerdem sind zwei Kopfbauten geplant mit Werkstatt, Büros und Sanitärbereichen. Lkw- und Pkw-Bereiche sollen strikt getrennt werden.

Reiche teilte zudem mit, dass 200 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Drei Viertel davon wären gewerbliche und ein Viertel kaufmännische Mitarbeiter. Hinzu kommen auch noch Auszubildende.

In Brieselang sollen pro Tag mehr als 210 000 Päckchen und Pakete bewegt werden, wie es heißt. Von den neun neuen Standorten von Hermes wäre dies der größte, sagte der Manager. Mit der neuen Halle im GVZ soll der Zustellbereich Berlin-Südwest abgedeckt werden – einer von 35, in die Hermes Deutschland eingeteilt hat. Als Vorteil sieht Reiche, dass die großen Versandhändler Amazon und Zalando sich in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Allerdings sei dies kein Hauptauswahlkriterium für den Standort gewesen. Bei dessen Entwicklung will Hermes wie anderenorts eng mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zusammenarbeiten.

Gewerbesteuer geht nach Hamburg

Ob Brieselang mit Gewerbesteuer rechnen kann, wollte Hans-Jürgen Brandtner (SPD) wissen. „Wir zahlen unsere Gewerbesteuer am Hauptsitz in Hamburg“, räumte Reiche. ein. Zwar werde ein geringer Betrag auch hier fällig, aber der sei vernachlässigbar. Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen sieht er jedoch als Vorteil für die Region, dass die Kunden eher an ihre Pakete kommen. „Wichtig ist uns auch die Partnerschaft mit den Gemeinden vor Ort“, sagt Reiche. So soll es beispielsweise wie an anderen Hermes-Standorten auch in Brieselang Tage der offenen Tür geben.

Auf eine entsprechende Frage von Kurt Jacob (CDU) sagte Reiche, dass man auch das Thema Busverkehr im Blick hat, damit die Mitarbeiter zur Arbeit gelangen. Allerdings müsse man abwarten, wie groß der Bedarf ist. „Wir werden mindestens 15 Jahre in Brieselang bleiben“, sagt Reiche. Für die Zeit danach gebe es im Mietvertrag eine Verlängerungsoption.

Von Andreas Kaatz

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