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Havelland Herr Tietz in Tietzow im Havelland
Lokales Havelland Herr Tietz in Tietzow im Havelland
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10:26 07.11.2013
Seit 19 Jahren arbeitet Manfred Tietz für den Verband. Auch privat ist er gern an der frischen Luft. Nach Feierabend buddelt er im GArtn schon mal einen alten Pfirsichbaum aus. Quelle: Juliane Primus
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Nauen

Manfred Tietz, 56 Jahre alt, kräftige Arme und freundliche Augen, arbeitet im Dienste des Königs. Im Dienste Friedrich Wilhelms I. Das sieht so aus: Tietz zuckelt mit seinem 136 PS starken Traktor durch die Landschaft am nördlichen Rande des Havellandes.

Der Mäharm des Traktors greift in regelmäßigen Abständen in den Graben, die befestigten Messer schneiden das Schilf ab, ein Korb hebt die Halme aus der Sohle. Dann beginnt alles von vorn. Die Pappeln biegen sich im Wind, Wolken ziehen über die Felder, kein Mensch weit und breit. "Manchmal ist es einsam", erzählt Tietz. Doch er müsse halt sehen, dass er sauber ist, der Graben. Ein Bauer hat beim Wasser- und Bodenverband in Nauen angerufen, dass seine Felder zu feucht sind. Weil der angrenzende Graben verstopft war, konnte das Wasser nicht richtig abfließen. "Jetzt läufts wieder", sagt Manfred Tietz, seine Arbeit ist getan. Die Felder können trocknen.

Vor knapp 300 Jahren, im Jahre 1718, begann die Melioration, die große Trockenlegung des Havelländischen Luchs unter Friedrich Wilhelm I. Tausende Arbeiter sollten das vermoorte Gebiet landwirtschaftlich nutzbar machen. Sie bauten Entwässerungsgräben, Dämme, Schleusen, Brücken.

Seit 1991 pflegt der Wasser- und Bodenverband Großer Havelländischer Hauptkanal-Havelkanal-Havelseen Nauen das Grabensystem, gebaut wird heute kaum noch. Von Beelitz bis nach Fehrbellin, von Nennhausen bis nach Falkensee erstreckt sich das Verbandsgebiet. "Für die Reinigung der Gräben und Kanäle gibt es einen festen Zeitplan", sagt Verbandsgeschäftsführer Peter Hacke. Zweimal im Jahr würde Hacke gern die Gräben reinigen lassen. Doch dafür reichen die Mitgliedsbeiträge der Gemeinden nicht. Gibt es einen dringenden Fall wie in Tietzow, versucht Hacke schnell zu reagieren. Doch nicht immer kommt er dahin, wo er möchte. Einerseits ist in den vergangenen fünf Jahren der Grundwasserpegel um rund 80 Zentimeter gestiegen, manche Flächen sind deshalb nur schwer zu erreichen. Andererseits gibt es Sperrzeiten, erklärt Hacke. "Einige Naturschutzbehörden sind rigoros." Libellen, Wasservögel, Lurche, Fische und Zugvögel sollen nicht gestört werden, deshalb herrscht jetzt, in den Herbstmonaten, Hochsaison. Vom Hochwasser in diesem Sommer war das Verbandsgebiet nicht betroffen."Ein Binnenhochwasser durch Starkregen ist für uns aber eine Gefahr", sagt Peter Hacke. So wie im Sommer 2011 als ganze Acker unter Wasser standen. Damit Gräben auch außerhalb der "Saison" gereinigt werden können, helfen nach wie vor nur Sondergenehmigungen.

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Von Juliane Primus

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