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Havelland Herrenhaus für einen Euro
Lokales Havelland Herrenhaus für einen Euro
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00:21 23.09.2017
Das Herrenhaus Hohennauen ist total heruntergekommen Quelle: Norbert Stein
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Hohennauen

Das Dach ist weitgehend eingestürzt, die Eingänge und Fenster vermauert. Das über 300 Jahre alte Herrenhaus von Hohennauen am Ortseingang des Dorfes ist nur noch eine Ruine, umschlungen von wuchernden Bäumen und Sträuchern. Der angrenzende und zur Anlage gehörende Park bietet ein ähnliches Bild. Dabei sollte aus dem Herrenhaus einmal Großes werden.

Unternehmer aus Berlin

Anfang der 1990er Jahre verkaufte Hohennauen als damals noch selbstständige Gemeinde einem Unternehmensberater aus Berlin das Haus mit Park. Er wollte das unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus sanieren und als touristische Bildungsstätte mit noblen Unterkünften nutzten. Geworden ist daraus nicht einmal ansatzweise etwas. Der Unternehmensberater kam in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Herrenhaus und der Park verwilderten.

Erben wollen Immobilie nicht

Der Besitzer ist gestorben. Der Erbe hat der Gemeinde Seeblick nun angeboten das heruntergekommene Herrenhaus und den Park für einen Euro zu kaufen. Die Gemeindevertretung hat das Angebot abgelehnt. Abgelehnt wurde auch ein Vorschlag von Amtsdirektor Jens Aasmann, einen Gutachter prüfen zu lassen ob und welche Maßnahmen notwendig wären, das Objekt zu sichern.

Potenter Käufer gefordert

Der Erbe solle einen anderen Käufer suchen und möglichst einen finden, der das Herrenhaus und den Park wieder herrichtet, so die einstimmige Meinung der Abgeordneten. Die Gemeinde sei dazu weder gewillt noch finanziell in der Lage, machte die Diskussion der Abgeordneten deutlich. Und eine Ruine brauche die Gemeinde nicht. Der Amtsdirektor gab zu bedenken, dass ein Teil des Spielplatzes der Kita zum Park gehört.

Jens Aasmanns Vorschlag

Würde die Gemeinde das Anwesen übernehmen , könnte sie das Herrenhaus und den Park mit einem Zaun umstellen lassen und somit für mehr Sicherheit insbesondere für die Kinder sorgen. Doch auch dieses Argument zog bei den Gemeindevertretern nicht. Wie es nun mit dem Herrenhaus und dem Park weitergeht ist offen.

Amtsdirektor Aasmann fphrt in der Sache viele Gespräche. Quelle: Norbert Stein

Jens Aasmann hatte in den letzten Wochen mehrere Gespräche geführt mit dem Eigentümer, der Denkmalschutzbehörde, auch mit Landrat Roger Lewandowski bei einem Besuch in Hohennauen. „Verständnis für das Problem haben die Gesprächspartner durchaus gezeigt“, so Aasmann. „Handfeste Ergebnisse aber haben sich bisher nicht gezeigt.“ Die Gespräche werden weitergeführt. Aasmann rechnet mit einem langen Weg, weil Herrenhaus und Park geschützte Denkmale sind. Schon allein deshalb teilt auch er die Bedenken der Gemeindevertretung und hat nicht zu einem Kauf geraten. „Man denke nur an die Schwierigkeiten, die Rathenow mit dem Offizierscasino hat“, sagte der Amtsdirektor. Es sei nicht leicht, die Hohennauener Herrenhausruine und den verwilderten Park von der Liste geschützter Denkmale herunter zu bekommen.

Aus der Geschichte

Die ehemaligen Eigentümer oder Nutzer des Hauses haben Hohennauen und seine Umgebung viele Jahrhunderte geprägt. 1662 kaufte Johan Gottfried von Rauhaupt das Anwesen, Auf den Grundmauern einer alten Burg lässt er um 1700 ein Herrenhaus als Fachwerksgebäude errichten. Zu DDR-Zeiten war das Herrenhaus bis 1988 eine Schule.

Von Norbert Stein

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