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Havelland Herrliches Wetter zur Hochzeit
Lokales Havelland Herrliches Wetter zur Hochzeit
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02:16 30.12.2015
Martha und Heinz Krause haben ihr Leben in Kleßen verbracht. Quelle: Foto: Andreas Kaatz
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Friesack

An den Tag ihrer Hochzeit – dem 4. November 1955 – können sich Martha und Heinz Krause noch genau erinnern. „Das war so ein herrliches Wetter, wir sind kurzärmelig zur Kirche gegangen“, sagt Martha Krause. „Da haben die Leute noch gesagt: Da werdet ihr aber Glück haben“, fügt ihr Ehemann hinzu.

Und die Leute sollten Recht behalten. Denn die Ehe hält jetzt schon 60 Jahre. Feiern konnten die Beiden, die jetzt im Awo-Seniorenzentrum in Friesack leben, das diamantene Jubiläum an diesem Tag jedoch nicht, Heinz Krause musste plötzlich für längere Zeit ins Krankenhaus. Aber nichtsdestotrotz blickten sie anschließend auf ihr gemeinsames Leben zurück.

Geheiratet haben sie in Kleßen und anschließend dort auch mit 60 Leuten groß gefeiert. Dabei sah es anfangs gar nicht so aus, dass die damals 22-jährige Martha und ihr 19-Jähriger Heinz, die sich 1953 über die Arbeit in der Landwirtschaft kennengelernt hatten, überhaupt zusammen kommen. Der Grund: Heinz Krause war kleiner als seine Angebetete. „Das konnte ich damals gar nicht leiden“, erinnert sie sich noch heute. „Die Leute haben auch über uns gelästert“, meint Heinz. Aber dann, Martha Krause weiß auch nicht mehr warum, waren sie plötzlich zusammen – und konnten ihre Beziehung lange Zeit geheim halten. Heinz verschwand abends regelmäßig zum Leidwesen seiner Mutter und hatte gleich beim ersten Treffen die Gelegenheit genutzt. Er gab ihr ein Küsschen, „und ich war erst einmal sauer“, meint schmunzelnd Martha Krause, die mit ihrer Familie ab 1945 im Schloss in Kleßen wohnte.

Irgendwann wollten sie die Geheimniskrämerei dann aber doch beenden. Anfang 1955 gab es die Verlobung. Wäre es allerdings nach Heinz’ Vater gegangen, dann hätte diese und auch die Hochzeit gar nicht stattgefunden. „Ich nehme an, das hängt damit zusammen, dass ich aus einer Flüchtlingsfamilie kam“, sagt die heute 82-jährige Martha Krause. „Dabei habe ich viel gearbeitet, geschuftet wie ein Ochse.“ Sie stammt aus der Nähe von Posen im heutigen Polen, vier Wochen dauerte die Flucht 1945. Ihr späterer Ehemann kommt aus Königsberg in der Neumark, die Familie zog schon 1936 nach Kleßen.

Martha wollte eigentlich Schneiderin werden, daraus wurde aber nichts. Sie ging nach einer kurzen Zeit im Spulenwerk Premnitz in die Landwirtschaft, arbeitete dann ihr Leben lang auf dem Feld – hackte Rüben, machte Heu oder sortierte Kartoffeln. Heinz Krause hatte ebenfalls immer mit Ackerbau zu tun – erst fuhr er Traktor, dann war er Brigadier in der LPG. „Der Traktor war mein Leben, aber ich fuhr auch Mähdrescher, Häcksler und Schwadmäher“, sagt Krause, der 1947 einen Schutzengel hatte. Bei der Feldarbeit mit seinem Vater fuhr ihr Traktor auf eine Mine. Noch heute hat er Splitter im Rücken. „Der Arzt meinte damals, dass ich ein Riesenglück hatte“.

1975 zogen die Beiden von ihrer Wohnung ins eigene Häuschen in Kleßen. Bereits 1956 war die Tochter auf die Welt gekommen, 1961 der Sohn. Mittlerweile haben die Krauses vier Enkel – drei Jungen und ein Mädchen. Und auch die wollten schon mal wissen, warum die Ehe von Oma und Opa so lange gehalten hat. Die Antwort: „Rauf und runter. Öfter mal zanken und sich vertragen, deshalb sind wir so lange zusammen“, meint Martha Krause augenzwinkernd. Und Heinz Krause ergänzt: „Wir haben immer zusammengehalten.“

Vor einiger Zeit war nun der Umzug ins Seniorenzentrum nach Friesack notwendig geworden. „Den Schwestern hier haben wir zu verdanken, dass es uns gut geht und dass wir uns hier wohlfühlen können“, lobt Martha Krause.

Von Andreas Kaatz

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