Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Hier entsteht Bauland für Familien
Lokales Havelland Hier entsteht Bauland für Familien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 10.04.2018
Ein Fleckchen mit Aussicht: René Wustrau hat den ehemaligen Schweinestall in Vieritz gekauft und will den Schandfleck in Bauland verwandeln. Quelle: Ch. Schmidt
Anzeige
Vieritz

Weite Landschaft, am Horizont erstrecken sich Wälder und außer Vogelgezwitscher und Windgeräuschen ist es hier am Ende der Straße „Märsche“ in Vieritz äußerst ruhig. Eine optimale Wohnlage für alle, die die Natur und das Landleben lieben. Das dachte sich auch René Wustrau, der das Land sowie den ehemaligen LPG-Stall, der einst zur Ferkelzucht diente, gekauft hat.

„Ich möchte hier Platz für ein bis zwei Wohnbebauungen mit Stallanlagen oder Nebengebäuden schaffen“, sagt René Wustrau. Der gebürtige Vieritzer hat das Grundstück, das einer großen Erbengemeinschaft gehörte, bereits im Dezember 2016 in Potsdam ersteigert.

In das Stallgebäude musste er zusätzlich investieren. Es gehörte einem Berliner, der den Stall nach der Wende erworben hatte und hier zuletzt Schafe hielt. Im Juni 2017 kaufte Wustrau den rund 1300 Quadratmeter großen Stallkomplex und beräumte das Grundstück.

Zum Grundstück in Vieritz gibt es bei Bedarf auch Ackerland

„Hier lag meterhoch Gestrüpp, eine Art Zaun aus alten Matten und jede Menge Unrat“, erinnert sich Wustrau. Die Dorfbewohner verfolgen seither neugierig und mit Wohlwollen die Entwicklungen am Ende des unbefestigten Weges, der von Vieritz nach Milow führt.

„Viele sind froh, dass sich ein Ortsansässiger der Fläche annimmt und diesen Schandfleck beseitigt. Einige kamen auch direkt auf mich zu und wollten wissen, was ich damit vorhabe“, erzählt der 38-Jährige Investor.

5400 Quadratmeter Bauland in Aussicht

Die gesamte Fläche, die an der „Märsche“ in Vieritz in Bauland umgewandelt werden soll, umfasst etwa 5400 Quadratmeter.

Davon sind rund 1300 Quadratmeter bebaut und mit Beton versiegelt.

Nach einer Grundberäumung soll eine exakte Vermessung des gesamten Geländes erfolgen.

Über die Nutzung der Fläche sind sich Investor und Gemeinde einig. Beide streben eine Wohnbebauung an.

Außerdem erhoffen sich die Gemeindevertreter von dem Vorhaben eine positive Veränderung des Ortsbildes sowie eine attraktive und ortstypisch Bebauung.

Naturschutzrechtliche Belange gibt es derzeit nicht. Die zuständigen Fachleute fanden keine Hinweise darauf, dass sich in dem Stallgebäude geschützte Tierarten eingenistet haben.

Die Fläche liegt auch nicht im Landschaftsschutzgebiet Westhavelland.

Positive Reaktionen kamen auch aus dem Ortsbeirat und den Ausschüssen der Gemeinde Milower Land. „Wir freuen uns, dass auf dem Gelände endlich Ordnung geschaffen wird“, erklärte Anke Engeleiter, Ortsvorsteherin von Vieritz in einer Sitzung.

Inklusive Ackerland, das der Investor teilweise potenziellen Interessenten zur Verfügung stellen will, zum Teil aber auch privat nutzen wird, umfasst die Fläche etwa acht Hektar Land.

Damit ergibt sich für künftige Bewohner die Möglichkeit, selbst etwas Landwirtschaft zu betreiben oder Tiere zu halten. Die Fläche für die Wohnbebauung beträgt rund 5400 Quadratmeter.

René Wustrau plant, bis Ende dieses Jahres das Stallgebäude abzureißen. Im nächsten Jahr könnten dann die Grundstücke bebaut werden. Noch weiß er nicht, ob er hier selbst bauen wird, um anschließend die fertigen Häuser zu verkaufen oder ob er lediglich die Grundstücke veräußert. „Vermutlich wollen Menschen, die sich für ein solches Stück Land interessieren lieber selbst bauen“, vermutet Wustrau.

Hier wurden bis zur Wende Schweine gezüchtet. Investor René Wustrau plant, das Stallgebäude noch in diesem Jahr abzureißen. 2019 könnten hier neue Wohnhäuser entstehen. Quelle: Christin Schmidt

Die künftigen Bewohner sollten auf jeden Fall das Dorfleben mögen, genau wie der Vieritzer Investor, der mit seinem Vater nicht nur ein Straßen- und Tiefbau-Unternehmen führt, sondern zudem hobbymäßig Landwirtschaft betreibt, Pferde und andere Tiere hält.

„Ich kann mir auch vorstellen, die Flächen an einen Interessenten zu verkaufen, der lieber abgeschieden leben möchte“, so der 38-Jährige.

Bis sich am Ende der Märsche neue Bewohner ansiedeln können, muss aber zunächst ein Bebauungsplan erstellt und vom Landkreis Havelland genehmigt werden. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Aufstellungsbeschluss, über den am Mittwoch die Vertreter der Gemeinde Milower Land abstimmen werden. Gegenstimmen sind nicht zu erwarten.

„Wir sind natürlich glücklich und dankbar, wenn sich ein Investor findet, der eine Brache abreißt und neu entwickelt. Deshalb unterstützen wir solche Vorhaben als Verwaltung so gut wir können“, betont Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land.

Das Vorhaben, das René Wustrau in Vieritz umsetzen will, gibt aus seiner Sicht doppelt Grund zur Freude. Zum einen wird ein Schandfleck beseitigt. Zum anderen bietet es die Chance, neue Mitbürger in die Gemeinde zu locken.

„Wir haben eine Nachfrage nach Baugrundstücken und Wohnobjekten, die wir nicht befriedigen können“, betont Menzel. Zwar versucht die Verwaltung mit der Bebauung des Springbergs in Milow dem nachzukommen, reichen werde das aber nicht.

Von Christin Schmidt

Im April ziehen die ersten Senioren in den ehemaligen Kuhstall des früheren Gutes Paulinenaue. Dort entstehen derzeit acht seniorengerechte Wohnungen, darunter zwei speziell für Rollstuhlfahrer. Außerdem wird in dem denkmalgeschützten Gebäude auch eine Tagespflege des Gemeinschaftswerkes Wohnen und Pflege eröffnen.

19.03.2018

Der Jugendförderpreis für Mathias Lawerenz war eine Überraschung. Der Feuerwehrmann kümmert sich in Böhne um die Jugendwehr, die in diesem Jahr Jubiläum feiert. Jetzt wurde der Preis an Lawrenz übergeben.

19.03.2018

Von Priort aus gibt es mehrere Zugänge in die Naturlandschaft der Döberitzer Heide. Nut sind die im Moment kaum nutzbar für Spaziergänger oder Radfahrer, weil sie solche Rillen aufweisen, dass Sturzgefahr besteht. Die Sielmannstiftung will helfen, die Verursacher zu finden, damit die Wege repariert werden können.

19.03.2018
Anzeige