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Havelland Hier entsteht ein neues Freizeitgelände für alle
Lokales Havelland Hier entsteht ein neues Freizeitgelände für alle
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00:21 04.11.2017
Gestern wurden die Fitnessgeräte für den Rideplatz angeliefert. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Auf dem Freizeitplatz am Rathenower Körgraben, dem Rideplatz, geht es jetzt Schlag auf Schlag. Nachdem Kinder und Jugendliche in der vergangenen Woche eine Übungsbahn für BMX-Sportler hergerichtet haben, sind am Mittwoch die Fitnessgeräte angeliefert worden, die auf einer rund 150 Quadratmeter großen Fläche am Eingang des Platzes installiert werden.

Damit geht es jetzt, nach einer langen Planungsphase, mit der Gestaltung des rund zwei Hektar großen Geländes richtig los. Im Zentrum der genannten Fläche, die vom Körgraben aus gesehen auf dem Rideplatz vorne links liegt, wird ein zentrales Gerät mit Sprossen, Stangen und anderen Elementen installiert, auf dem vor allem Kinder und Jugendliche ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen können.

Um dieses zentrale Gerät herum gruppieren sich künftig vier kleinere Fitnessgeräte, die so konzipiert sind, dass sie auch von älteren Menschen genutzt werden können. Nach Auskunft von Jens Hubald, der das Rideplatz-Projekt von seiten der Stadtverwaltung begleitet, handelt es sich bei den Geräten um einen Sitzwalker, eine Beinpresse, eine Schulter-Brust-Station und einen Ganzkörpertrainer.

Finanziert wird diese Anlage aus zwei Quellen: 20 000 Euro kommen von der Stiftung „Lebendige Stadt“, die das Rathenower Rideplatz-Projekt zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im vergangenen Jahr als Pilotvorhaben ausgewählt hat. 40 000 Euro schießt der Landkreis Havelland zu, der von dem Mehrgenerationen-Ansatz des Vorhabens ebenso begeistert war wie die genannte Stiftung und der DOSB.

Blick auf die Fläche, auf der die Fitnessgeräte installiert werden sollen. Quelle: Kniebeler, Markus

„Dem verbindenden Charakter des Sports wird auf dem Rideplatz ein hoher Stellenwert eingeräumt“, sagt Jens Hubald. Der Sport eröffne einzigartige Möglichkeiten, Menschen zusammenzuführen. Grenzen – egal ob Altersgrenzen, Nationalitätsgrenzen, soziale Grenzen, Konfessionsgrenzen – würden nirgends so leichtfüßig überwunden wie beim Sport. Die Fitnessanlage, deren Bau am Mittwoch begonnen hat, sei das beste Beispiel. Hier könnten künftig Menschen gemeinsam aktiv werden – und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft.

Nichtsdestotrotz soll der Rideplatz mit seinen geplanten Angeboten besonders Kinder und Jugendliche ansprechen. Die Übungsbahn für BMX-Sportler, die in einer Ferienaktion des Kreissportbundes hergerichtet wurde, ist dafür das beste Beispiel. Eine so genannte Dirtbahn, auf der geübte BMX-Sportler ihrem Hobby frönen können, soll im kommenden Jahr folgen.

Und auch die Skateranlage, deren Bau in der ersten Hälfte des kommenden Jahres erfolgen soll, richtet sich an eine jugendliche Klientel. Hierfür wird der zweite Teil des Stiftungsgeldes – 20 000 Euro – verwendet, wiederum aufgestockt mit 40 000 Euro aus der Kreiskasse.

Die Stadt Rathenow ist finanziell an dem Rideplatz-Projekt nicht beteiligt. Was nicht bedeutet, dass von ihr keine Unterstützung kommt. Im Gegenteil. Zum ersten stellt sie das zwei Hektar große Gelände am Körgraben zur Verfügung. Zum zweiten haben Mitarbeiter der Stadt entscheidenden Anteil an der Planung des Vorhabens. Jens Hubald, Sachgebietsleiter für Stadtentwicklung, und Jugendkoordinator Tilo Windt haben sich gemeinsam mit Jugendlichen der Stadt schon für den Freizeitplatz am Körgraben eingesetzt, als sonst niemand so recht daran glauben wollte.

Freizeitplatz mit Vorgeschichte

Die Idee, den ehemaligen Reitplatz am Rathenower Körgraben zu einem Freizeitplatz umzugestalten, wurde im Jahr 2012 von Rathenowern Jugendlichen geboren.

Das Vorhaben kam 2014 zum Stillstand, weil baurechtliche Fragen nicht rechtzeitig geklärt werden konnten.

Zu einer Wiederbelebung der Reitplatzpläne kam es 2016. Als Ende 2016 die Stiftung „Lebendige Stadt“ den Rideplatz zum Modellvorhaben erkor und 40 000 Euro zur Finanzierung freigab, kam Schwung in die Sache.

Bis Ende 2018 soll ein Großteil des Vorhabens verwirklicht sein.

Von Markus Kniebeler

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