Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Hier lässt es sich einfach gut leben
Lokales Havelland Hier lässt es sich einfach gut leben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:50 20.08.2016
Das Gärtnerhaus in Nennhausen ist ein Ort der Kultur. Das Gebäude, das 1719 erbaut wurde, müsste dringend saniert werden. Quelle: Foto: Dirk Froehlich
Anzeige
Nennhausen

Kultur spielt ohne Frage in Nennhausen eine bedeutende Rolle. Den Grundstein dafür legten die Dichterin Caroline de la Motte Fouqué, geborene von Briest, und ihr Mann, der Schriftsteller Friedrich de la Motte Fouqué. Bis heute sind ihre Spuren in Nennhausen sichtbar – unter anderem in der Dauerausstellung „Romantik in Nennhausen“ im Gärtnerhaus. Der Kulturverein Nennhausen füllt das 1719 erbaute Gebäude heute mit Leben. Er ist einer von vier Vereinen, die das gesellschaftliche Miteinandern bereichern.

Neben dem Kulturverein sind viele Nennhausener im Sportverein FC Rot Weiß Nennhausen 1990, in der Schützengilde, im Anglerverein und in der örtlichen Feuerwehr organisiert. Höhepunkt des Vereinslebens dürfte der alljährliche Weihnachtsmarkt am vierten Adventswochenende sein. „Eigentlich ist es vielmehr ein Vereinsmarkt, denn alle Vereine packen mit an und planen tolle Aktionen“, berichtet Nennhausens Bürgermeisterin Brigitte Noël begeistert. Auf dem Fouqué Platz vor dem Gärtnerhaus findet die Veranstaltung seit etwa zehn Jahren statt. Rund 350 Gäste lockt der Markt jedes Mal an.

Gärtnerhaus muss dringend saniert werden

Noël ist seit einer gefühlten Ewigkeit das Oberhaupt des etwa 1000 Einwohner großen Orts. Ihre erste Wahl ist so lange her, dass sie sich selbst kaum daran erinnern kann. Mitte der 1990er Jahre muss es gewesen sein. Neben dem Ehrenamt in der Kommunalpolitik ist Brigitte Noël auch Mitglied im Kulturverein. 2003 wurde dieser gegründet, aktuell sind in ihm 23 Mitglieder organisiert. Davon beteiligen sich zehn aktiv an der Vereinsarbeit. „Einige von uns leben inzwischen nicht mehr in Nennhausen, fühlen sich dem Ort und dem Verein aber nach wie vor verbunden“, erklärt Noël.

Jeden Sonntag öffnen die Vereinsmitglieder das Gärtnerhaus von 14.30 bis 17.30 Uhr und laden Gäste zu einem Besuch der aktuellen Ausstellung ein. „Das wird wirklich gut angenommen“, freut sich Brigitte Noël. Zugleich weist sie auf ein dringendes Problem hin: „Eigentlich müsste das Gärtnerhaus dringend saniert werden, allerdings gibt es für solche Vorhaben derzeit keine Fördermittel und Eigenmittel sind nicht vorhanden.“ Die Hoffnung, dass das älteste Haus am Fouqué Platz irgendwann doch noch in neuem Glanz erstrahlt, hat sie aber noch nicht aufgegeben.

Die Bahnanbindung ist wichtig für den Ort

In Nennhausen ist man eben optimistisch und dazu gibt es auch jede Menge Gründe. Zum Beispiel die guten Zusammenarbeit der Vereine untereinander. „Insbesondere jüngere Nennhausener sind oft in zwei Vereinen aktiv, sie engagieren sich als Trainer oder sind selbst aktive Sportler. Die Schützengilde hat zum Beispiel eine Jugendabteilung und die Mitglieder kommen längst nicht nur aus Nennhausen, sondern aus dem gesamten Amtsbereich“, so Noël.

Ein weiterer Grund ist die gute Bahnanbindung. „Wir haben viel Geld ausgegeben, um den Bahnhofsvorplatz herzurichten“, erinnert sich die Bürgermeisterin. Ebenfalls wichtig: In Nennhausen gibt es zwei Bäcker, ein kleines Lebensmittelgeschäft und eine Schule. Es lässt sich also gut Leben hier. Das zeigt auch der Grundstücksmarkt: Freie Wohnungen sind zwar noch zu haben, Baugrundstücke gibt es aber kaum noch. Das Ergebnis ist eine gute Mischung aus als Alteingesessenen und Zugezogenen. Auf beiden Seiten gibt es Menschen, die sich eher zurückziehen und jene, die sich in die Gesellschaft einbringen und den Ort mit Leben füllen.

Von Christin Schmidt

Matthias Hoschek aus Spandau sammelt seit rund 10 Jahren Würfel in allen Größen, Formen und Farben, aus den verschiedensten Materialien und Epochen. Er durchstöbert Flohmarktstände, Onlineportale und Auktionshäuser – immer auf der Suche nach etwas Besonderem. Sein ältestes Exponat ist rund 3000 Jahre alt.

20.08.2016

Es soll ja Menschen geben, die den diesjährigen Sommer als zu kalt bezeichnen. Mal abgesehen davon, dass man das eigentlich so pauschal nicht behaupten kann – an diesem Wochenende werden es immerhin fast 28 Grad: Was soll denn Axel Lüdecke sagen? An seinem Arbeitsplatz in Falkensee herrscht auch im Hochsommer ewiger Winter bei minus 20 Grad.

20.08.2016

Die Rathenower Hebamme Manuela Neubüser kann in diesem Jahr zwei Jubiläen begehen. Seit 25 Jahren ist sie in freier Niederlassung tätig und vor 20 Jahren richtete sie ihre Praxis an der Großen Hagenstraße 8a ein. Durch den von ihr gegründeten Verein „Kleeblatt“ mit seinen Eltern-Kind-Gruppen ist dort eine gefragte Anlaufstelle für junge Leute entstanden.

20.08.2016
Anzeige