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Havelland Historische Aufnahmen und die Gegenwart
Lokales Havelland Historische Aufnahmen und die Gegenwart
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18:32 29.08.2016
Dennis Schulz mit Falkenseer Ansichten. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Der Vergleich fällt ernüchternd aus. Fast möchte man meinen: Früher war alles besser. 20 historische Aufnahmen sind in der Ausstellung „Die Bahnhofstraße im Wandel der Zeiten“ zu sehen, am Montag wurde sie in der Falkenseer Fair-Passage hinter dem Weltladen eröffnet. Den Aufnahmen aus vergangenen Schwarz-Weiß-Zeiten sind aktuelle Aufnahmen von Dennis Schulz gegenübergestellt. Und genau dieser Vergleich bringt die Ernüchterung.

Wo einst ein Wohnhaus stand, gähnt jetzt eine Unkrautfläche und die Zufahrt zum Einkaufszentrum Akazienhof. An einem anderen Haus sind die alten, verschnörkelten Balkongitter verschwunden, das Gebäude ist heute glatt verputzt. Lindenbäume geben der Straße ein lebendiges Aussehen, heute sieht der Abschnitt am Bahnhof kahl aus. Das Haus mit dem Lebensmittel-Schriftzug ist gleich ganz verschwunden, es wich nach der Wende dem Tunnelbau.

Dennis Schulz hat die neuen Aufnahmen in diesem Jahr gemacht. Eigentlich ist er ein ausgewiesener Experte für Landschafts- und Naturfotografie. Nun Architektur. „Die Auseinandersetzung mit den historischen Aufnahmen war reizvoll“, sagt er. Der gebürtige Falkenseer ist 25 Jahre alt, für ihn waren die historischen Aufnahmen Bilder aus einer anderen Welt. „Auf den Fotos, die etwa einhundert Jahre alt sind, sieht man, dass es für die Bewohner etwas Besonderes war, fotografiert zu werden“, zeigt er auf die vielen Kinder, die sich den Fotografen mit ins Bild gestellt hatten.

Akribisch, dokumentarisch hat Dennis Schulz seine Bilder gemacht, hat versucht, den Standpunkt des unbekannten Fotografen von vor 30, 50 oder 100 Jahren einzunehmen. Eine spannende Begegnung ist so entstanden. Dass sie oft nicht zu Gunsten der Gegenwart ausfällt, gibt der Ausstellung eine ernste Komponente. Trotzdem ist es eine Freude, die Aufnahmen zu betrachten. Schon bei der Eröffnung staunten die Besucher: „Guck mal, hier war sogar Butter-Lindner“, hieß es, „oder hier der Gasthof zur alten Linde.“ Die Bilder laden gewissermaßen zum Bummeln und Stöbern ein, das ist für die Bahnhofstraße eher noch die Vision. Aber es gibt Menschen, die sich um diese Vision bemühen. Walter Eder ist einer davon, er ist Inhaber der Fair-Passage in der Bahnhofstraße 61 und hat die Schaufenster für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Er gehört auch zur Werbegemeinschaft Starke Mitte, die die Fotoausstellung in Auftrag gegeben hat und damit die Diskussion über die Gestaltung der Straße anregen will. Für den 6. September lädt die Werbegemeinschaft zum Werkstatt-Talk über Entwicklung des Falkenseer Einzelhandels ein. Diskutiert wird ab 19 Uhr im Musiksaalgebäude auf dem Stadthallencampus. Die Bilder von Dennis Schulz sind bis Anfang November in der Passage hinter dem Weltladen zu sehen. Er selbst ist beim Falkenseer Stadtfest am 10. September mit einem Informationsstand vertreten..

Internet Mehr zu Dennis Schulz unter www.ds-naturfotografie.de

Von Marlies Schnaibel

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