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Historische Flugzeuge werden ausgemottet

Bienenfarm (Havelland) Historische Flugzeuge werden ausgemottet

Traditionell bringen die Mitglieder des Quax-Vereins ihre Oldtimer-Maschinen vor dem Saisonstart auf dem Flugplatz in Bienenfarm im Havelland auf Vordermann. Noch bis zum 23. April läuft das so genannte „Ausmotten“, bei dem Zuschauer und Besucher herzlich willkommen sind.

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Jörg Schramma gehört zur lokalen Quax-Gruppe. Er fliegt eine Harward IV (T-6) von 1954.

Quelle: Carsten Scheibe

Bienenfarm. Auf dem Flugplatz Bienenfarm hat das traditionelle Ausmotten der historischen Flugzeuge des Quax-Vereins begonnen. Besitzer flugfähiger Oldtimer kommen aus ganz Deutschland zum brummenden Stelldichein in die Gemeinde Paulinenaue.

Den Namen Bienenfarm trägt der kleine Flugplatz gleich hinter Nauen zu Recht. Seit Ostermontag brummt und summt es hier wie im Bienenkorb. Nur, dass keine Bienen durch die Luft sausen, sondern Flugzeuge – einmotorige Einzel- und Doppeldecker, die aufgrund ihres hohen Alters längst als Oldtimer gelten. Blaue, gelbe, rote und weiße Flugzeuge schrauben sich von der Startbahn gemächlich in die Luft, um ein paar ruhige Runden zu fliegen oder um erste Kunstmanöver zu präsentieren.

Auf dem Flugplatz

Auf dem Flugplatz.

Quelle: Carsten Scheibe

Verantwortlich für das Stelldichein ist der Quax-Verein, der in diesem Jahr bereits zum neunten Mal zum traditionellen Ausmotten einlädt. Quax ist der Verein zur Förderung von historischem Fluggerät. 2006 wurde er gegründet – die mehr als 450 Mitglieder sitzen in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern.

Beim Ausmotten geht es darum, die Maschinen nach dem langen Winter das erste Mal wieder zu bewegen. Der Berliner und Havelländer Zweig des Quax-Vereins hat einige Maschinen im Bienenfarm-Hangar zu stehen. Matthias Missal ist ehemaliger Flugzeug-Mechaniker. Er unterstützt den Verein und schaut als Wart auf die Maschinen: „Unsere Flugzeuge sind das ganze Jahr über in einem Top-Zustand. Im Winter nehmen wir uns aber die Zeit, um aufwändige Arbeiten zu erledigen, die nicht sicherheitsrelevant sind.“

Für Fluglehrer Jörg Emken ist das Ausmotten auch gar nicht in erster Linie dafür da, um die Maschinen zu bewegen: „Wichtiger ist, dass wir Fluglehrer die eine oder andere Runde mit unseren Hobbypiloten drehen, die über den Winter keine Flugpraxis sammeln konnten. Da ist eine Auffrischung sehr willkommen.“

Das Fluggerät

Das Fluggerät.

Quelle: Carsten Scheibe

Eine solche Flugstunde nimmt auch Wolfgang Knobloch wahr. Der Pilot hat bereits einen Flugschein und sogar mehrere tausend Flugstunden hinter sich. Um allerdings mit den Oldtimern fliegen zu dürfen, braucht er eine gesetzlich vorgeschriebene Spornrad-Einweisung. Jörg Emken: „Das Spornrad sitzt hinten und lässt das Flugzeug schräg stehen. Man kann deswegen auf der Startbahn nicht auf den Boden schauen und muss sich anders orientieren. Das muss auch ein erfahrener Pilot erst einmal lernen.“

Jörg Schramma steht vor einer tiefblauen Harward IV (T-6) Baujahr 1954. Er fliegt seit 40 Jahren – erst mit dem Segelflugzeug, dann bei der Bundeswehr mit dem Düsenjäger, dann als Flugkapitän bei einem Airliner und nun als Hobby mit dem Oldtimer: „Bis jetzt sind 15 Quax-Maschinen vor Ort. Ein Pilot ist sogar extra aus Spanien angereist.“ Besucher und Zuschauer sind noch bis zum 23. April auf dem Flugplatz Bienenfarm willkommen. Es gibt einiges zu sehen – Kunststücke in der Luft und historische Maschinen auf der Erde.

Von Carsten Scheibe

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