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Hobbykünstler präsentieren Österliches

Falkensee Hobbykünstler präsentieren Österliches

Ostereier in allen Größen und Variationen lockten am Sonnabend viele Besucher nach Falkensee. Hier fand der Ostermarkt und das traditionelle Frühlingsfest statt, organisiert von den Falkenseer Hobbykünstlern und der „Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte“. Mit 53 Ständen war er in diesem Jahr so groß und so bunt, wie nie.

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Annette Rider (l.) und Petra Helfrich an ihrem gemeinsamen Stand auf dem Ostermarkt.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Straußeneier, Gänseeier, Puteneier, Taubeneier, Wachteleier und natürlich auch Hühnereier lockten viele Besucher vor die alte Stadthalle in Falkensee. Dort fanden am Sonnabend der Ostermarkt und das traditionelle Frühlingsfest statt, organisiert von den Falkenseer Hobbykünstlern und der „Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte“.

Mitveranstalterin Karin Klemme von den Hobbykünstlern war schon seit halb sieben morgens auf den Beinen. Immerhin 53 Stände hatte sie auf dem fünften Ostermarkt zu betreuen. „Wir werden immer erfolgreicher. Die ersten Besucher waren heute schon um halb zehn da. Offiziell ging es um elf los“, erzählte die engagierte Falkenseerin.

Ausgefallenes zu Ostern

Wer ein ausgefallenes Geschenk zum Osterfest suchte, schaute am besten bei Siegfried Kögler aus Schönwalde vorbei. Der gebürtige Niedersachse aus Celle fertigt seit 25 Jahren kleine und große Kunstwerke aus Tiffany-Glas an: Fensterschmuck oder Kerzenleuchter aus Spiegelglas mit Murmeln besetzt. Seine Ehefrau entwirft die Zeichnungen für allerlei Tierchen, die Kögler dann in Glas umsetzt.

Eine Marktstandgemeinschaft der besonderen Art pflegten Annette Rider aus Berlin und Petra Helfrich aus Falkensee. Die Kommunikationsberaterin Annette Rider ist ausgebildete Porzellanmalerin der KPM. Sie stellte zart bemalte Eier mit Blüten, Pflanzenzweigen und edlem Blattgold als Hommage an Maler Gustav Klimt aus. Rider traf ihre Standkollegin Petra Helfrich vor sechs Jahren auf dem Straußenhof in Großderschau. Dort verkaufte diese selbst gemachte Puppen. „Ich bemalte die Gesichter der Porzellanköpfe. Da hatten wir ein Thema und tauschten uns aus“, sagte Petra Helfrich. Seitdem gehen beide gemeinsam auf Märkte.

Das Puppentheater „Stoffwechsel“ aus Schönwalde

Das Puppentheater „Stoffwechsel“ aus Schönwalde.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Vogeltränken aus Keramik für den Garten hatte Lydia Laurent aus Falkensee im Angebot. „Der Renner sind die Blüten aus Ton auf Draht“, erzählte die Tochter einer Französin und eines deutschen Kriegsgefangenen. Prunkstück ihres Repertoires: ein schwarz-weiß gemusterter Krug in Raku-Technik.

Immer auf der Suche nach neuen Ideen

Organisatorin Karin Klemme ist unermüdlich auf der Suche nach neuen Ständen, um dem Markt ein attraktives Gesicht zu verpassen. Auf der Grünen Woche entdeckte sie die Frauengruppe der Kleingärtner aus Charlottenburg. Drei Damen und ein Quotenmann um die Vorsitzende Angelika Urban betreuten einen bunten Tisch mit Ostergestecken. Geradezu magnetisch wirkte ein schwarzes Zelt mit gelbem Dach auf Groß und Klein: das Puppentheater „Stoffwechsel“ aus Schönwalde. Nach Zuckerwatte oder einer Fahrt auf dem Karussell gab es für Mädchen und Jungen zwei Mal eine Reise in die Welt der Träume. Das Stück „Peter und der Wolf“ sorgte für voll besetzte Bänke. „Es ist wunderbar, wenn die Kinder mit großen Augen unsere Aufführungen verfolgen und mitfiebern“, sagte Jürgen Fiedler. Mit Reinhard Dahms und Johanna Hoffmann bewegt er die Puppen, verleiht ihnen Stimmen, macht sie lebendig. Um 17 Uhr wurde eine Komödie über einen verwirrten Lottogewinner gezeigt. Ausdrücklich für Erwachsene angekündigt. Aber schon eine Stunde zuvor saßen Kinder auf den Bänken. Gute Kunst spricht sich halt rum.

Kuchen und Tombola

Die 16 gespendeten Torten und Blechkuchen der Hobbykünstler waren schon am frühen Nachmittag restlos ausverkauft. Länger zu haben waren die Lose der Tombola. Die Preise hatten die Hobbykünstler selbst gebastelt: bunte Osterhasen, glitzernde Ketten und der Hit auf diesem Frühlingsfest, Patchwork-Taschen. Schließlich sind Plastiktüten im Supermarkt teuer geworden - eine Stofftasche spart nicht nur Geld, sie zeugt auch vom Mode- und Umweltbewusstsein der Träger. Die Bastler und Hobbykünstler hatten gute Laune, waren sie doch mit dem Markt und ihren Umsätzen zufrieden.

Von Judith Meisner

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