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Hochbetrieb in den Gaststätten

So feierte Rathenow ins Jahr 2016 Hochbetrieb in den Gaststätten

Silvester feierten viele Westhavelländer auch in diesem Jahr wieder in den Rathenower Gaststätten. Hier war zum Jahreswechsel wieder Hochbetrieb. Es wurde gesungen, getanzt, gelacht – und natürlich gegessen.

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Das Feuerwerk in der Silvesternacht – vom Kirchturm Sankt Marien-Andreas aus beobachtet

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Schon die alten Römer verabschiedeten das zu Ende gehende Jahr mit einem Fest. Im Jahr 153 nach Christus verlegten sie den Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar. Die Verbindung des Jahresendes mit dem Namen des heiligen Silvester, des Papstes, der am 31. Dezember 335 starb, geht auf das Jahr 1582 zurück. Durch die Gregorianische Kalenderreform wurde das Jahresende vom damaligen 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegt. Traditionell gibt es in vielen Familien an Silvester Karpfen zu essen. So auch bei Christel Helbig. Sie kaufte ihren Karpfen am Vortag auf dem Wochenmarkt.

Christel Helbig zeigt ihren Silvesterkarpfen

Christel Helbig zeigt ihren Silvesterkarpfen.

Quelle: Uwe Hoffmann

„Zu Silvester muss es Karpfen sein“, sagte die Rathenowerin. „Wir machen ihn abwechselnd Blau oder gebacken. In diesem Jahr essen mein Mann und ich den Fisch im Ofen gebacken, mit Gemüse.“ Früh morgens bildete sich eine lange Schlange vor dem Verkaufsstand von „Schöppi’s Fisch“. „Der Trend ‚Karpfen zu Silvester’ ist seit Jahren unverändert“, so Benno Schöpp aus Hohennauen, der regelmäßig auf dem Rathenower Wochenmarkt steht. „In diesem Jahr sind die Karpfen etwas größer als sonst.“ In seinem Becken schwammen am Morgen noch zirka 25 der lebenden Fische, die er aus Angermünde bezieht.

Hochbetrieb in den Gaststätten

Silvester feierten viele Westhavelländer auch in diesem Jahr wieder in den Rathenower Gaststätten. Im Blauen Saal des Kulturzentrums spielten „Helga & Band“ aus Schönebeck bei Magdeburg. Sängerin Helga, Gitarrist Werner und Keyboarder Marcel spielten ein buntes Programm von Schlager über Rock-Oldie bis zu aktueller Tanzmusik. Im Havelrestaurant „Schwedendamm“ lautete das diesjährige Motto „Après Ski“. So gab es am Buffet unter anderem Spätzle Spanferkelbraten; zum Dessert Bratapfel. 200 Westhavelländer feierten mit DJ Marcel Böttger und eine halbe Stunde mit Überraschungsgast „Die süße Helga“.

Martin Tschirnich – „Die süße Helga“

Martin Tschirnich – „Die süße Helga“.

Quelle: Uwe Hoffmann

Der Rathenower Martin Tschirnich unterhielt die Feiernden stimmungsvoll. Zuvor hatte er schon einen Auftritt im Restaurant „Am Alten Hafen“. Dort begleitete Joe Carpenter die Gäste mit Gesang in das Neue Jahr. „Im nächsten Jahr feiern wir mit den Gästen fünf Mal Silvester um die halbe Welt. Wir beginnen 19 Uhr mit den Seychellen. Weiter geht es mit Usbekistan, Moskau und Südafrika. Um Mitternacht sind wir natürlich wieder in Deutschland“, erzählt Inhaber Michael Schönberg. „Dazu servieren die Servicekräfte jeweils in landestypischer Tracht das passende kulinarische Gericht.“ 80 Gäste feierten in der „Alten Schmiede“.

Alle hatten ihren Spaß

Alle hatten ihren Spaß.

Quelle: Uwe Hoffmann

Feuerwerk vom Kirchturm gesehen

Um Mitternacht erlebten Pfarrer Andreas Buchholz und einige wenige Freunde das Silvesterfeuerwerk 265 Stufen über dem Kirchberg, auf dem Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Nach 30 Minuten „Dauerfeuer“ sah man noch bis 1 Uhr immer wieder Raketen in die Luft steigen.

Um Mitternacht wurde der Himmel bunt

Um Mitternacht wurde der Himmel bunt.

Quelle: Uwe Hoffmann

Und immer mehr die Feuerwerksbatterien mit bis zu über 100 Schuss mit noch mehr Farbeffekten. Im „Schwedendamm“ wurde mit einem alten Brauch in das Neue Jahr geschaut. „Wir machen Bleigießen, um zu sehen, was das Neue Jahr bringt“, erzählte Mandy, die mit ihrem Mann und vielen Freunden gemeinsam feierte. Während ein, zwei Stunden nach Mitternacht die ersten Gäste nach Hause gingen, begann die Feier in der „Musikbrauerei“ erst richtig. DJ Mr. Olly P. legt bis in den frühen Morgen für die jungen Westhavelländer auf.

Ruhige Nacht für die Feuerwehr

Nahezu ruhig verlief der Jahreswechsel für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow. „Wir mussten lediglich zu einem Einsatz am frühen Silvestermorgen, um 6.26 Uhr, ausrücken“, so Ortswehrführer Oliver Lienig. „Müllsäcke in einer Straße der Stadt brannten.“

Eine Tradition ist es auch in Rathenow, das Neue Jahr mit einem klassischen Konzert zu begrüßen. In diesem Jahr spielt das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode am Sonntag im Kulturzentrum wieder zwei Konzerte.

Von Uwe Hoffmann

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