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Hochzeit ein Jahr später erneut gefeiert

Nauen Hochzeit ein Jahr später erneut gefeiert

Oliver Kratzsch (36) ist einer von drei Bürgermeisterkandidaten, die am 24. September Stadtoberhaupt in Nauen werden wollen. Der Vater zweier Töchter gibt der MAZ einen kleinen Einblick in sein Privatleben und erzählt, wie er seine Frau kennenlernte und dass ihm Freunde sehr wichtig sind.

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Oliver Kratzsch ganz in Familie: Mit Ehefrau Ulrike und den beiden Töchtern Mila und Hanna.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Die Sonne schickt am Abend die letzten Strahlen auf die Terrasse des Hauses in der Stadtrandsiedlung. Es ist angenehm warm, der Himmel überwiegend blau. Oliver Kratzsch und seine Frau Ulrike genießen es, den Tag im Freien so ausklingen zu lassen, während Kater Bruno vorbei schaut und in die Sonne blinzelt. „Eigentlich hätte ich viel lieber einen großen Hund gehabt, vielleicht einen Dalmatiner. Aber da fehlt die Zeit“, sagt er. Hunde mag er, seine Eltern hatten auch einen.

Dass er mit seiner Frau und den beiden Töchtern Mila (3) und Hanna (fast 2) den Tag so entspannt ausklingen lassen kann, ist nicht unbedingt selbstverständlich. Schon jetzt ist Oliver Kratzsch, der für die SPD im Stadtparlament sitzt, an vielen Abenden nicht zu Hause. Sollte es klappen, dass er bei der Bürgermeisterwahl am 24. September oder aber bei der Stichwahl gewinnt, dann wird es wohl noch weniger Zeit sein, die ihm für die Familie zur Verfügung steht.

Trauung nach zehn Jahren „Probezeit“

„Das kann ich natürlich nicht machen, wenn die Familie nicht hinter mir steht“, weiß der 36-Jährige. Doch da muss er sich nicht sorgen. „Ich habe durchaus darüber nachgedacht, denn dann wird er schon sehr viel unterwegs sein. Es wird sich eine Menge ändern für die Familie. Doch schon bald stand für mich fest, das ich ihn unterstützen werde, wir kriegen das hin. Ich traue ihm das zu“, sagt Ehefrau Ulrike.

Die Familie Kratzsch im heimischen Garten

Die Familie Kratzsch im heimischen Garten.

Quelle: Andreas Kaatz

Seit 2005 kennen sich die beiden. „Bei einem Benefizkonzert in Berlin hatte es gefunkt“, erinnert er sich. Aber erst Jahre später wurde genau am Kennenlerntag geheiratet. „Nach zehn Jahren Probezeit habe ich sie überredet bekommen.“ Die Trauung fand in Nauen statt, wobei dies für den Bräutigam keine Bedingung war. „Wir hätten auch zur Ostsee fahren können, um dort zu heiraten, aber dann hätten wohl die Eltern rebelliert.“

Drei Jahre im NKC-Männerballett

Von einer großen Feier auf klassische Art hielten beide nichts, also war nur die engste Verwandtschaft eingeladen. Da aber hatten sie die Rechnung ohne den Nauener Karnevalsclub (NKC) gemacht, in dem sie Mitglied sind. „Am Tag der Trauung stellten einige von ihnen später vor unserer Einfahrt einen Tisch auf, hatten einen Kasten Bier dabei und feierten unsere Hochzeit auf der Straße. Es ging dann etwas länger“, meinte Kratzsch schmunzelnd. Der Wink wurde verstanden. Als Sommerfest haben sie die Feier genau ein Jahr später mit Freunden und Bekannten nachgeholt.

Karneval spielt schon länger im Leben der Kratzschs eine Rolle. Drei Jahre lang tanzte er im Männerballett mit. „Mit Karneval ist es ja so: Entweder du liebst es oder du hasst es.“ Der 36-Jährige muss es wohl lieben. Nachdem der NKC beide damit genervt hat, ob sie denn nicht mal das Prinzenpaar darstellen wollen, ließen sie sich erweichen – für ein Jahr. „Es hat uns viel Spaß gemacht“, sagt er rückblickend.

Urlaub mit Familie und Freunden

Gerne verbringt er viel Zeit mit seinen beiden Töchtern, auch wenn das aus Termingründen manchmal schwierig ist. „Ich bringe die Kinder morgens in die Kita, weil sie abends oft schon schlafen, wenn ich nach Hause komme. Es ist mit wichtig, dass ich sie mindestens einmal am Tag bewusst erlebe.“ Bei der Geburt beider Kinder war er mit dabei und verrät: „Eigentlich wollte ich nur ein Kind, aber dann hat mich meine Frau zum zweiten überredet.“ Es war die richtige Entscheidung, wie die Eltern immer wieder feststellten können: Hanna, die kleine Draufgängerin, und die eher vorsichtige Mila machen ihnen viel Freude.

In der Stadtrandsiedlung fühlt sich die Familie sehr wohl. Es ist ruhig und der Bahnhof trotzdem nicht weit weg. Und immer mal wieder kommen Freunde und Bekannte vorbei. „Dann trinkt man ein Bier zusammen, redet. Das ist schön“, meint Kratzsch. Man hilft sich gegenseitig. Einige waren tatkräftig mit dabei, als 2013 der Anbau am Haus entstand. Mit einigen Bekannten fährt die Familie gemeinsam in den Urlaub. Echte Freunde sind Oliver Kratzsch aber auch aus einem anderen Grunde wichtig: „Sie sagen mir ihre Meinung. Da bekomme ich ungefiltert ihre Sichtweise.“ Das habe ihm schon manchmal geholfen.

Von Andreas Kaatz

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