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Havelland Höchste Waldbrandgefahr im Havelland
Lokales Havelland Höchste Waldbrandgefahr im Havelland
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18:23 14.05.2018
Ein Funken genügt – in den Wälder im Havelland herrscht derzeit die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Quelle: Peter Geisler
Havelland

Schon ein kleiner Funke könnte dieser Tage ausreichen, um einen großen Waldbrand hervorzurufen. Denn anhaltende Trockenheit und leichter Wind machen die Wälder der Region derzeit zu besonders leicht entzündlichen Gebilden. Seit dieser Woche gilt daher im Havelland, wie auch in elf weiteren Kreisen im Land Brandenburg, die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5.

Bisher keine Vorfälle

„Bislang blieb es glücklicherweise ruhig, die Feuerwehren sind dennoch auf den Ernstfall vorbereitet“, so Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Die Waldgebiete im Havelland werden mit Kameras überwacht, gesteuert von der Zentrale in Bad Belzig. „Wenn irgendwo Rauch zu sehen ist, geben die Kollegen Alarm und die Einsatzkräfte rücken entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung aus“, erklärt Lothar Schneider.

Waldbrände für Feuerwehr besonders aufwendig

Dabei sind Waldbrände im Vergleich zu anderen Einsätzen besonders zeitaufwendig und eine große Belastung für Technik und Einsatzkräfte. Hinzu kommt, dass die Waldwege für die Einsatzfahrzeuge nicht immer gut befahrbar sind. „In Friesack mussten wir uns bei einem vergangenen Einsatz erst einmal mit der Kettensäge den Weg frei schneiden, weil wir nicht zum Feuer durchkamen“, so Schneider. Eine weitere Herausforderung ist die Wasserversorgung. „In den meisten Fällen müssen wir mit dem Wasser auskommen, das die Löschfahrzeuge an Bord haben“, so Schneider. Wenn vorhanden, können die Kameraden auch auf größere Seen oder den Hauptkanal zugreifen.

Waldnutzer sollten sich an bestimmte Regeln halten

Damit es gar nicht erst zu einem Waldbrand kommt, sollten sich vor allem Waldnutzer an bestimmte Regeln halten. Offenes Feuer in Wäldern und in deren Nähe ist ein absolutes Tabu. Dazu gehören auch Zigaretten, die unachtsam aus dem Autofenster geworfen werden. „Wir mussten in diesem Jahr schon zweimal ausrücken, da ein Zigarettenstummel eine Straßenböschung in Brand gesetzt hatte“, erinnert sich der Kreisbrandmeister. Viele seien sich der Gefahr gar nicht bewusst.

Autos haben im Wald nichts zu suchen

Zudem sollten keine Autos auf trockenen Grasflächen abgestellt werden, da auch der Katalysator oder andere heiße Fahrzeugteile einen Brand auslösen könnten. „Ein Auto hat grundsätzlich nichts im Wald zu suchen, auch nicht bei Regen“, betont die Leiterin der Oberförsterei Brieselang, Ulrike Repkow. Waldgebiete könnten bei der höchsten Gefahrenstufe und andauernder Lufttrockenheit auch komplett gesperrt werden,. „Darauf haben wir im Havelland bisher aber immer verzichtet“, erklärt sie.

Damit sich die Lage in den Wälder wieder entspannt, ist nun dringend Regen notwendig. „Am besten wäre ein schöner eintägiger Landregen, wenn es nur nieselt, bringt das gar nichts“, erklärt Ulrike Repkow.

Trockenheit ist auch für die Vegetation ein Problem

Die Trockenheit ist besonders für die im Frühjahr eingebrachte Saat ein Problem. „Ältere Bäume verfügen über bessere Speicherkapazitäten und kommen mit der Trockenheit eventuell besser zurecht“, so die Leiterin der Oberförsterei. Das Havelland habe zudem, ähnlich wie Oberhavel, einige tiefgründige feuchte Gebiete und Kanäle, die angrenzenden Wäldern zu Gute kommen.

Von Danilo Hafer

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