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Hoffen auf Geld für den Stadtumbau

Rathenow Hoffen auf Geld für den Stadtumbau

Seit 2002, als das Förderprogramm Stadtumbau aufgelegt wurde, sind rund 20 Millionen Euro für den Abriss leer stehender Wohnungen und die Aufwertung städtischer Quartiere nach Rathenow geflossen. Und es soll so weiter gehen. Derzeit wird im Rathaus die Bewerbung für die nächste Förderperiode vorbereitet.

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Der Georg-Penning-Platz in der nördlichen Innenstadt wurde mit Geld aus dem Stadtumbau-Programm gebaut.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Stadt Rathenow hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten so sehr verändert wie selten zuvor in einem vergleichbaren Zeitraum. Der Abriss hunderter Wohnungen, vor allem in Rathenow-Ost, die komplette Neugestaltung des Stadtzentrums und die Sanierung vieler stadtbildprägender Gebäude haben die Stadt attraktiver gemacht.

Viele dieser Vorhaben hätten nicht realisiert werden können, wenn sie nicht großzügig gefördert worden wären. Eines der effektivsten Förderinstrumente war das Stadtumbauprogramm, das 2002 aufgelegt wurde. Im Land Brandenburg wurden seitdem über 610 Millionen Euro in den Abriss leer stehender Gebäude und die Aufwertung von Stadtquartieren investiert.

Auch Rathenow hat von dem Programm profitiert. Nach Auskunft von Bauamtsleiter Matthias Remus flossen zwischen den Jahren 2002 und 2016 rund 20 Millionen Euro für Investitionen in die Stadt – 7,5 Millionen Euro für den Abriss leer stehender Wohnungen und 12,5 Millionen für die Aufwertung städtischer Lebensräume. Die Neugestaltung des Märkischen Platzes und der Berliner Straße etwa oder der Bau des Georg-Penning-Platzes konnten mithilfe des Stadtumbauprogramms realisiert werden. Auch die gerade laufende Sanierung der Weinbergschule wird mit Stadtumbaumitteln finanziert.

Allerdings lief das Programm Ende 2016 aus. Die gute Nachricht: Es wird weitergeführt. „Mit der Weiterentwicklung der Stadtumbaustrategie soll die Zukunftsfähigkeit der Städte in Brandenburg gesichert werden“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung.

Automatisch fließt das Geld freilich nicht in die Kommunen. Städte, die Mittel aus dem Fördertopf erhalten wollen, müssen sich bewerben. Und zwar auf eine genau vorgegebene Art und Weise. „Grundvoraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm ist der Nachweis eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“, sagt Remus. Außerdem müsse eine Stadtumbaustrategie vorgelegt werden. Und schließlich seien im Rahmen der Bewerbung bereits konkrete Projekte zu benennen, die mit dem Geld von Bund und Land umgesetzt werden sollen.

All diese Dinge sind nach Auskunft des Bauamtsleiters in Arbeit. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) soll im Oktober von den Stadtverordneten beschlossen werden. Und bei der Fortschreibung der Stadtumbaustrategie handele es sich um einen Prozess, der den aktuellen Begebenheiten anzupassen sei.

Derzeit ist es noch zu früh, konkreten Vorhaben zu benennen. Aber die Grundlinie der kommenden Jahre für die Entwicklung Rathenows zeichnet sich ziemlich deutlich ab. Nachdem in den ersten Jahren des Programms der Abriss leer stehender Wohnungen eine große Bedeutung hatte, werden künftig Aufwertungsmaßnahmen ein noch größeres Gewicht erhalten. Die Verbesserung der Wohnqualität sei, kurz zusammengefasst, das Ziel des Stadtumbaus, sagt Remus. Unter diesen Oberbegriff fallen dann auch Vorhaben wie die Entwicklung von Brachflächen oder die energetische Sanierung von Gebäuden. „Ziel ist es, die Stadt mit Unterstützung aus dem Programm zukunftsfähig zu machen“, sagt der Bauamtsleiter. Deshalb bereite die Verwaltung die Bewerbung sehr gewissenhaft vor.

Förderung in Millionenhöhe

Bei Vorhaben, die mit Geld aus dem Stadtumbauprogramm gefördert werden, greift die Drittel-Finanzierung: Zwei Drittel der Investitionssumme werden zu gleichen Teilen von Bund und Land beigesteuert. Das restliche Drittel zahlt die Stadt aus eigener Kasse.

20 Millionen Euro sind seit 2002 aus dem Förderprogramm nach Rathenow geflossen. Rechnet man den kommunalen Eigenanteil hinzu, wurden 30 Millionen investiert.

Von Markus Kniebeler

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