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Havelland Hoffen auf Stammzellen für krebskranke Dana
Lokales Havelland Hoffen auf Stammzellen für krebskranke Dana
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21:04 07.07.2016
Die Organisatorinnen der Typisierungsaktion „Gemeinsam für Dana“ Viktoria Eder (l.) und Peggy Wagner (r.) zusammen mit Dana (m.). Quelle: Gawande
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Schönwalde

Viktoria Eder, Peggy Wagner und Dana Müller (Nachname geändert) kennen sich über ihre Kinder im Kindergarten in Schönwalde. Man traf sich auf dem Spielplatz und zu Kindergeburtstagen. Als dann nur noch Manfred Müller die fünfjährige Tochter in die Kita bringt, fingen die jungen Frauen an, sich Sorgen zu machen und fragten nach. „Das war schwer, weil es eigentlich sehr privat ist“, so Viktoria Eder. Von Manfred Müller erfährt sie Ende Juni, dass seine Ehefrau seit September 2015 an einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs erkrankt ist. Und nur noch eine Stammzelltransplantation ihr das Leben retten kann.

Da werden die Mütter aktiv, erkundigen sich bei der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), wie man Dana helfen könne. Spontan wird eine Typisierungsaktion für Sonnabend, den 23. Juli, organisiert, zur Suche nach einem Stammzellspender. „Es ist so eine tolle Familie, die darf nicht kaputt gehen“, so Eders Motivation. „Ich wollte nicht schamhaft nach unten gucken müssen, sondern selbst aktiv werden.“ Was dann kam, sei wie eine Lawine gewesen. Eine Facebookseite „Gemeinsam für Dana“ wird eingerichtet. Schon nach wenigen Tagen war sie 10 000 Mal geteilt worden.

Typisierungsaktion

Am Sonnabend, dem 23. Juli, findet von 11 Uhr bis 16 Uhr die Stammzell-Typisierungsaktion im „Schwanenkrug“, Berliner Allee 9, in Schönwalde statt.

Gesunde Menschen zwischen 17 und 55 Jahren kommen als Spender infrage.

Bei der Typisierungsaktion werden den potenziellen Stammzellspendern je fünf Milliliter Blut abgenommen.

Die Teilnahme ist kostenlos.


Geldspenden werden gebraucht, da jede Spenderregistrierung 40 Euro kostet: DKMS Spendenkonto, IBAN: DE12100708480151231814 mit dem Stichwort: RCP 001, um die Spenden der Aktion zuordnen zu können.

Weitere Informationen im Internet: facebook.com/gemeinsamfuerdana

Um Geld für die Registrierung (je 40 Euro) der potenziellen Spender zu sammeln, werden Trödelmärkte, Kuchenbasare organisiert, 1500 Plakate und 20 000 Flyer gedruckt und Spendendosen in sämtlichen Geschäften aufgestellt. Eine ganze Gemeinde hilft: Das Restaurant „Schwanenkrug“ stellt seinen Saal für die Typisierungsaktion zur Verfügung, Krankenschwestern unterstützen beim Blutabnehmen und die Gemeinde hilft mit Schreibkräften für die Formalitäten aus.

Überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen

„Wir sind überwältigt, wie hilfsbereit die Menschen in der Gemeinde sind“, dankt Manfred Müller. Wohnt die Familie doch erst seit zweieinhalb Jahren in Schönwalde-Siedlung. Auch Dana, hinter der monatelange, kräftezehrende Chemotherapiebehandlungen liegen, ist bei einem ihrer seltenen Besuche zuhause sichtlich gerührt von der Aktivität der Kindergartenmuttis. „Es ist eine Mischung aus Rührung und Freude, die Hoffnung gibt.“ Die junge Frau strahlt. Sie hofft, wieder mit ihrer Tochter Fahrrad zu fahren und durch den Wald zu gehen. Sie habe sich verliebt in den Ort. „Ich bin froh, hier zuhause zu sein“, so die Berlinerin. Es sei ihr aber bewusst, so die Verwaltungsfachangestellte, dass es noch ein schwerer Weg werden wird. Doch die 34-Jährige möchte die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann ihren geplanten Garten für Obst und Gemüse anzulegen.

Die Schwierigkeit, einen geeigneten Spender zu finden

Denn es ist unglaublich schwer, einen geeigneten Spender zu finden. Rund 13000 Gewebemerkmale müssen zwischen Spender und Patienten übereinstimmen. „Die Typisierung ist eine einfache, kostenlose Spende. Ein bisschen Blut, das Leben retten kann“, so Müller, der auf viele Spender hofft. Dana Müller: „Es nützt allen.“ Auch anderen Patienten, die in der bundesweiten Datenbank stehen.

So ist Dana Müller mit ihrer positiven, herzlichen Art die größte Motivation. Eder: „Sie hat noch so viele Termine: Einschulung und Abitur ihrer Tochter. Deshalb geben wir nicht auf. Alles wird gut. Wir schaffen das. Gemeinsam für Dana.“

Von Ulrike Gawande

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