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Hofweihnacht verzauberte Publikum

Nauen Hofweihnacht verzauberte Publikum

Zum elften Mal wurde am Wochenende die Nauener Hofweihnacht veranstaltet. Die Besucher hatten die Möglichkeit, in einzigartiger Atmosphäre Geschenke zu kaufen, Kulturelles zu genießen oder Glühwein zu trinken. Zwar hatten gegenüber dem Vorjahr weniger Höfe geöffnet, aber die Resonanz war trotzdem wieder sehr gut.

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Die alten Höfe boten wieder einen tollen Rahmen für die elfte Auflage des Nauener Weihnachtsmarktes: Auch in der Goethestraße 43/44 herrschte weihnachtliche Stimmung.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Auch ohne Schneedecke und Minusgrade lockte die traditionelle Hofweihnacht am Wochenende mit ihren zahlreichen Höfen, Kellergewölben, Ständen und Veranstaltungen viele Besucher aus Nah und Fern in die Altstadt. Sie wollten vor allem eines: Mit den Freunden oder der Familie in gemütlicher Atmosphäre Kulinarisches und Kulturelles genießen.

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Bummeln und Glühwein trinken in einzigartiger Atmosphäre

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Am Rathausplatz konnte man Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) treffen, der gerade von der Eröffnungsveranstaltung mit den Nauener Heimatfreunden und ihrem Krippenspiel kam. „Ich freue mich, dass so viele Einwohner der Stadt bei der Eröffnung dabei waren. Auch privat sage ich ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten und Hofbesitzer, die seit vielen Jahren diese Hofweihnacht erst möglich machen.“

Durch die Gassen und über die Höfe führten sowohl der Nauener Nachtwächter alias Wolfgang Wiech, als auch die Heimatfreunde. Beliebte Station bei beiden war der Hof der Familie Schob, auf dem ein Schwein am Spieß vor sich hin brutzelte. Von dort ging weiter. Wer mochte, machte mit seinen Kindern Halt vor der Galerie im Blauen Haus, in der immer noch die Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu bestaunen ist.

In Nauens Unterwelten, also in der Goethestraße 50 der Familie Baumann, traf man auf ein kreatives Völkchen, das neben Selbstgesponnenem und -genähtem auch Gedrechseltes, Keramik, Düfte und Schmuck feilbot. Spinnerin Christine Kalaene aus Dahlewitz beteuerte: „Ich spinne, weil’s mir gut tut. Es ist schon fast zur Sucht geworden.“ Nebenher erzählte sie Interessierten Wissenswertes über das Entstehen verschiedener Wollarten.

Cleo Baumann, Tochter des Hauses, versorgte ihre Gäste mit heißen Getränken und Gebäck und freute sich über die vielen Kunsthandwerker zur Hofweihnacht. Mutter Marion ergänzte: „Oben im Salon hatten wir mit der Familie auch musiziert. Auf den Straßen wurde bei Schnee Split eingesetzt. Nach 600 Besuchern zur Hofweihnacht war das Parkett dann hinüber“, erzählt sie. Für die Baumanns laute für die Hofweihnacht aber weiter das Motto: Viel Arbeit, viel Spaß, so die Tochter.

Unerschrockene ließen sich von den Schaukämpfen der Semnonen, einem einstigen Germanenstamm, beeindrucken oder gingen gleich nach nebenan in die St. Jacobi-Kirche, die ebenfalls die Tore geöffnet hatte. Neben der Kollwitz-Schule stand der Sanitätswagen vom ASB mit seiner dreiköpfigen Besatzung. „Wir hatten heute bislang keine Leute zu versorgen“, berichtet Stefan Gladziewski. Und auch aus der Vergangenheit wisse er, dass nur Bagatellen zu behandeln gewesen waren. Pflasterarbeit eben.

Viel Live-Musik, etwa von Paul Speckan, Blacksmith und Hotmadiss heizte dem Publikum ein. Drüben, wo es rauchte, also am Stand der Freiwilligen Feuerwehr, gab es Deftiges und Glühwein satt. „Unsere Arbeit bei der Hofweihnacht wäre nichts ohne die Unterstützung der Ehepartnerinnen und -partner“, lobte Ortswehrführer Enrico Frisch.

Eine ältere Nauenerin gestand auf dem Hofe in der Bergstraße 6: „Ich hab’s noch nie geschafft, an einem Tag alle Höfe zu besuchen, deshalb gehe ich am Sonntag noch mal los.“ Obgleich die Zahl der teilnehmenden Höfe etwas unter der Vorjahreszahl lag – der Beliebtheit der Hofweihnacht tat es keinen Abbruch. Selbst weit nach 23 Uhr sah man in den Altstadtgassen viele versprengte Grüppchen, die die Hofweihnacht nachklingen ließen.

Von Norbert Faltin

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