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Havelland Holger Schreiber bleibt im Amt
Lokales Havelland Holger Schreiber bleibt im Amt
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10:30 27.02.2018
Geschafft: Holger Schreiber ist sichtlich glücklich über den Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Wustermark. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

52 Prozent und 2055 Stimmen – von diesem Ergebnis hatte selbst Holger Schreiber nicht zu träumen gewagt: Sieg im ersten Wahlgang. „Ich habe fest mit einer Stichwahl gerechnet. Umso schöner ist es jetzt, dass ich es auf direktem Weg geschafft habe. Das erspart einem viel Stress und schont die Nerven“, sagte der 55-Jährige am Sonntagabend gegen 19 Uhr, als das Ergebnis der Wustermarker Bürgermeisterwahl feststand. Der parteilose Einzelbewerber Holger Schreiber bleibt für die nächsten acht Jahre hauptamtlicher Bürgermeister der rund 9400 Einwohner zählenden Gemeinde. „Ich bin stolz auf dieses Wahlergebnis, weil es mir zeigt, dass ich vieles richtig gemacht haben muss“, sagte Schreiber.

Auf den Plätzen folgen Tobias Bank (Die Linke) mit 25,9 Prozent (1025 Stimmen), Oliver Kreuels (CDU) erreichte 10 Prozent (395 Stimmen), Katja Schönitz 7 Prozent (275 Stimmen), Alexander Groh 2,8 Prozent (112 Stimmen) sowie Roland Mende 2,3 Prozent (91 Stimmen).

Knapp 4000 Stimmen wurden abgegeben

Von den 7604 Wahlberechtigten haben 3953 ihre Stimme abgegeben, 16 waren ungültig. 570 Wustermarker nutzen die Briefwahl. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 52,2 Prozent und fiel damit geringer aus als vor acht Jahren (54,27 Prozent). „Das ist schon ein kleiner Wermutstrophen“, sagte Holger Schreiber. Er habe so auf 60 Prozent getippt, weil ja im Gegensatz zu 2010 dieses Mal sechs Kandidaten angetreten waren und weil „man doch bei dieser Wahl direkt auf die Gemeindepolitik vor Ort Einfluss nehmen kann“. Aber er hatte auch eine Erklärung: „Ich denke, dass die Leute relativ zufrieden sind mit dem, was in der Gemeinde Wustermark in den letzten Jahren passiert ist. Es war jetzt nicht so ein Druck auf dem Kessel, wie 2010, als es um die Entscheidung zum Bau des Gaskraftwerkes ging.“

In einem Wahlbezirk gewinnt Tobias Bank

Nur in einem der zehn Wahllokale in der Gemeinde – drei in Wustermark, vier in Elstal und jeweils eins in Hoppenrade, Buchow-Karpzow und Priort sowie das Briefwahllokal im Rathaus – konnte Schreiber nicht gewinnen. In Elstal, Wahlbezirk 0005, setzte sich Tobias Bank mit 36,9 Prozent der Stimmen gegen Holger Schreiber 33,1 Prozent durch. Auch von den 570 Briefwählern entschieden sich 296 für den Amtsinhaber und 148 für den Zweitplatzierten Tobias Bank.

Letzterer feierte am Sonntagabend mit seinen Unterstützern in der Wustermarker Begegnungsstätte. „Mehr als 1000 Stimmen bekommen zu haben ist schön, aber wir haben natürlich alle auf eine Stichwahl gehofft, bei der die Karten noch mal neu gemischt worden wären“, sagte der linke Kandidat. Trotzdem gratulierte er dem Amtsinhaber und kündigte an, als Gemeindevertreter bis zum Ende der Wahlperiode 2019 weitermachen zu wollen. „Im Wahlkampf bin ich ja von Ortsteil zu Ortsteil gefahren und habe mit vielen Menschen gesprochen. Zumindest haben wir den Wustermarkern gezeigt, dass es Alternativen zu Holger Schreiber gibt“, so Bank.

Von Jens Wegener

Der Wahlsonntag hat in Rathenow noch kein eindeutiges Ergebnis gebracht: Amtsinhaber Ronald Seeger hat im Kampf um das Rathaus der havelländischen Kreisstadt zwar die meisten Stimmen auf sich vereinigen können. Für den Sieg im ersten Wahlgang reichten die Stimmen aber nicht aus. Am 11. März kommt es zur Stichwahl – dann gegen den Linken Daniel Golze.

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Holger Schreiber bleibt Bürgermeister der Gemeinde Wustermark. Der 56-Jährige erzielte bei der Wahl am Sonntag die einfache Mehrheit und kann sein Amt somit die nächsten Jahre weiterhin ausführen. Schreiber setzte sich klar gegen seine Kontrahenten Tobias Bank, Oliver Kreuels, Katja Schönitz, Roland Mende und Alexander Groh durch.

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Unter den insgesamt 117 Teilnehmern am Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Region West in Rathenow am 19./20. Januar, die einen 1. Preis erreichten, waren auch 13 Schülerinnen und Schüler, die am Standort Rathenow der Musik- und Kunstschule Havelland unterrichtet werden. Am Samstag spielten sie im Musiksaal der Alten Mühle zum Preisträgerkonzert noch einmal Stücke aus ihrem Wettbewerbsprogramm.

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