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Havelland Holger Schreiber kocht gern und tippt Fußballspiele
Lokales Havelland Holger Schreiber kocht gern und tippt Fußballspiele
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12:48 11.03.2018
Holger Schreiber mit seiner Frau Kerstin, seiner Mutter Irmgard, Tochter Selina und Sohn Fabian. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

Seit etwa 20 Jahren fährt die Großfamilie Schreiber gemeinsam in den Urlaub. „Wir sind immer zwischen zehn und 15 Personen, aus drei Generationen, die mit vier oder fünf Autos in Kolonne unterwegs sind“, erzählt Ehefrau Kerstin Schreiber. Meistens geht es nach Dänemark, zuletzt in die Nähe von Jütland, wo einst die legendäre Olsenbande ihr Unwesen getrieben hat. „Dann mieten wir zwei Ferienhäuser und schalten mal 14 Tage ab“, sagt Holger Schreiber.

Die Familie steht für den parteilosen Wustermarker Bürgermeister an erster Stelle: „Ich freue mich, wenn bei uns im Haus und auf dem Grundstück alle zusammenkommen, um zu feiern oder nur zu quatschen. Das machen wir nicht nur zu Weihnachten oder zum Geburtstag.“ Dabei wohnen die Schreibers und die Möllers – so heißt die Familie seiner Frau – nur einige hunderte Meter in Elstal auseinander, so dass sie sich sowieso öfter sehen.

Was weder Sohn Fabian (32) noch Tochter Selina (20) und natürlich auch nicht „Oma Irmgard“ stört, im Gegenteil: „Dann kocht Holger meistens für alle. Und das ist trotz dem so viel, dass jeder was mit nach Hause nehmen kann“, weiß Irmgard Schreiber (81).

Denn wenn ihr Sohn Holger in die Küche geht, dann gehört die ihm allein. „Am liebsten mache ich Eintöpfe, und ganz oben auf der Liste steht Gulaschsuppe“, sagt der Hobbykoch. Er verarbeitet dabei fünf Kilogramm Fleisch und kocht in einem 20-Liter-Topf. „Es muss sich doch lohnen.“ Nur das Aufräumen danach, das überlässt er gern seiner Frau Kerstin.

Eine eine weitere Sache schweißt Familie Schreiber zusammen: ein internes Fußball-Tipp-Spiel. Jede Woche geben die einzelnen Familienmitglieder zu den Bundesligaspielen ihre Ergebnissvorhersagen ab, Holger Schreiber hat als Administrator die Aufsicht, trägt alles in Tabellen ein und führt Buch. Mit dem Ergebnis: „Dass ich hinten liege und eine Frau in Führung ist“, gesteht er.

Selbst aktiv spielt Holger Schreiber nicht mehr Fußball, aber er drückt als ehemaliger Vorsitzender und jetziges Ehrenmitglied des Vereins ESV Lok natürlich den Elstaler Mannschaften die Daumen. „Genauso freue ich mich über Siege von Borussia Dortmund und wenn RB Leipzig als Vertreter des Ostens in der Bundesliga gewinnt“, erzählt der jetzt 56-Jährige.

Sport ist ein Teil seiner Freizeit, auch wenn er sich persönlich meistens auf Spaziergänge mit seiner Frau beschränkt. Aber die Zeit, um Sport im Fernsehen zu verfolgen, nimmt sich Holger Schreiber, wenn es passt. Gesetzt ist das ausgiebige Frühstücken an den Wochenenden mit seiner Frau. „Wir schlafen aus, machen praktisch Brunch, lassen das Mittag ausfallen und essen später warm“, erklärt Kerstin Schreiber.

Wenn ihr Mann samstags mal keine Termine in der Gemeinde habe, dann würde er gern zum Einkaufen nach Falkensee oder Dallgow fahren. „In Elstal geht das nicht, weil er sonst Stunden weg wäre und mit allen Leuten reden müsste“, ergänzt sie. Während sich Kerstin Schreiber sonntags um den Haushalt kümmert, „rennt mein Mann zwei, drei Stunden ins Büro. Daran habe ich mich schon gewöhnt“, sagt die 54-Jährige. Holger Schreiber erklärt den zusätzlichen Arbeitseinsatz so: „Sonntags ist Stille im Rathaus. Da kann ich in Ruhe lesen und mich auf Dinge vorbereiten, die in der dann folgenden Woche anstehen.“

In der wärmeren Jahreszeit widmet sich der 56-Jährige sehr oft dem Garten hinterm Haus, „der viel zu klein ist, um alle meine Ideen dort zu verwirklichen.“ Oder er kramt seine Sport- und Olympiabücher raus, die er seit Jahren sammelt. Darunter ist selbstverständlich auch eines der Spiele von 1936 in Berlin, die mit dem Olympischen Dorf Elstal verbunden sind.

Von Jens Wegener

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