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Hoppenrade startet in die Spargelsaison

Spargel im Havelland Hoppenrade startet in die Spargelsaison

Am Samstag startet auch im Havelland offiziell die Spargelsaison. Armin Rathfelder vom dem Spargelland Hoppenrade öffnet wieder die Türen, um seinen weißen und grünen Spargel zu verkaufen. In den letzten Tagen war es dem königlichen Gemüse allerdings noch zu kalt.

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Armin Rathfelder auf seinem Feld in Hoppenrade.

Quelle: Danilo Hafer

Hoppenrade. Bis es mit der Ernte richtig losgehen kann, benötigt der Spargel von Armin Rathfelder noch etwas Zeit. Die letzten Tage seien für das „königliche Gemüse“ einfach zu kalt gewesen, sagte der Spargelbauer aus Hoppenrade. „Niedrige Temperaturen und Regen sind halt kein Spargelwetter“, so Armin Rathfelder. Nichtsdestotrotz eröffnet er am Samstag wieder seinen Hofladen auf dem Spargelland Hoppenrade. Wie viel Spargel er den ersten Kunden des Jahres anbieten könne, wusste Armin Rathfelder am Donnerstag noch nicht. „Der Spargel wächst durch die Kälte sehr langsam“, sagte er. Der Spargelbauer rechne damit, dass es wohl noch bis Mitte nächster Woche dauern würde, bis die Ernte in vollem Umfang starten kann. Am Freitag soll dann auch das Bistro wieder seine Türen öffnen. Bis dahin heißt es erstmal warten.

Rathfelder hat seinen Betrieb in den letzten Jahren verkleinert

Die Konkurrenz mit den großen Spargelbauern sucht Armin Rathfelder nicht. Er hat seinen Betrieb in den letzten Jahren sogar verkleinert. „Früher hatten wir für den Spargel mal 30 Hektar, heute sind es nur noch rund neun Hektar. Aber das reicht vollkommen“, sagte er. Es gebe genug Großbetriebe, da müsse er nicht auch noch mitspielen. „Spargel war schon immer ein hochpreisiges und begehrtes Produkt“, sagte Armin Rathfelder. Ein kleiner Betrieb habe zudem viele Vorteile. Das Feld, auf dem der grüne Spargel wächst, liegt direkt hinter dem Haus der Familie. „So können wir den geernteten Spargel mit einem einfachen Wagen in die Halle fahren“, sagte Armin Rathfelder. Und auch das zweite Feld, mit dem weißen Spargel, ist nur rund einen Kilometer vom Hof entfernt. „Wir haben sehr kurze Betriebswege und so kommt der Spargel schnell in die Kühlung. Das sichert eine gute Qualität“, erklärte er.

Spargel mit Butter? Es geht auch anders!

Es muss nicht immer der Klassiker Spargel mit Butter sein. Das königliche Gemüse kann auch als elegante Vorspeise oder würziges Nudelgericht serviert werden:

Spargel-Carpaccio mit Parmesan und Zitrone: Die geschälten Spargelstangen der Länge nach in feine Streifen schneiden. Die Streifen anschließend dekorativ auf einen Teller legen, mit Olivenöl und etwas Zitronensaft beträufeln, mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen und etwas Käse darüber hobeln. Nach belieben mit ein paar Gänseblümchen garnieren.

Zutaten: 800 g weißer Spargel, 4 El Olivenöl, Saft von 1 Zitrone, Fleur de Sel (oder feines Meersalz), Pfeffer, 100 g Parmesan, eine Handvoll Gänseblümchen.

Calamarate mit grünem Spargel und Cime di Rapa: Den grünen Spargel waschen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Cime di Rapa waschen, große Blätter und Stielansätze entfernen, dann die Blätter und Röschen von den Stielen lösen. Diese dann in 2 cm große Stücke schneiden, Knoblauch abziehen und fein schneiden. Nudeln garen und gleichzeitig Spargel, Cime di Rapa und Knoblauch in einer Pfanne anbraten. Kleingehakte Petersilie, Sardellen und Semmelbrösel dazugeben. Anschließend die Nudeln und eine Kelle Nudelwasser dazugeben und alles in der Pfanne durchschwenken.

Zutaten: 600 g grüner Spargel, 2 Handvoll Cime di Rapa (Sprossbrokoli), 4 – 5 Knoblauchzehen, 400 g Calamarate, Salz, 10 EL Olivenöl, Pfeffer, Saft von einer halben Zitrone, halben Bund Petersilie, 50 g eingelegte Sardellenfilets, 50 g Weißbrotbrösel.

Denn erst wenn der Spargel gekühlt wird, höre dieser auch auf zu wachsen, erklärte der Spargelbauer. Ungefähr sieben Jahre könne eine Spargelpflanze genutzt werden. Die ersten zwei Jahre dienen zunächst nur der Versorgung der frisch gesäten Pflanze. Im dritten Standjahr sei dann bereits eine halbe Ernte möglich. Aber erst im vierten Jahr könne Armin Rathfelder die Pflanze voll ausschöpfen. „Allerdings muss man auch darauf achten, der Pflanze durch übermäßige Ernte nicht zu schaden“, so Armin Rathfelder. Man müsse zur richtigen Zeit aufhören, damit sich die Pflanze wieder erholen kann.

Erntehelfer gibt es genug – Die Qualität stimmt aber nicht

Erntehelfer zu finden sei für Armin Rathfelder grundsätzlich kein Problem. „Arbeiter gibt es genug, aber deren Qualität und Motivation ist eher gering“, sagte er. Die meisten seiner Helfer kämen aus Rumänien und Bulgarien und arbeiten für rund sieben Wochen auf dem Hof in Hoppenrade. Einige kämen jedes Jahr wieder.

Grüner und weißer Spargel im Angebot

Auf seinem Hof verkauft Armin Rathfelder sowohl weißen als auch grünen Spargel. Viele Kunden würden aber nach wie vor den weißen Spargel bevorzugen. Das habe vor allem etwas mit Tradition und Gewohnheit zu tun. „Der Spargel war immer das erste frische Gemüse im Jahr und die Menschen wollten ihn weiß haben“, so Rathfelder. Aber auch der grüne Spargel setze sich langsam immer mehr durch. Und im Gegensatz zum weißen Spargel müsse der grüne nicht einmal geschält werden. Während der Spargelsaison kommt auch bei Familie Rathfelder selbst mehrmals die Woche Spargel auf den Tisch. „Wir essen so zwei bis dreimal in der Woche Spargel, manchmal auch einfach nur als Spargelsalat am Abend“, so Rathfelder.

Rathfelder: Der Spargel mag es halt warm

Damit es auch in diesem Jahr endlich losgehen kann, brauche es nun steigende Temperaturen. „Der Spargel mag es halt warm“, sagte Armin Rathfelder. Zumindest der grüne Spargel streckte am Donnerstag schon an einigen Stellen seinen Kopf aus dem Boden.

Von Danilo Hafer

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