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Firmengründer Horst Mosolf verstorben

Trauer in Etzin Firmengründer Horst Mosolf verstorben

Im Ketziner Ortsteil Etzin hat der Unternehmer Horst Mosolf im Jahre 1994 ein modernes Technik- und Logistikzentrum errichtet. Dort arbeiten heute 430 Menschen und 13 Auszubildende. Die Firma ist der größte Arbeitgeber von Ketzin/Havel. Vor ein paar Tagen starb der Seniorchef der Unternehmensgruppe.

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2012 erhielt Horst Mosolf (l.) vom damaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck den Verdienstorden.

Quelle: Joachim Liebe

Etzin. Horst Mosolf, der Seniorchef der Mosolf-Unternehmensgruppe, ist am 14. August im Alter von 87 Jahren verstorben. Bis zuletzt sprühte er noch vor Ideen, um die Firma weiter voranzubringen, darunter auch das nach der Wende entstandene Technik- und Logistikzentrum im Ketziner Ortsteil Etzin. „Der Markt ist in Bewegung. Wenn etwas gut läuft, ist es eigentlich schon überholt. Man muss nach Neuem suchen“, war das Credo des 87-Jährigen.

So plante er kürzlich noch für den Standort Etzin den Neubau zweier Hallen und einer Teststrecke mit einem Investitionsvolumen von rund 10 Millionen Euro. Im Havelland ist Mosolf als Auto-Dienstleister seit 20 Jahren ein Begriff. In Etzin werden Neufahrzeuge verschiedener Hersteller zwischengeparkt und bei Bedarf an die Autohäuser ausgeliefert. Zudem werden Gebrauchtwagen für Händler aufgearbeitet und für den Verkauf vorbereitet. Seit 1994 wurden in den Standort Etzin mehr als 50 Millionen Euro investiert. 430 Mitarbeiter und 13 Auszubildende sind auf dem Gelände tätig.

Begonnen hatte die Firmenerfolgsgeschichte 1955. Damals gründeten Marianne und Horst Mosolf in Kirchheim/Teck das Fuhrunternehmen „Horst Mosolf Spedition und Transporte“, eine Spedition für Fahrzeugtransporte und technische Dienstleistungen. Das erste Auslieferungszentrum errichtete der gelernte Speditionskaufmann 1972 in Illingen. Jetzt agiert das Unternehmen weltweit. In den 20 Tochtergesellschaften und Niederlassungen an über 30 Standorten sind rund 2500 Mitarbeiter tätig. „In diesem Jahr konnte der Firmengründer Horst Mosolf mit Stolz auf eine 60-jährige erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Er hat die Mosolf-Gruppe zu einem großen Familienunternehmen entwickelt“, heißt es seitens des Unternehmens. Zufriedene Kunden und die Nähe zu den Mitarbeitern seien für Horst Mosolf die Grundregel seiner Unternehmensführung gewesen.

2012 erhielt der gebürtige Wittstocker vom damaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) den Verdienstorden, die höchste Auszeichnung Brandenburgs. Platzeck würdigte ihn als „erfolgreichen Unternehmer mit sozialer Verantwortung”.

Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) zeigte sich vom Tod Horst Mosolfs tief betroffen. „Wir haben ihm sehr viel zu verdanken. Er hat mit großem Persönlichem Engagement die Firma entwickelt.“ Mosolf sei der größte Arbeitgeber im Ort. Zudem sei er dafür dankbar, dass die Firma junge Leute ausbildet und viele davon auch übernimmt, so dass diese in der Region bleiben, sagt Lück.

Von Andreas Kaatz

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