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Anbau an blaues Haus soll beschlossen werden

Seit Jahren herrscht Platzmangel im Brieselanger Hort Robinson Anbau an blaues Haus soll beschlossen werden

Der Platz im Brieselanger Hort Robinson ist seit Jahren knapp. Nur mit Ausnahmegenehmigung kann den Betreuungswünschen weitestgehend entsprochen werden. Im vergangen Jahr musste sogar der Bewegungsraum aufgegeben und zu einem Gruppenraum umfunktioniert werden.

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Trotz der Platznot versuchen Mandy Dahms (l.) und ihre Kollegen, es den Kindern im Hort so angenehm wie möglich zu machen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Der Platz reicht schon lange nicht mehr aus. Im vergangenen Jahr musste der Hort Robinson in Brieselang sogar seinen Bewegungsraum im blauen Gebäude aufgeben und daraus einen Gruppenraum machen – wegen der zunehmenden Zahl an Kindern. Immer mehr Eltern geben ihre Kinder in den Hort, so dass die Betreuungsquote bei nahezu 100 Prozent liegt. Und die Situation wird nicht besser. Schon jetzt ist klar, dass im nächsten Schuljahr statt bisher zehn dann elf Gruppen im Hort sind, doch es stehen nur zehn Gruppenräume zur Verfügung.

Hortleiterin Mandy Dahms hofft auf eine schnellstmögliche bauliche Erweiterung des Hortes und eine entsprechende Entscheidung der Gemeinde dazu. „Wir haben immer mit Ausnahmegenehmigung gearbeitet“, sagt sie. Nachdem das eigentliche, das blaue Hortgebäude 2007 aus baulichen Gründen schließen musste, bezog der Hort einen Trakt in der benachbarten Robinson-Grundschule. In den fünf Räumen dort blieb er aber angesichts der hohen Kinderzahlen auch nach Sanierung und Wiedereröffnung des blauen Gebäudes im Jahr 2010. Zwar können für die Hausaufgaben vier weitere Räume in der Schule genutzt werden, dies aber nur eingeschränkt, weil der Hort sie sich mit der Oberschule teilt, die ihrerseits Platzmangel hat und deshalb in die Grundschule ausweichen muss.

Nur mit Sondergenehmigung können derzeit 220 Kinder statt 190 im Hort betreut werden. Fürs kommende Schuljahr will die Kommune eine Ausnahme von 225 Plätzen erwirken. Ein Zustand, der aber nach Ansicht von Mandy Dahms nicht von Dauer sein darf. Weitere Doppelnutzungen von Klassenzimmern, um die Situation zu entspannen, lehnt sie ab. „Die Kinder müssen einen Rückzugsbereich haben, wo sie spielen oder Angebote nutzen, und das kann nicht der Klassenraum sein“, sagt sie. Auch der Hort habe schließlich pädagogische Ansprüche und qualitative Standards, die sich jedoch angesichts der räumlichen Situation nur schwer umsetzen ließen. Sie ist froh, dass die 13 Erzieherinnen und Erzieher so gut mitziehen. „Was wir machen können, haben wir möglich gemacht, aber jetzt muss etwas passieren“, meint sie. Doch auch die 225 Plätze dürften kaum ausreichen, „schon jetzt haben wir 219 Anmeldungen“, sagt Mandy Dahms.

Sie begrüßt es, dass es in der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch einen Beschluss zur Erweiterung des Hortes geben wird. Die Verwaltung soll beauftragt werden, Planungen für einen Anbau ans blaue Gebäude vorzulegen. Eine Vorgabe zur Zahl der Räume gibt es nicht, dies soll die Diskussion ergeben. Der Bildungs- und der Hauptausschuss haben den Beschluss bereits empfohlen.

Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) stellte im Bildungsausschuss klar: „Die Ausnahmegenehmigung sollte keine Dauerlösung sein, wir müssen handeln.“ Zumal auch das Ministerium die Gemeinde dazu aufgefordert habe. Denn die Kinderzahlen gehen weiter nach oben. Christian Achilles (BFB) plädierte mit Blick auf den Gemeindehaushalt für ein Gesamtkonzept unter Einbeziehung der Oberschule, was laut Garn aber zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Dann gäbe es erst in zwei Jahren eine Lösung für den Hort. Die Anregung von Achilles, über eine weitere Mischnutzung von Klassenräumen nachzudenken, konterte Heike Swillus (Linke): „Es kann nicht sein, dass die Kinder auch den Nachmittag im Klassenraum verbringen.“

Von Andreas Kaatz

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