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Hortplätze sind Mangelware

Dallgow-Döberitz Hortplätze sind Mangelware

Container sollen helfen, den akuten Platzmangel in Dallgower Hort- und Schulgebäuden zu entschärften. Eine weitere Doppelnutzung von Räumen in der Grundschule soll es nicht geben.

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Der Flachbau soll einem neuen Anbau weichen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz. Der Dallgower Grundschulstandort an der Steinschneiderstraße platzt aus allen Nähten. Dass die Lage jedoch dramatischer ist, als bislang angenommen, zeigt jetzt ein Beispiel aus dem Schulalltag. „Der Unterricht mit den Inklusionskindern muss teilweise auf dem Flur abgehalten werden, weil keine freien Räume verfügbar sind. Ich bin fast vom Glauben abgefallen, als ich davon gehört habe“, so Ralf Böttcher (CDU), Vorsitzender der Dallgower Gemeindevertretung. Lösung für das Platzproblem soll die Erweiterung des Standortes um einen zweigeschossigen Neubau sein, der anstelle des bisherigen Flachbaus direkt an das vorhandene Schulgebäude grenzen soll. „Mit zehn Klassen- und vier Teilungsräumen schaffen wir ein zusätzliches Raumangebot. Dafür muss jedoch zunächst einmal der Flachbau weichen“, so der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Peter Kristke.

Bevor es jedoch mit dem Bauprojekt, dessen Fertigstellung für August 2018 geplant ist, losgehen kann, muss die Frage geklärt werden, wo künftig die dritten Klassen unterrichtet werden sollen, die derzeit in dem Flachbau untergebracht sind. „Sie müssen temporär ausgelagert werden. Das wollen wir mit einer dichteren Doppelnutzung der Horträume am Grundschulstandort erreichen – eine andere Lösung gibt es derzeit von Seiten der Verwaltung nicht“, so Kristke weiter. Das Problem: Dieser Vorschlag wurde nicht mit der Schulleitung abgestimmt und ist aufgrund der bereits vielfachen Doppelnutzung der Horträume und des erheblichen logistischen Aufwands nicht umzusetzen, wie die stellvertretende Leiterin der Grundschule „Am Wasserurm“, Petra Tharun, zu bedenken gibt. „Man kann Lehrern und Schülern nicht jedes Mal zumuten, mit ihren gesamten Materialien den Raum zu wechseln – die Horträume haben eine andere Ausstattung. Zudem macht uns diese Übergangslösung Bauchschmerzen, falls sie nämlich doch länger dauert, als geplant“, so Petra Tharun.

Containerbauten für den Übergang sollen die Lage entschärfen. Die sind zwar nicht inm Haushalt eingeplant, doch eine Lösung müsse schnellstmöglich her, so Ralf Böttcher. „Die Horträume und der Flachbau werden jetzt schon doppelt genutzt. Es kann nicht unser Ziel sein, diesen Zustand noch auszuweiten – das ist für mich nicht mehr vorstellbar“, so der Vorsitzende. „Klassenräume in Containern einzurichten, könnte die Situation schnell entspannen und den Beginn der Bauarbeiten vorantreiben“, sagte Böttcher weiter. Die Container auch nach Beendigung der Bauphase stehen zu lassen und so weitere Raumreserven für Zuwachs zu schaffen, sei jedoch – zumindest an diesem Standort – nicht möglich, da der Platz auf dem Schulgelände langfristig für Spielflächen genutzt werden soll. „In unseren Nachbargemeinden Falkensee und Brieselang hat die dauerhafte Nutzung von zusätzlichen Containern bereits funktioniert, wieso nicht auch in Dallgow – zumindest für die Hortbetreuung?“, fragte sich Gemeindevertreter Marc Lampe (SPD). „Wir haben immer zu knapp geplant, wenn es um die Dallgower Schullandschaft geht. Es wird endlich Zeit, dass wir uns über die Zukunft Gedanken machen und nicht über kurzfristige Lösungen“, fügte Petra Budke (Grüne) hinzu.

Von Laura Sander

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