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Hubertus Heil in Dallgow

Dallgow-Döberitz Hubertus Heil in Dallgow

Der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil stimmte die havelländischen Genossen in Dallgow auf den Wahlkampf-Endspurt ein. Auch wenn die Umfragen mies sind, gebe es noch viel Bewegung. Angelika Krüger-Leißner drückt währenddessen ihrem Nachfolger die Daumen.

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In Dallgow gab SPD-Generalsekretär Hubertus Heil noch einmal alles, um die Parteianhänger zu mobilisieren.

Quelle: Danilo Hafer

Dallgow-Döberitz. Eigentlich wollten die drei Bundestagskandidaten der SPD aus dem Havelland und Brandenburg/Havel am Dienstag im Saal der Tanzschule Allround im alten Volkshaus Dallgow-Döberitz gemeinsam diskutieren. Doch daraus wurde nichts. Erardo Rautenberg, Direktkandidat in Brandenburg/Havel, stand aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung. Dagmar Ziegler, für Nauen und Prignitz, trat in einer Sendung des Rundfunk Berlin-Brandenburg auf. Einzig der Direktkandidat für das Osthavelland und Oberhavel, Benjamin Grimm, schaffte es nach Dallgow. Ganz allein stand der 32-Jährige dann aber doch nicht auf der Bühne.

Martin Gorholt, Chef der Havelländischen Sozialdemokraten, ließ erneut seine Beziehungen spielen und holte den SPD-Generalsekretär Hubertus Heil nach Dallgow. Bereits in der vergangenen Woche trat dieser bei einer Veranstaltung in Rathenow auf, zu der eigentlich SPD-Chef Sigmar Gabriel geladen war, der aber kurzfristig absagen musste.

So ließ es sich Heil auch am Dienstag nicht nehmen, die Genossen noch einmal auf den Endspurt des Wahlkampfes einzustimmen. „Die Umfragen sind mies und das ärgert uns sehr“, sagte er. Dennoch sei noch viel Bewegung möglich, bis am Sonntag die Wahllokale schließen. Mit Themen wie Leistungs-, Bildungs-, und Lohngerechtigkeit, Rente und Pflege, möchte es die SPD bis ins Kanzleramt schaffen. Eine der wichtigsten Aufgaben sei aber, Stadt und Land weiter zusammenzubringen, etwa beim Internetausbau.

Zwar ginge es Deutschland wirtschaftlich gut, dennoch würden sich viele Menschen Sorgen um ihre Zukunft und der ihrer Kinder machen. „Wir müssen den Menschen echte Alternativen bieten, denn die anderen sogenannten Alternativen sind eine Schande für Deutschland“, so der Generalsekretär in seiner Ansprache. Daher auch seine herzliche Bitte an alle, egal ob Sozialdemokrat oder nicht. „Bitte gehen Sie wählen, nur so können wir die rechten Gruppen kleinhalten.“

Wenn es nach der SPD geht, nimmt Benjamin Grimm künftig die Themen aus dem Havelland mit nach Berlin. In einer kurzen Rede machte er seine zentralen Themen noch einmal deutlich. „Wir müssen den Flughafen Tegel dann schließen, wenn der BER eröffnet wird. Das halte ich für dringend erforderlich, damit der Fluglärm über unserer Region endlich ein Ende hat“, so Grimm. Für eine S-Bahn und Verbesserung der Infrastruktur möchte er sich ebenfalls einsetzen. Nach fast 16 Jahren im Deutschen Bundestag übergab ihm Angelika Krüger-Leißner am Dienstag den symbolischen Staffelstab. „Ich habe das Gefühl, dass es klappt für dich, das wäre mein großer Wunsch“, so Krüger-Leißner, die 1998 das erste Mal in den Bundestag einzog, hatte ihr Direktmandat bei der letzten Wahl aber nicht verteidigen konnte. Für ihre langjährige Arbeit bedankte sich auch Generalsekretär Hubertus Heil. „Ich habe großen Respekt vor dem, was sie in den ganzen Jahren erreicht hat“, so Heil.

Neben der Politik gab es am Dienstag aber auch Unterhaltung, die vielleicht für einen Moment die schlechten Umfragen vergessen ließ. Die Mädchen des Allround-Dance-Kader präsentierten einen Ausschnitt aus ihrer Disney-Show. Für hochkarätige Musik sorgte die Berliner Band Kileza. Dennoch hatte man das Gefühl, dass ein wenig die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten in der Luft des Festsaals lag, erinnerte doch auch Krüger-Leißner mehrfach an die Zeiten, in denen die Sozialdemokraten noch 40 Prozent und mehr Stimmen holten. Wie es in diesem Jahr wird, zeigt sich am Sonntag.

Von Danilo Hafer

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