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Havelland Hungerlöhne im Havelland
Lokales Havelland Hungerlöhne im Havelland
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00:17 14.02.2014
Der Mindestlohn in der Pflegebranche beträgt 8 Euro – auf dem Papier. Quelle: dpa
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Havelland

Der Schwerpunkt der Verstöße liegt offenbar in den Branchen Pflege, Gastronomie und Dienstleistungen. Namen wurden nicht genannt. Von der Entdeckung profitieren Beschäftigte und Landkreis gleichermaßen: Die Angestellten werden im besten Fall besser bezahlt, und der Kreis muss künftig weniger Geld drauflegen, damit der Niedriglöhner seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. "Alles unter 4,20 Euro gucken wir uns sehr genau an", sagte Jobcenter-Dezernent Dennis Granzow. "Jeder, der in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steckt und aufstockende Leistungen bezieht, ist gut beraten, sich seine Abrechnungen anzusehen und sich bei Unklarheiten an seinen Sachbearbeiter zu wenden."

Michael Musall, Gewerkschaftssekretär bei Verdi, hat dafür deutliche Worte: "Miese Tricksereien" nennt er die Praxis mancher Arbeitgeber, die Löhne niedrig zu halten und sich so indirekt vom Jobcenter subventionieren zu lassen. Gleichwohl sei die Gewerkschaft darauf angewiesen, dass sich die betroffenen Leute selbst meldeten. "Wir können leider nicht alles kontrollieren", sagte er. "Ich bin regelmäßig entsetzt, was Leute mit sich machen lassen." Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer des Berufsverbands für Pflegeberufe, Franz Wagner. Mit einer flächendeckenden ausreichenden Bezahlung sei es gerade in der Pflegebranche schwierig, weil diese "sehr heterogen" sei. Während einige Träger tarifgebunden seien, richteten sich private Anbieter nach dem Markt und sparten häufig bei den Geringqualifizierten. "Der Mindestlohn im Osten beträgt auf dem Papier 8 Euro, darunter darf es nicht gehen", sagte er.

Von Jana Einecke

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