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Havelland Husten, Schnupfen, Heiserkeit
Lokales Havelland Husten, Schnupfen, Heiserkeit
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17:25 11.02.2016
Bitte schnauben: Überall im Havelland schnieft und hustet es. Quelle: dpa
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Havelland

Schmerzende Glieder, tränende Augen und ein Husten, der sich hartnäckig in der Lunge festsetzt – die Grippe ist auf dem Vormarsch und plagt, laut Robert Koch-Institut, derzeit verstärkt die Bewohner des Havellandes. Das Auftreten des Influenzavirus’, auch „echte“ Grippe genannt, sei im Havelland bereits seit der vergangenen Woche stark erhöht. Dabei treffe die Viruserkrankung mit dem unangenehmen Krankheitsverlauf in diesem Jahr besonders gesunde Erwachsene mittleren Alters. Als Ursache vermuten Experten die diesjährige Dominanz des H1N1-Erregers, auch als Schweinegrippe bekannt, der sich erst seit 2009 verbreitet und daher für das menschliche Immunsystem noch relativ neu ist.

Meist beginnt die echte Grippe abrupt mit Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber, bevor Halsschmerzen oder Husten einsetzen. Unter anderem durch das hohe Fieber und eine starke Erschöpfung lässt sich die echte Grippe von einem grippalen Infekt oder einer Erkältung unterscheiden. „Viele Menschen kommen mit Erkältungssymptomen in die Praxis und wissen, dass sie anders krank sind, als sonst. Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich klar von einer einfachen Erkältung und kann bis zu zwei Wochen dauern“, so Allgemeinmedizinerin Katharina Birkner. „Eine Woche ist man richtig krank, die zweite Woche braucht der Körper, um sich zu erholen. Die Grippe schwächt erheblich.“ Auch in Birkners Dallgower Praxis ist der Anstieg der Grippekranken deutlich spürbar. „Etwa ein Drittel meiner erkrankten Patienten haben sich mit dem Influenza-Virus angesteckt. Genau sagen kann ich das allerdings nicht, da sich nicht jeder testen lässt.“ Ist jedoch ein Test positiv, ist die Infektion meldepflichtig. Umstrittene Medikamente, die die Krankheit verkürzen sollen, verschreibt die Medizinerin nicht. „Etwa die Hälfte der Ärzte verschreibt etwas gegen Grippe. Ich persönlich glaube nicht daran, dass Medikamente die Krankheit abmildern.“ Hat die Grippe einen erwischt, sollte man viel trinken, die Nase frei halten und höchstens schmerz- und fieberstillende Mittel einnehmen. „Die Grippeschutzimpfung empfehle ich natürlich gefährdeten Patientengruppen, wie älteren Leuten, chronisch Kranken und Kleinkindern.“ Meist würden Kinder die Krankheit mit nach Hause bringen, deshalb sei es auch wichtig, sich als Elternteil zu schützen. „Menschen im mittleren Alter, die keine Kleinkinder Zuhause haben und gesund sind, bräuchten eigentlich keine Impfung.“

Auch in der Nauener Adler-Apotheke häufen sich seit der letzten Woche die Anfragen für Hustensaft, Nasenspray und Co. „Die Leute kommen derzeit vermehrt mit Erkältungsbeschwerden zu uns. Ob sie nun die Grippe oder lediglich eine Erkältung haben, kann ich nicht sagen“, so Sabine Müller, deren Sohn Ralf die Apotheke in der Marktstraße seit 2004 führt. „Wenn die Leute uns die Symptome ihrer Krankheit schildern, sprechen wir Empfehlungen aus. Die Erfahrung aus den Vorjahren hat gezeigt, dass die Erkältungs- und Grippewelle vermutlich erst im April wieder abklingen wird. Das ist jedoch stark vom Wetter abhängig.“

Von Laura Sander

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