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ICE-Geiselnehmer unter Terrorismus-Verdacht

Prozessbeginn am Landgericht Potsdam ICE-Geiselnehmer unter Terrorismus-Verdacht

Bei einer Fahrkartenkontrolle  in einem ICE kurz vor Nauen (Havelland) dreht ein junger Mann durch. Er zückt eine Schreckschusspistole und schießt um sich. Kurze Zeit später wird er jedoch überwältigt und der Schaffner zieht die Notbremse. Heute hat in Potsdam der Prozess gegen den Mann begonnen. An welchem Gericht der Prozess fortgeführt wird, ist jedoch noch nicht klar.

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Spurensicherung im ICE am 21. November 2014.
 

Quelle: Andreas Kaatz

Potsdam. Überraschende Wende im Prozess um eine Geiselnahme in einem ICE: Das Landgericht Potsdam zieht in Erwägung, das Verfahren wegen Terrorismus-Verdachts an das Oberlandesgericht Brandenburg/Havel abzugeben, wie der Vorsitzende Richter am Montag sagte. Der 24-jährige Angeklagte aus Baden-Württemberg hatte zuvor gestanden, den Zug von Berlin nach Hamburg im November 2014 aus politischen Motiven gekapert zu haben.

Er habe mit einer Schreckschusspistole den Zugchef und bis zu sechs Passagiere bedroht. Um sich Respekt zu verschaffen, schoss er in einen Sitz. Dann verlangte er vom Zugchef, dass dieser ein Schreiben mit Forderungen telefonisch vorliest. Bundespräsident, die Kanzlerin und der Bundesaußenminister sollten die Anerkennung Palästinas als eigenständigen Staat öffentlich missbilligen. Außerdem ging es um Lösegeld in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Einigen Passagieren war es gelungen, den Mann zu überwältigen. Dabei lösten sich drei Schüsse aus der Pistole. Bei dem Zwischenfall wurde zum Glück niemand verletzt.

Der Prozess konnte am Montag erst mit zwei Stunden Verspätung beginnen, weil ein Schöffe überraschend ausgefallen war. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen erpresserischen Menschenraub vor.

Von MAZonline

Hier geht's zum ausführlichen Bericht.

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Angeklagter gesteht zu Prozessauftakt
Der Prozess gegen den ICE-Geiselnehmer begann am Montag im Landgericht Potsdam.

Seit Jahren ist Benjamin S. wegen psychischer Probleme in Behandlung, als er Ende 2014 mit einer Schreckschusspistole in einen ICE stieg und Zugpersonal und Reisende als Geiseln nahm. Sein Motiv: Er wollte die Bundesregierung zum Handeln im Nahost-Konflikt zwingen, wie der Angeklagte in seinem Geständnis zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Potsdam sagte.

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