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IHK zeichnet Havelländische Eisenbahn aus

Elstal IHK zeichnet Havelländische Eisenbahn aus

Seit einigen Jahren bildet das Unetrnehmen kontinuierliche Nachwuchs aus. Nun hat die IHK Potsdam die Havelländische Eisenbahn AG (HVLE) für ihr Engagement als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ 2017 ausgezeichnet. Derzeit erlernen in dem Betrieb 17 Mädchen und Jungen den Beruf eines Lokführers.

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Noch dürfen die HVLE-Lokführer-Lehrlinge (links) nur auf der Lok mitfahren. IHK-Präsidentin Beate Fernengel im Fahrerhaus.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Lokführer zu werden ist der Traum vieler Jungen. Sogar Mädchen interessieren sich für diesen Beruf. Zwei der derzeit 17 Auszubildenden der Havelländischen Eisenbahn AG (HVLE), die Industriemechaniker mit der Spezialisierung Lokomotivführer lernen, sind Frauen. Beide im dritten Lehrjahr.

Sie konnten wegen einer wichtigen Ausbildungsetappe am Montag am Bahnhof Elstal nicht dabei sein, mussten ihren männlichen Kollegen den Vortritt lassen. Die durften gemeinsam mit HVLE-Vorstand Ludolf Kerkeling und IHK-Präsidentin Beate Fernengel auf eine 3300 PS-starke Diesellok klettern und sich über eine Urkunde und 500 Euro freuen.

Die IHK zeichnete die Havelländischen Eisenbahn AG, die ihren Firmensitz in Spandau hat aber in absehbarer Zeit nach Elstal auf den entstehenden Bahn-Technologie-Campus umzieht, als „Top-Ausbildungsbetrieb“ 2017 aus. Insgesamt werden sechs Betriebe im IHK-Kammerbezirk Potsdam geehrt.

Mehrere Kriterien sprechen für die HVLE, sagte Beate Fernengel und zählte auf: „Seit August 2011 bildet die HVLE durchgängig junge Leute aus. Im Schnitt fünf pro Jahr. Und die haben sehr gute Chancen, nach der Lehre übernommen zu werden.“ Bisher sei das nur einmal nicht der Fall gewesen, weil der Azubi von weit herkam und Heimweh hatte.

Für die HVLE spreche außerdem, dass sie Schulen der Region zwischen 15 und 20 Schülerpraktika ermögliche, die Azubis an Bildungsmessen und beispielsweise auch an dem europäischen Programm „Rassmus“ teilnehmen dürfen. „Nächste Woche fahren einige unserer Lehrlinge wieder für fünf Wochen nach Italien“, ließ Ausbildungsleiter Thomas Franke wissen. Zudem habe die HVLE seit Jahren eine erfolgreiche Kooperation mit der Spezialmaschinenbau und Ausbildungs GmbH Kirchmöser (Spema), wo die potenziellen Lokführer ihre Grundkenntnisse vermittelt bekommen, so Franke.

Einer der Azubis ist Pascal Möhring. Den 16-jährigen Jungen hat es aus Eberswalde zur Havelländischen Eisenbahn verschlagen. Die Entfernung sei kein Problem, denn während der Woche lebt er mit anderen Azubis in einer der Betriebswohnungen der HVLE. „Meine Eltern haben mir erzählt, dass ich schon als Zweijähriger immer gesagt habe, mal eine Lok fahren zu wollen. Dass das klappt, daran arbeite ich jetzt“.

Der Landkreis Havelland, der Mehrheitseigner der Havelländischen Eisenbahn AG ist, nimmt die Auszeichnung der IHK wohlwollend zur Kenntnis. „Ich freue mich, dass ein Unternehmen des Landkreises Havelland diesen bedeutsamen Preis bekommt“, sagte Kreisdezernentin Elke Nermerich. Es zeige, dass der Landkreis mit seinen Unternehmen, die sinnbildlich für das Havelland stehen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit einer guten Perspektive zur Verfügung stelle. „Sie tragen damit ihren Teil bei, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, den klugen Köpfen im Havelland eine berufliche Perspektive zu geben und sie damit an die Region zu binden“, so Nermerich weiter.

Die Havelländische Eisenbahn AG wirbt mit ihrer Ausbildung auf vielen Berufsmessen. Dazu gehört auch die Ausbildungsbörse des Landkreises Havelland in Paaren im Glien.

Von Jens Wegener

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