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„Ich fühle mit den Franzosen“

Trauer nach den Anschlägen von Paris auch im Havelland „Ich fühle mit den Franzosen“

Nach den Bombenanschlägen vom Freitagabend in Paris herrschen auch im Landkreis Havelland Trauer und Entsetzen. Bei einer Festveranstaltung gab es eine Schweigeminute, von überall her wird dem französischen Volk Mitgefühl ausgesprochen.

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Überall in Deutschland herrscht Trauer, auch im Havelland.

Quelle: imago stock&people

Havelland. Aus dem Fernsehen erfuhr Lydia Conrad-Laurent am Freitagabend von den schrecklichen Ereignissen, die sich in Paris abgespielt haben. „Ich war gelähmt und schockiert, als ich die Bilder sah“, sagt die 64-Jährige aus Pausin, die mit einem Franzosen verheiratet ist und selber neun Jahre lang – bis 1972 – in Frankreich gelebt hat, dort zur Schule ging. Seit 13 Jahren wohnt die gelernte Speditionskauffrau in Pausin und töpfert seit längerer Zeit in ihrer Freizeit im Kreativ-Verein in Schönwalde. „Ich fühle mit den Franzosen“, sagt sie. „Sie wollen auch nur ihr Leben leben, eine schöne Freizeit verbringen, und dann passiert so etwas“, ist Lydia Conrad-Laurent noch immer fassungslos. Sie hat viele Freunde und Verwandte in Frankreich, darunter eine Schwester. Über Facebook nahm sie noch am Abend Kontakt auf. Ihr ältester Sohn hatte mal eine Zeit lang in Paris gelebt, auch damals habe es Bombenanschläge gegeben. Wie die Pausinerin meint, sei es angesichts der französischen Politik zu befürchten gewesen, dass Frankreich das Ziel von solchen Terroranschlägen werden kann.

Auch andere Havelländer sind erschüttert angesichts der schlimme Ereignisse von Freitagnacht. „Der Anschlag von Paris hat uns tief erschüttert, wir sind fassungslos über diesen sinnlosen Terror. Den Angehörigen gehört unser tiefstes Mitgefühl“, sagte die Falkenseerin Manuela Klein-Kauk, Vorsitzende des Verbandes der Blinden und Sehbehinderten im Osthavelland.

Der Brieselanger René Müller-Schaafhausen meinte: „Ich bin schockiert. Es hat sich ja schon lange angedeutet, dass der Terror schlimmer werden wird.“ Und Kai Gründel sagte: „Paris ist nicht weit weg, ich habe mir die Frage gestellt, ob es auch was mit dem Fußballspiel der Deutschen zu tun haben könnte. Die Angst, dass es auch in Berlin passieren kann, ist schon groß.“

Die etwa 100 Teilnehmer der Festveranstaltung zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen des Vereins Historisches Paretz, unter ihnen Landrat Burkhard Schröder, der Generaldirektor der SPSG, Hartmut Dorgerloh und Bürgermeister Bernd Lück, gedachten in einer Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge von Paris. Auch bei anderen havelländischen Politikern sorgten die Anschläge für Entsetzen, so unter anderem bei der FDP. „Gemeinsam mit allen Demokraten verurteilen wir diese menschenverachtenden Anschläge und trauern mit allen Angehörigen und Freunden der Opfer. Wir empfinden eine tiefe Solidarität mit der französischen Bevölkerung“, teilte Volkmar Richter am Wochenende mit.

„Der Volkstrauertag steht diesmal im Schatten der Ereignisse von Paris“, sagte Andreas Mallé vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Dieser habe das Ziel, hat, die Versöhnung über den Gräbern voranzubringen. „Leider gibt es Menschen, die dieses Miteinander unbedingt zerstören wollen.“

Von Andreas Kaatz, Tanja M. Marotzke

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